Mein Herz schlägt für Umwelt
Andrei Boboi engagiert sich für den Klimaschutz und studiert „Energie-, Mobilitäts- und Umweltmanagement“. Foto: FH JOANNEUM

Mein Herz schlägt für Umweltmanagement und den Klimaschutz

Linda Schwarz,

Ob vom Aussterben bedrohte Tiere, der Regenwald oder die schmelzenden Polkappen – wer von uns will nicht nur noch kurz die Welt retten? Insbesondere junge Menschen setzen sich stark für den Klimaschutz und unsere Umwelt ein. Einer von ihnen ist Andrei Boboi. Im Interview erzählt er, warum ihm die Natur so am Herzen liegt und wie er das Wissen aus dem Studium nutzen will, um unseren Planeten zu schützen.

Andrei studiert derzeit im 2. Semester „Energie-, Mobilitäts- und Umweltmanagement“ an der FH JOANNEUM in Kapfenberg. Seine Leidenschaft für nachhaltige Themen hat er durch die „Fridays For Future“-Bewegung entdeckt: „Durch Greta Thunberg kam die ganze Bewegung ins Rollen und ich war auch selbst bei einer Demo dabei. Unsere Meere werden immer dreckiger, der Regenwald wird zerstört und Tiere sterben aus – das will ich so nicht hinnehmen. Deshalb setze ich mich dafür ein und will es besser machen. Ein jeder von uns kann einen Beitrag leisten, damit wir eine bessere Zukunft für alle Lebewesen auf dem Planeten schaffen“, sagt er. Im Studium werden die drei Themen Energie, Mobilität und Umwelt gebündelt und Andrei schätz diese einzigartige Verknüpfung sehr.

Ein Studium am Puls der Zeit

Wer die Welt ein Stückchen besser machen will, muss auch lernen, welche Faktoren unserer Umwelt schaden. Insbesondere für Verkehr und Industrie braucht es neue, innovative Lösungsansätze: Die Studierenden lernen alles rund um Mobilitätssysteme, Energieträger und erneuerbare Energien. Gleichzeitig erhalten sie Einblick ins Business Management und werden zu professionellen Arbeitskräften ausgebildet. Immer wieder referieren Expertinnen und Experten aus der Praxis und die Studierenden werden angeregt, an Projekten und Start-up-Ideen zu arbeiten.
Zudem gibt es auch Praxiseinheiten im Chemielabor: „Auch wenn ich mir in den technischen Fächern schwerer tue, bringen uns die Lehrenden die Inhalte auf eine lässige und nachvollziehbare Art und Weise bei, sodass ich mir das leichter merken kann“, sagt Andrei. Neben dem Praxisbezug schätzt Andrei vor allem auch die Struktur an der FH JOANNEUM: „Ich brauche einen geregelten Ablauf und den Zusammenhalt mit meinen Studienkolleginnen und -kollegen. Wir tauschen uns aus, helfen uns beim Lernen und stärken uns gegenseitig“, sagt er.

Auch trotz Online-Lehre hat Andrei einen guten Draht zu seinen Mitstudierenden.
Foto: FH JOANNEUM
Auch trotz Online-Lehre hat Andrei einen guten Draht zu seinen Mitstudierenden.

Die Studierenden erhalten im Studium das Wissen und alle Tools, um später in einer Führungsposition tätig zu sein. Einige machen sich selbstständig und wieder andere leiten ein Unternehmen. Das Studium bildet den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere, denn die Jobaussichten sind gut: „Ob Umweltberatung, Nachhaltigkeitsmanagement, Umweltanalytik, E-Mobilität, Logistik, Projektmanagement für Solar- und Windenergie oder Verkehrsplanung – die Möglichkeiten sind beinahe unbegrenzt. Insgesamt gibt es rund 810 Jobs im Energiebereich, 629 Jobs in der Mobilität und 387 Jobs im Umweltbereich“, sagt Andrei. Die Nachfrage nach innovativen Köpfen ist groß und den Absolventinnen und Absolventen stehen alle Türen offen.

