Kooperationen
Der FH-Studiengang Informationsmanagement sieht sich in der Durchführung von Kooperationsvorhaben auf unterschiedlicher Ebene als kompetenter Partner für die Wirtschaft. Diese Kooperationsvorhaben stellen einerseits für die Studierenden in verstärktem Maße eine praxisorientierte Ausbildungskomponente dar, andererseits können damit für Wirtschaftspartner wichtige und interessante Frage- und Aufgabenstellungen bearbeitet und gelöst werden. Zusätzlich erfolgt dabei eine aktive Rückkoppelung des Wirtschaftsbedarfs der sich im zukünftigen Lehrangebot widerspiegelt. Im Folgenden werden die wichtigsten Kooperationsformen in Ihren Merkmalen kurz vorgestellt.
Studentische Semesterprojekte
Jeweils im 5. Semester (Wintersemester) des Bachelor-Studiums bearbeiten im Regelfall zwei bis drei (maximal vier) Studierende in einem Team gemeinsam eine Aufgabenstellung, die aus einer Wirtschaftsanfrage bzw. einem Wirtschaftskontakt entstehen. Diese studentischen Projekte werden von einem/einer hauptberuflich Lehrenden bzw. einem/einer wissenschaftlichen MitarbeiterIn fachlich und in der Dimension des Projektmanagements betreut und im Regelfall über ein Vertragsverhältnis (Angebotslegung und Auftragserteilung) zwischen der privatwirtschaftlich geführten FH JOANNEUM Gesellschaft mbH und dem/der jeweiligen Unternehmen/Institution abgewickelt.
Das Projektvolumen beträgt ca. 150 bis 600 Personenstunden – je nach Anzahl der beteiligten Studierenden – und erstreckt sich über ca. 4 Monate (angepasst an den Semesterablauf). Das vereinbarte Entgelt (Mindestvolumen ca. € 3.000,--) entspricht der vertraglich vereinbarten Leistung.
Inhaltlich bieten sich alle Fragestellungen an, die im vorgesehenen Stundenvolumen und innerhalb der zeitlichen Restriktionen durchführbar sind. Beispiele dafür sind Studien und Erhebungen, Konzepterarbeitungen, (prototypische) Implementierungen von Soft- und Hardwaresystemen, etc.
Berufspraktika
Das Bachelor-Studium Informationsmanagement sieht für seine Studierenden ein verpflichtendes Berufspraktikum im 6. Studiensemester (Sommersemester) im Mindestausmaß von 12 Wochen vor, im Regelfall im Zeitraum von Februar bis Mitte Mai durchgeführt. Dabei wird ein/e Studierende/r vom Unternehmen gemäß dem zugrundeliegenden Ausbildungskonzept als PraktikantIn beschäftigt und dem/der Studierenden wird im Unternehmen die Möglichkeit geboten, in einer Gruppe an einschlägigen Projekten und Aufgabenstellungen, die dem Ausbildungsspektrum entsprechen mitzuwirken. Genaueres dazu wird im Ausbildungskonzept für das Berufspraktikum dargelegt. Die BerufspraktikantInnen werden von einem/einer BetreuerIn am Studiengang organisatorisch betreut und überwacht, wesentlich und unabdingbar ist natürlich die fachlich-inhaltliche Betreuung im jeweiligen Unternehmen, um dem Ausbildungscharakter des Berufspraktikums bestmöglich entsprechen zu können.
Diplomarbeiten/Masterarbeiten
Das Master-Studium Informationsmanagement sieht die Durchführung einer Diplomarbeit (Masterarbeit) im 4. Semester (Sommersemester) vor, im Regelfall durch eine/n Studierenden im Umfang von ca. 500 Arbeitsstunden, typischer Weise im Zeitraum von Januar bis September eines Jahres.
Im Normalfall besteht bei Firmendiplomarbeiten ein vertragliches Verhältnis zwischen DiplomandIn und Unternehmen, welches auch eine allfällige monetäre Vergütung regelt. Die fachlich-inhaltliche Betreuung der Diplomarbeit erfolgt in der „anwendungsorientierten“ Sicht bzw. Komponente durch eine/n FirmenbetreuerIn, die „akademisch-wissenschaftliche“ Betreuung erfolgt durch hauptberuflich Lehrende des Studiengangs.
Neben der praxisrelevanten Fragestellung für das Unternehmen ist dabei natürlich auch ein methodisch-theoretischer Teil vorzusehen, schließlich stellt die Diplomarbeit den Nachweis einer eigenständigen wissenschaftlichen Arbeit als Abschluss des Master-Studiums dar.
Angewandte Forschungs-, Entwicklungs- und Beratungsprojekte
Als weitere Kooperationsmöglichkeit sind alle weiteren angewandten Forschungs-, Entwicklungs-, Beratungs- und Dienstleistungsprojekte genannt, bei denen der Studiengang einschlägige innovative und zukunftsträchtige Fragestellungen über das dem Studiengang organisatorisch angeschlossene sogenannte Transferzentrum durchführt.
Dabei werden neben hauptberuflich Lehrenden, primär wissenschaftliche MitarbeiterInnen und gegebenenfalls auch Studierende mit der inhaltlichen Durchführung betraut. Solche Projekte werden ausschließlich auf Basis von Projektaufträgen (Angebotslegung, Auftragserteilung) mit genauer Leistungsbeschreibung abgewickelt. Es kann sich dabei um vollfinanzierte Auftragsprojekte und/oder gemeinschaftlich beantragte und durchgeführte F&E Förderprojekte auf nationaler und internationaler Ebene handeln.