Daniela Danner, DI (FH)
E-Mail- Jahrgang 2002
- Publikation: Diplomarbeit
- Eingereicht am: September 2006
- Verfassungssprache: Deutsch
- Betreuer/in: Ralf Herms
Medienland(wirt)schaft
Eine Gesellschaft im informationsüberschuss
Der persönliche Bezug zur Landwirtschaft sowie die eigene Feststellung, dass bei der Bevölkerung ein relativ hoher Wissensmangel in diesem Bereich vorherrscht, haben mich dazu bewogen, der Einstellung zur Landwirtschaft sowie deren öffentliche Darstellung auf den Grund zu gehen. Des Weiteren versuche ich in diesem Rahmen die Herkunft sowie Entstehung gewisser Vorurteile bezüglich der Landwirtschaft zu erforschen.
Die Qualität eines Lebensraums wird für den Menschen von dessen Naturbelassenheit sowie von dessen technologischen Fortschritt beeinflusst. Landwirtschaft und Information prägen somit den Qualitätsstandard eines Menschen. Doch obwohl beide gleich wichtig erscheinen und einander scheinbar bedingen, können sie sich auch gegenseitig hindern. Die stetige Zunahme von Information steht dem Bedeutungsrückgang des landwirtschaftlichen Sektors gegenüber. Diese Entwicklung verstärkt die Konzentration des menschlichen Bewusstseins auf das steigende Informationsangebot. Der Mensch als informationsverarbeitendes System sehnt sich zwar nach ständig neuer Information, kann aber aufgrund seiner begrenzten Aufnahmekapazität nicht alles wahrnehmen. Der Mensch schützt sich vor einer Informationsüberlastung und wendet unterbewusste Strategien zur Informationsbewältigung an. Er selektiert, bündelt, lernt und vergisst. Diese angelernten Methoden bewahren ihn vor einer psychischen Überanstrengung.
Gerade diese, dem Menschen meist unbekannte und automatisierte, Taktiken können das Phänomen einer Wissenslücke im Bereich Landwirtschaft erklären. Auch die Entwicklung der neuen Medien sowie der Werbung spielen bei der Informationsvermittlung eine wesentliche Rolle. All diese Aspekte, welche die Entwicklung von Information und Medien betreffen, ersticken ein eventuell vorhandenes Interesse im Bereich Landwirtschaft bereits in ihrem Keim. Diese Verfahren der menschlichen Informationsbewältigung sowie deren Konsequenzen werden in dieser Diplomarbeit behandelt. Außerdem versucht sie auf mögliche Fehler bei der Informationswahrnehmung aufmerksam zu machen. Über das Bewusstsein dieser Strategien ist der Mensch in der Lage Information kontrollierter zu verarbeiten. Das angeführte Beispiel Landwirtschaft offenbart diesbezüglich einige Mängel. Zudem soll mit dem Werkstück das Interesse an der Landwirtschaft neu geweckt und zusätzlich neues Wissen erlangt werden.