ÖKOTOPIA: Nachhaltiges Stadtleben der Zukunft
Die Vision einer nachhaltigen Entwicklung von Stadtteilen soll Wirklichkeit werden. Mit Ökotopia startete der Fachbereich „Leben, Bauen, Umwelt“ der FH JOANNEUM ein interdisziplinäres Forschungsprojekt, das energetische, räumliche und soziale Ressourcen für ein nachhaltiges Stadtleben der Zukunft untersucht.
- Status: In Arbeit.
- Dauer: 01.03.2009 - -
- Projektkoordination: FH-Prof. DDr. Bernhard Plé
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ProjektmitarbeiterInnen: Benetka Gerhard, Univ.-Prof. FH-Prof. Dr.
Bravc Eva, M.A.Loidl, Rainer, FH-Prof. Dr.Posch, Klaus, FH-Prof. Dr.Plé Bernhard, apl. Prof. FH -Prof. DDr.Fleiß Jürgen, M.A.Sagl Marie-Therese, Mag.a (FH)Hödl Josef, Ing.. -
Projektstudierende:
Steiner Christoph, Studierender
Zotter Victoria, Studierende
In den nächsten Jahren werden die Studiengänge „Bauplanung und Bauwirtschaft“, „Baumanagement und Ingenieurbau“, „Architektur und Projektmanagement“ „Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement“ sowie „Soziale Arbeit“ an „Ökotopia“ arbeiten. Das Vorhaben dient in erster Linie dazu, systematisch Wissen für anwendungsorientierte Anschlussprojekte – gemeinsam mit Immobiliengesellschaften, Bauträgern und Städten – aufzubauen.
Das Gesamtbudget des Projekts, dessen Laufzeit sich über fünf Jahre erstrecken wird, beträgt knapp 1,4 Millionen Euro, wobei ca. 70 Prozent davon die österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Programm COIN finanziert. COIN wird im Auftrag des österreichischen Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie sowie des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend durchgeführt
Ganzheitliche Stadtentwicklung
Vier Forschungs- und Entwicklungsthemen haben sich die Projektpartner vorgenommen: Zum einen geht es um die Nachhaltigkeit von Wohngebieten. Die Raumnutzung, der Energiebedarf und soziale Aspekte sollen ganzheitlich bewertet werden. „Das Innovative daran ist“, so Projektleiter Bernhard Plé vom Studiengang „Soziale Arbeit“, „dass die Ressourcenschonung als Prozess verstanden wird, bei dem die Technik und ihre alltägliche Nutzung, Lebensstile und kulturelle Orientierungen zusammenwirken.“
Zweites Thema ist die Entwicklung marktwirtschaftlicher Wohnbaumodelle, die auf verschiedenen Ebenen zur Nachhaltigkeit beitragen: sozial im Sinne einer größeren Nutzungs- und Generationenvielfalt, demographisch ausgleichend zwischen Fluktuation und Beständigkeit sowie auf wirtschaftlicher und ökologischer Ebene durch optimierten Flächenverbrauch, Energieeffizienz und städtische Versorgungsnetze.
Das dritte Thema behandelt die Einflüsse auf die Wahl der Verkehrsmittel, wobei neben der Gestaltung von Verkehrsflächen, Verkehrsbauten und Verkehrsmittel auch Faktoren wie soziale und berufliche Erfordernisse sowie bestimmte Einstellungen, Deutungs- und Handlungsmuster berücksichtigt werden. Ziel ist die Erstellung eines Leitfadens zur optimalen Verkehrsflächengestaltung.
Die Bewusstseinsbildung mittels Symbolisierung von Ressourcenschonung ist Gegenstand des vierten Themas. Es wird untersucht, wie diese Bewusstseinsbildung erfolgt und gefördert werden kann. Untersucht werden dabei unter anderem die Wirkungsweise der erzählenden Kinder- und Jugendliteratur auf die nachfolgenden Generationen und die Reaktionen (positive und negative im Sinne einer Bewusstseinsbildung), die durch die architektonisch und technologisch spezifische Gestaltung energieeffizienter und ressourcenschonender Bauwerke hervorgerufen werden.
Ökotopia_Architektur und Bauwesen
Ökotopia_Energie, Verkehr, Umwelt