Einer muss anfangen, damit etwas weitergeht

Welchen Weg Andrei wählt, weiß er derzeit noch nicht genau, da er erst im ersten Studienjahr ist. Fest steht aber, dass er das Richtige gefunden hat, denn seit klein auf brennt er vor allem für eines: die Tiere! „Es bricht mir das Herz, wenn ich sehe wie der Regenwald gerodet wird und die Orang-Utans versuchen gegen die Bagger anzukämpfen. Tiere können nicht für sich selbst einstehen, deshalb will ich das für sie tun. Ich brenne nicht nur für die Umwelt und für die Tiere, sondern auch für die Menschheit – schließlich sind wir alle Lebewesen auf diesem Planeten“, sagt er. Diese Botschaft will Andrei verbreiten: Mit seiner herzlichen und charismatischen Art versucht er andere anzustecken und sie zum Umdenken zu bewegen. „Manche sagen ‚Wenn einer allein das macht, bringt das nichts“. Das stimmt aber nicht, denn der Punkt ist: Einer muss anfangen, damit etwas weitergeht. Ich bin gerne diese eine Person“, sagt Andrei.

Sein Lieblingstier ist übrigens der Kolibri: „Er ist kunterbunt und freiheitsliebend – genauso wie ich“, sagt er. Andrei ist sehr weltoffen und möchte Menschen aus allen Ecken der Welt kennenlernen. Auch das Studium hilft ihm dabei sein Netzwerk aufzubauen. „Wir arbeiten interdisziplinär mit anderen Studiengängen aus der IT- und Wirtschaftsbranche am Standort Kapfenberg zusammen. Gleichzeitig gibt es vor allem im englischsprachigen Masterstudium auch viele internationale Studierende“, erzählt er. Zudem bekommen die Studierenden auch Sommer- oder Berufspraktika vermittelt und können somit direkt in die Arbeitswelt schnuppern.

Andrei ist sehr naturverbunden und liebt die Tierwelt.
Foto: FH JOANNEUM
Andrei ist sehr naturverbunden und liebt die Tierwelt.

Die Zukunft selbst in die Hand nehmen

Bevor Andrei allerdings zu arbeiten beginnt, will er sein Bachelorstudium im Kapfenberg abschließen. Er interessiert sich auch für den Master „Energy and Transport Management“. „Ich finde es ziemlich cool, dass der Master auf Englisch ist. Es ist wichtig, das Fachwissen und das Fachvokabular zu beherrschen, gerade weil Themen rund um Energie, Mobilität und Umwelt auch weltweit von Interesse sind“, sagt er. Zudem kann man sich auch etwas von anderen Ländern abschauen. Die Niederlande und Dänemark haben beispielsweise sehr gut ausgetüftelte Fahrradwege. Auch Graz könnte dieses Wissen für sich nutzen. Studierende aus den höheren Semestern, darunter auch der Bruder von Andrei, haben im vergangenen Jahr ein Konzept für neue Fahrradwege für die Stadt Graz ausgearbeitet. „Wir Jungen haben viele kreativen Ideen und denken out-of-the-box, damit können wir neue Denkanstöße geben“, sagt er.

Nach dem Studienabschluss möchte Andrei aber wieder zu seiner Leidenschaft für die Tiere zurückehren. Am liebsten würde er für Greenpeace, WWF oder Vier Pfoten arbeiten und die Artenvielfalt auf der Welt schützen. Er weiß allerdings auch, dass er diesen Job nicht ewig machen kann und baut sich deshalb bereits jetzt ein zweites Standbein auf: „Vielleicht plane ich irgendwann die Mobilität in Kapfenberg oder Graz neu, beschäftige mich mit erneuerbaren Energien und bringe das an die Leute – wir werden sehen“, sagt er. Fest steht: Andrei nimmt seine Zukunft selbst in die Hand und will sie für uns alle verbessern. Mit dieser positiven Einstellung kann es nur besser werden.

Wir wünschen Andrei alles Gute für seine Zukunft und freuen uns, ihn auf seinem Weg begleiten zu dürfen!

Tipp:

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