Grazer Frauengesundheitstage 07
Die Begriffe Networking und zielgruppenspezifische Angebotsplanung begegnen StudentInnen des Studienganges GMT auf Schritt und Tritt, besonders im Bereich der Gesundheitsförderung. Wer gesundheitsfördernde Maßnahmen erfolgreich umsetzen will, muss diese Handlungsweisen berücksichtigen – so die Theorie.
von Katharina Ebner
Seit ich die Grazer Frauengesundheitstage 2007 koordiniert habe, kenne ich auch den praktischen Wert von Netzwerken und Zusammenarbeit. Nur wenn alle Beteiligten „an einem Strang ziehen“ und die Bedürfnisse der Zielgruppe ernst nehmen, kann ein derartiges Projekt erfolgreich sein.
8 Tage im Zeichen der Frauengesundheit
Zwischen 15. und 22. November hat sich bei 40 Veranstaltungen in ganz Graz alles um die körperlichen, seelischen und ökonomischen Aspekte von Frauengesundheit gedreht. Die Grazer Frauengesundheitstage 07, eine Initiative von Stadträtin Tatjana Kaltenbeck- Michl, sind vom Frauengesundheitszentrum im Auftrag des Frauenreferates der Stadt Graz veranstaltet worden.
Durch umfassendes Networking konnte das Frauengesundheitszentrum 24 KooperationspartnerInnen dazu gewinnen, die Gesundheitstage mitzugestalten. So entstand ein vielfältiges Programm, bei dem für alle Frauen etwas dabei war. Jede Organisation gestaltete ihr Angebot speziell für ihre Zielgruppe in den eigenen Räumen. Damit waren die Veranstaltungen auch für sozial benachteiligte Frauen gut zugänglich. Insgesamt konnten über 600 Frauen und Mädchen in verschiedenen Lebenslagen und Lebensphasen angesprochen und gestärkt werden.
Partizipation als Schlüssel zum Erfolg
Besonders erfolgreich waren jene Angebote der Frauengesundheitstage, bei deren Planung und Gestaltung die Zielgruppe aktiv beteiligt war – Partizipation lautet das Zauberwort.
Der Verein PRO HEALTH etwa befragte afrikanische Frauen, bevor er seinen Workshop zu gesunder Ernährung plante. In Abstimmung auf die Bedürfnisse der Frauen wurde eine Kinderbetreuung organisiert. Außerdem fand der Workshop in englischer Sprache und an einem Samstagnachmittag statt. Fazit: Die Veranstaltung war gut besucht, die TeilnehmerInnen zeigten sich zufrieden und im wahrsten Sinne des Wortes gestärkt.
Der Erfolg gesundheitsfördernder Angebote, wie Frauengesundheitstage, liegt demnach nicht ausschließlich in der Vielfalt der Angebote. Besonders wichtig ist es, zielgruppenspezifische Bedürfnisse zu berücksichtigen. Sagt die Theorie und beweist (wieder einmal) die Praxis.
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