Datensicherheit ist persönliche Verantwortung

Premiere an der FH JOANNEUM: Mit „Advanced Security Engineering“ wurde der erste internationale Master-Studiengang offiziell eröffnet. Die Sicherheit von Computersystemen steht im Mittelpunkt.

„Eine Kombination aus Technik, Modernität und Wirtschaftlichkeit“, so Studiengangsleiterin Sonja Gögele, kennzeichnet den Master-Studiengang „Advanced Security Engineering“. Dieses erste internationale Master-Studium mit Partnern aus sieben europäischen Hochschulen eröffnete die FH JOANNEUM am Standort Kapfenberg feierlich mit einem Fachsymposium über IT-Security.  

Die Pionierarbeit bei der Einführung des Studiengangs hob Anna Koubek, wissenschaftliche Geschäftsführerin der FH JOANNEUM, hervor: „Mit der Unterrichtssprache Englisch und den internationalen Lehrenden stellt dieser Master-Studiengang eine Premiere an der FH JOANNEUM dar.“  

„Überzeugt davon, dass dieser Master-Studiengang im Trend liegt und die AbsolventInnen ein breites Betätigungsfeld vor sich haben“, zeigte sich Landesrätin Bettina Vollath. „Vom Studiengang ‚Advanced Security Engineering’ werden nicht nur die Studierenden profitieren, sonder auch der Fachhochschul-Standort Kapfenberg“, betonte Kapfenbergs Bürgermeisterin Brigitte Schwarz.

Computersysteme begleiten Alltag
Dass für die Datensicherheit jeder persönlich verantwortlich ist, veranschaulichte Studiengangsleiterin Sonja Gögele. Von der Bankomatbenützung über die Arbeit am Computer bis zum Straßenverkehr – viele alltägliche Tätigkeiten werden von Computer-Netzwerken begleitet. „Zwei Drittel aller Anwendungen“, so Gögele, „sind anfällig für Angriffe von Computerviren“. Diese „Systemangriffe“ werden von Unternehmen oft verschwiegen, um einen Imageschaden abzuwenden.  

Neben vernetzten Geräten sind es die BenutzerInnen selbst, die für die Sicherheit verantwortlich sind. Gögele: „E-Mails sind keine Briefe, sondern Postkarten: Absender, Empfänger und Nachricht sind leicht einsehbar.“ Der sorgsame Umgang mit Internet und E-Mail könne sehr großen Schaden abwenden. „Neben der Vermittlung des Fachwissens stehen daher auch die persönliche Verantwortung und das eigene Verhalten im Mittelpunkt des Studiums.“ Die Abwehr von Einbrüchen in Computersystemen, Kryptografie und Biometrie sind technologische Schwerpunkte.  

Im Wintersemester 2006/07 nahm der Studiengang, der an die Bachelor-Studien „Internettechnik“, „Software Design“ oder andere facheinschlägige Richtungen anschließt, seinen Betrieb auf. Im Sommer 2008 werden die ersten Studierenden mit dem Titel „Master of Science“ abschließen. Die Lehrenden kommen aus sieben Partner-Hochschulen, darunter die Southbank University London, das Institute of Technology Tallaght in Irland und die Savonia University of Applied Sciences in Finnland.  

Verbrecherjagd mithilfe „Künstlicher Intelligenz“
Mit einem Fachsymposium über IT-Security eröffnete die FH JOANNEUM den neuen Studiengang. Fachleute aus sechs Nationen veranschaulichten die Bandbreite der Datensicherheit: vom Erstellen sicherer Software bis hin zur forensischen Arbeit an Computersystemen. Als Eröffnungsredner sprach Phillip Burrell von der Southbank University London über die computergestützte Verbrecherjagd. Konzepte der „Künstlichen Intelligenz“, so Burrell, würden bei der Täter-Charakterisierung hilfreich sein.  

Weitere Informationen:
FH-Prof. Mag. Sonja Gögele
Tel. 03862 33600-8350
E-Mail: sonja.goegele@fh-joanneum.at

Die Studierenden von "Advanced Security Engineering" mit Festgästen. (Foto: Klaus Morgenstern)

Die Studierenden von "Advanced Security Engineering" mit Festgästen. (Foto: Klaus Morgenstern)