Berufsbild
In direktem Kontakt mit Menschen aller Altersgruppen in den unterschiedlichsten Lebenslagen beobachten und analysieren Physiotherapeutinnen bzw. -therapeuten den menschlichen Bewegungsapparat und das individuelle Bewegungsverhalten. Gemeinsam mit den Patientinnen bzw. Patienten werden die therapeutischen Ziele in der Prävention und Gesundheitsförderung, Therapie und Rehabilitation abgestimmt.
Die Kompetenzen
Neben ihrer großen Handlungskompetenz weisen Physiotherapeutinnen bzw. -therapeuten auch fachlich-methodische, sozial-kommunikative sowie wissenschaftliche Kompetenzen auf. In einer vernetzen Zusammenschau können sie ihr Wissen aus vorklinischen Fächern und den verschiedenen klinischen Bereichen in Kombination mit Kenntnissen aus Psychologie, Pädagogik, Didaktik, Soziologie oder Trainingslehre im Pychsiotherapeutischen Prozess anwenden.
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Fachlich-methodische Kompetenzen
Physiotherapeutinnen bzw. therapeuten beobachten und analysieren Informationen, die sie über die Anamnese – Befragung der Patientin bzw. des Patienten –, die Beobachtung und Analyse von Haltung, Bewegung und Bewegungsverhalten sowie über verschiedene manuelle Testungen und Assessments erhalten haben. -
Sozial-kommunikative Kompetenzen
Im physiotherapeutischen Prozess üben Physiotherapeutinnen bzw. -therapeuten verschiedene Rollen aus – sie sind Hands-On-TherapeutIn, Coach, LehrerIn, BegleiterIn. Zudem müssen sie das eigene Handeln reflektiert kommunizieren, um etwa in einem interdisziplinären Team mit anderen Berufsgruppen (Ärztinnen bzw. Ärzte, Pflegepersonal und andere Therapiesparten) in einen fachlichen Diskurs treten zu können. -
Wissenschaftlichen Kompetenzen
Zum Kompetenzbereich von Physiotherapeutinnen bzw. -therapeuten gehört in stark zunehmendem Maße die wissenschaftliche Untermauerung ihres Handelns. Um neueste wissenschaftliche Erkenntnisse in die Behandlung zu implementieren bedarf es der Kompetenz diese Erkenntnisse verstehen und korrekt interpretieren zu können. Hierfür bedienen sich Physiotherapeutinnen bzw. Physiotherapeuten immer öfter auch moderner Medien und medienunterstützter Untersuchungssysteme wie Video, EMG oder Ultraschall.
Der Physiotherapeutische Prozess besteht im Wesentlichen aus der Untersuchung und die darauf aufbauende Therapieplanung, der Gestaltung, wie etwa die Schaffung eines individuell auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Patientin bzw. des Patienten zugeschnittenen Therapiesettings, der Behandlung sowie der Evaluierung mit begleitender Dokumentation. Jeder dieser Schritte muss immer wieder gut überdacht und auf Basis von wissenschaftlichen Grundlagen und / oder Erfahrungswissen bestmöglich auf die Patientin bzw. den Patienten abgestimmt werden.
Die Berufsfelder
Als PhysiotherapeutIn gestalten Sie die Gesundheit von morgen mit und nehmen als Expertin oder Experte der Bewegungsanalyse und -therapie in den Bereichen Kuration, Rehabilitation und Prävention einen wichtigen Platz im multiprofessionellen medizinischen Team ein.
Ihre beruflichen Tätigkeitsfelder reichen von Krankenanstalten, Rehabilitations-
zentren und Ambulatorien über private Einrichtungen, Seniorenheimen bis hin zu Schulen oder Kindergärten. Außerdem stehen Ihnen die Möglichkeiten offen, freiberuflich in der eigenen Praxis oder in der mobilen Therapie tätig zu werden.
Klinische Bereiche, in denen Sie als PhysiotherapeutIn tätig werden, sind unter anderen:
Arbeitsmedizin | Orthopädie / Traumatologie / Unfallchirugie | Innere Medizin | Pulmonologie | Kardiologie | Pädiatrie | Sportmedizin | Neurologie | Psychiatrie | Uro-Prokto-Gynäkologie / Geburtshilfe | Geriatrie | Onkologie/Palliative Care | Psychiatrie und Psychosomatik.