Effektives interkulturelles Lernen
Die interkulturelle Dimension der Bildung als Triebfeder persönlicher und gesellschaftlicher Weiterentwicklung gewinnt immer mehr an Bedeutung. In der Zukunft wird sie ausschlaggebend dafür sein, inwieweit wir dazu in der Lage sein werden, die Probleme von Morgen zu lösen. Viele europäische Unternehmen und Bildungseinrichtungen öffnen und bewerben ihre Programme international und integrieren Lehrende und Lernende aus verschiedenen Kulturen und Nationen.
Bisher haben aber nur wenige Institutionen erkannt, dass die Arbeit mit Personen aus anderen Kulturen nur den ersten Schritt in eine neue Ära der Internationalisierung von Training und Bildung darstellt. Genauso wie Werte, Einstellungen und Verhalten ist auch die Art und Weise, wie Information wahrgenommen, verarbeitet und präsentiert wird, von Kultur zu Kultur unterschiedlich. Meist werden nur Unzulänglichkeiten im Lehren und Lernen in multikultureller Umgebung, sowohl auf individueller, als auch auf institutioneller Basis beobachtet. Die Gründe dafür bleiben verborgen.
Effektives interkulturelles Lernen sollte die verschiedenen kulturabhängigen Zugänge zur Lernumgebung und zum Lernmaterial berücksichtigen und potentielle Synergien nutzen. Daher wurde durch ein internationales Konsortium unter Leitung der FH JOANNEUM das Projekt CCLVET ins Leben gerufen, dass sich zum Ziel gesetzt hat, tiefere Einsichten der kulturellen Unterschiede im Lehren und Lernen zu gewinnen und neue Wege einer effizienten Zusammenarbeit in einem heterogenen Umfeld zu schaffen.
Im Rahmen des Projekts werden elektronische Unterlagen erstellt, die demnächst kostenlos unter http://cclvet.fh-joanneum.at zu Verfügung stehen werden. Auf dieser Seite wird es auch bald möglich sein, sich für die kommende Konferenz “Cross Cultural Learning in Vocational Education and Training“ am 15. und 16. September 2010 in Sofia zu registrieren.