Ernährungstherapie und Diätetik 2

Detaillierte Beschreibung der Veranstaltung "Ernährungstherapie und Diätetik 2".

4. Studiengangssemester, SS 2012
Typ: iL | SWS: 6.5 | ECTS-Punkte: 7.5 | Gruppenanzahl: 1
Course Unit Code: 060460422

Beschreibung:

Schwerpunkte sind die Prinzipien und Richtlinien der Ernährungstherapie und das Erstellen von Therapiekonzepten in den Bereichen:

Geriatrie, Neurologischen Erkrankungen, Pulmonologie, Erkrankungen des Skelettsystems, Schilddrüsenerkrankungen, Nahrungsmittelallergien/-intoleranzen, Onkologie, Cystische Fibrose 

Neurologie:

Vortrag zum Konzept der Therapie von Patienten mit einer Dysphagie, Interdisziplinäres Arbeiten mit einer anderen MTD Berufsgruppe (Logopäden)Kurze Beschreibung des Krankheitsbildes der einzelnen Erkrankungen und die daraus resultierenden ernährungstherapeutischen Maßnahmen. 

Nahrungsmittelallergien/-intoleranzen:

Nach Vermittlung der medizinischen Grundkenntnisse (Einteilung der Unverträglichkeitsreaktionen, Entstehung der Unverträglichkeitssymptomatik, klinische Erscheinungsbilder) wird die (schulmedizinisch) etablierte Diagnostik präsentiert. Im 2. Teil (Lehreinheiten 4-6) werden nach Abhandlung der gängigen Nahrungsmittelallergene praktische Fallbeispiele aus dem klinischen Alltag präsentiert und diskutiert. 

Pulmonologie:

COPD (Chronisch obstruktive Lungenkrankheit): kurze Beschreibung, Diagnose, Klassifikation, Ernährungstherapie unter Berücksichtigung der einzelnen Klassifikationsstufen (Erhöhter Energiebedarf), sowie der erhöhten Infektanfälligkeit, praktische Umsetzung

Asthma: kurze Beschreibung, mögliche Auslöser (spezielle Lebensmittel), Ernährungstherapie, praktische Umsetzung

Unterschied COPD und Asthma 

Rheuma/Osteoporose:

Der Schwerpunkt der Vorlesung richtet sich auf die Möglichkeiten der Ernährungstherapie bei Rheumatischen Erkrankungen und Osteoporose, bzw. wie sich Ernährung und Lebensstil auf dessen Entwicklung auswirken kann.

Weiters wird der Frage nachgegangen, ob speziell rheumatische Erkrankungen durch die Ernährung überhaupt bedingt sein können.

Bei den meisten rheumatischen Erkrankungen liegt die Krankheitsursache auch heute noch im Dunklen, entsprechend kann die Behandlung, so effektiv sie auch sein mag, immer nur lindernden, aber keinen heilenden Charakter haben.

Aus wissenschaftlichen Studien geht jedoch hervor, dass die Beschwerden bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises und der Krankheitsverlauf, durch eine dem Krankheitsbild bedarfsangepasste Ernährung, gelindert werden können.

Da rheumatische Erkrankungen meist chronisch sind, müssen Ernährungsempfehlungen für einen längeren Zeitraum gelten und stellen somit auch eine Herausforderung an den Lebensstil dar. Die Basis bildet eine bedarfsangepasste Mischkost, die arm an Arachidonsäure und reich an Omega-3-Fettsäuren bzw. Linolsäure ist, um die entzündlichen Prozesse abzuschwächen. Die ausgewogene Fettzufuhr, genügend Antioxidantien (vor allem die Vitamine C und E und das essentielle Spurenelement Selen) sowie Calcium (um gezielt Osteoporose vorbeugen zu können) spielen hier eine bedeutende Rolle, auf welche die StudentInnen im Rahmen dieser Lehrveranstaltung hingewiesen werden.

Zielsetzung:

Die Studierenden kennen die Richtlinien der Ernährungstherapie des entsprechenden Krankheitsbildes und können diesbezüglich ein Therapiekonzept erstellen und ernährungsmedizinische Beratungen durchführen. Sie kennen die Grundlagen für die Verabreichung von wissenschaftlich gesicherten Kostformen im Krankenhaus sowie relevante, ernährungsmedizinische Literatur und ernährungsmedizinische Fachbegriffe.

Vermittlung grundlegender Kenntnisse der Besonderheiten im Umgang und der Behandlung alter, und auch geriatrischer Menschen unter Bezugnahme auf die Diätetik

Verschaffen eines Überblickes über das jeweilige Krankheitsbild

Kenntnis des Schemas zur Therapie von Schluckstörungen, Sensibilisierung für die Zusammenarbeit mit Logopäden, Lebensmittel kennen die geeignet sind, Einteilung der Flüssigkeiten und Konsistenzen benennen und beschreiben können

Bei Menschen mit neurologischen Erkrankungen ernährungstherapeutische Maßnahmen, sowie Ernährungsberatung bei  Betroffenen und Angehörigen durchführen zu können.

Allgemeine Krebsprävention und va. Rezidivprophylaxe Allgemeine Einführung in die Diätetik bei Tumorpatienten mit und ohne Therapienebenwirkungen wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe, Obstipation, Stomatitis, Mukositis, Mangelernährung…Sowie die jeweils wichtigen Diätetischen Therapien bei Mammaca., Ovarialca., Kolonca., Magenca., und hämodynamischen Carzinomen mit einer Keimarmen Ernährung.

Vermittlung von Grundkenntnissen in der Allergologie mit Schwerpunkt Nahrungsmittelunverträglichkeit (-allergie), praxisorientierte Einführung in die klinische Problematik (Wissen um / Erkennen von Gefahren und Risiken bei der Betreuung potentieller Nahrungsmittelallergiker)

Umsetzen der Ernährungstherapie bei entsprechendem Krankheitsbild

Vorkenntnisse:

Grundlagen der Physiologie, Anatomie, Biochemie, Pathologie, Ernährungsphysiologie:

Grundkenntnisse der Anatomie des Gehirns

Physiolgie, Anatomie: Schluckakt

Lebensmitteltechnologie: Eindickung von Lebensmitteln

Lernmethoden:

Vorlesung

Übungen

Bewertung:

Schriftliche Endprügung 60%

POL 40%

Leiter/in: