Abschlussarbeit-Details: Anna Hazod, BA

Anna Hazod, BA

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Titel:

Die Magie der Bilder

Auf der Suche nach dem Abwesenden in der Photographie

Zielsetzung:

Die Zielsetzung dieser Arbeit war es, die Koexistenz von Abbild und Abstraktion in der Photographie näher zu betrachten. Zu Beginn dieser Arbeit standen folgende Fragen: Wie kann die Photographie abbildend und abstrakt zugleich sein? Was macht den Charakter der abstrakten photographischen Bilder aus? Welche Botschaft kann eine ungegenständliche Photographie haben? Auf welche Arten kann das Abwesende in der Photographie zutage treten? Steht das Verschwinden der materiellen Dinge in Verbindung mit dem Medium der Photographie? All diese Fragestellungen lassen sich unter dem Begriff der Abwesenheit zusammenfassen. Es sollte eine Suche nach dem Abwesenden in den Bildern stattfinden, um damit eine neue Sichtweise auf die Photographie zu ermöglichen.

Methodik:

Es entstand eine umfassende qualitative Analyse vorhandener Literatur zum Thema Photographie und Philosophie der Photographie. Dabei wurde besonders die Literatur von Roland Barthes, Susan Sontag und Vilém Flusser verwendet. Zudem wurde eine praktische Arbeit erstellt, die aus Photographien besteht, welche die theoretischen Inhalte der Arbeit ergänzen und bestätigen.

Resultate:

Die Resultate dieser Arbeit gingen über die Fragestellungen hinaus. Die Vielschichtigkeit der Photographie verlangt auch nach einer Betrachtung der Randgebiete, sowie der Kunstgeschichte allgemein und der Gesellschaft in der die Photographie zum Alltagsbild wurde. Anhand der Erörterungen wurde gezeigt, dass die Photographie nicht nur abstrakte Bilder hervorbringen kann, sondern dass auch der photographische Prozess der Bildwerdung ein abstrakter ist. Folgend besteht eine wichtige Erkenntnis der Arbeit darin, dass das Photo nicht mit der Wirklichkeit und mit dem natürlichen Sehen gleichzusetzen ist, sondern dass es sich um ein eigenständiges Bild handelt, dem ein subjektiver Blick vorangeht. Das Wirken der Bilder ist nach wie vor, trotz technisch reproduzierter Bilder, magisch. Dieses magisch Bildhafte zeigt sich besonders in Photographien, die das Abwesende thematisieren. Es sind Photographien, die zwar in ihrer Materie, dem Photopapier, anwesend, in dem was sie zeigen, jedoch abwesend sind. Diese Art der Photographie steht am Ende dieser Arbeit als eine, die sich zwischen An- und Abwesenheit und auf der Seite der Ideenbilder und nicht der der Abbilder, befindet.

Schlussfolgerung:

Die unterschiedlichen Betrachtungen und Blickwinkel auf die Photographie zeigen in vielschichtiger Weise, dass die Photographie in ihrem Wesen abwesend ist. Sie ist es als vergangenes Bild und Abdruck der Wirklichkeit, als abstrakte Ideenaufzeichnung und als Photographie, deren Bedeutung abwesend ist. Das abstrakte Photo ist abwesend, da es nichts gegenständliches zeigt. Und doch bildet die Photographie immer ab und verlangt deswegen nach einem Gegenpol zum Abwesenden, dem Anwesenden. Es ergibt sich ein interessantes Wechselspiel aus Anwesendem und Abwesendem, aus Abbild und Abstraktion, natürlichem und bildhaftem Sehen, aus Einbildung und Abbildung, aus Vorstellung und Projektion dieser Vorstellung. Ein Bild ist immer mehr, als das was es aufzeichnet. Dies liegt im Wesen des Bildes begründet. Es ist die Magie der Bilder, die durch ihre Wirkung die Photographien zu den Bildern unserer Zeit macht. Das Interesse an den Bildern ist umso größer, je weniger sie von der Welt preisgeben und je eigenständiger sie werden. Jene Bilder, die Bilder der vermeintlichen Abwesenheit, die immer auch Anwesenheit ist, sollen in der Arbeit vorgestellt werden.

Schlüsselwörter:

Photographie