Eiken Nurcelli studiert Content Strategy als internationale Studierende
Eiken Nurcelli studiert Content Strategy als internationale Studierende. Foto: FH JOANNEUM

Mein Herz schlägt für Webcontent und Online-Medien

Linda Schwarz,

Durch das Web sind wir weltweit vernetzt und alle Türen stehen uns offen. Auch wir öffnen unsere Tore für Bewerberinnen und Bewerber aus aller Welt. Insbesondere die internationalen und englischen Studiengänge bieten Studierenden, die aus einem nicht deutschsprachigen Land kommen, die Möglichkeit, sich weiterzubilden. Eiken Nurcelli ist eine von ihnen und erzählt uns von ihrem Weg von Albanien an die FH JOANNEUM.

Bereits 2019 bewarb sich Eiken Nurcelli für das Masterstudium „Content Strategy“ an der FH JOANNEUM, leider hat es damals nicht geklappt. Aufgeben kam für sie aber nie in Frage: Also bewarb sie sich 2020 wieder sie wurde aufgenommen. Mittlerweile studiert sie bereits im zweiten Semester, ihr Weg bis hierher war allerdings ein wenig holprig.

Der Weg an die FH JOANEUM

Eiken stammt aus Tirana (Albanien) und studierte dort Computer Sciences. Sie wusste allerdings schon immer, dass sie etwas Kreatives wie Webdesign und Contentmanagement mehr interessiert. Durch eine Freundin wurde sie auf die FH JOANNEUM aufmerksam und sah sich das Studienangebot an. Die Auswahl an englischsprachigen Studiengängen an der FH JOANNEUM wächst stetig, derzeit sind es sieben. Schnell wurde sie auf den Masterstudiengang „Content Strategy“ aufmerksam: Dieser vereinte nicht nur ihre Leidenschaft für Online- und Webinhalte, sondern ist auch die erste akademische Ausbildung in Europa, die Studierende zu erstklassige Content-Strateginnen und Content-Strategen ausbildet. Zudem ist der Studiengang berufsbegleitend organisiert, sodass man Job und Studium direkt miteinander vereinbaren kann.

Aber zurück auf Anfang: Nachdem Eiken ihr Traumstudium gefunden hatte, begann die lange und mühsame bürokratische Odyssee. „Da ich aus einem Nicht-EU-Land komme, musste ich alle meine Unterlagen und Zertifikate beglaubigen lassen. Das hat mehr als einen Monat gedauert. Zudem musste ich nachweisen, dass ich das B2-Level in Englisch besitze und legte dafür die IELS-Prüfung ab. Im September 2019 bin ich nach Graz gezogen, aber da ich kein Visum hatte, durfte ich nicht länger als drei Monate bleiben – es war also ein Kommen und Gehen zwischen Tirana und Graz. Im Mai 2020 erhielt ich dann endlich mein Visum und lebe seitdem in Graz“, erzählt sie.

Internationales Netzwerk

Alles war neu, die Menschen, die Sprache und die Kultur. Eiken musste sich erst an Österreich gewöhnen. Um ihr eine kleine Starthilfe zu geben, bietet die Abteilung Internationale Beziehungen and der FH JOANNEUM verschiedenste Veranstaltungen und Kurse an. Das Angebot richtet sich in erster Linie an internationale Studierende: „Wir waren etwa 30 Personen aus aller Welt, darunter, Spanien, Indien, Kanada und den USA und hatten die Möglichkeit die Hochschule und das Land gemeinsam kennenzulernen. Niemand von uns konnte Deutsch, weshalb wir zuerst drei Wochen lang einen Deutsch-Crash-Kurs hatten“, erzählt sie. Um den Zusammenhalt und die Internationalisierung zu fördern, wurden auch Exkursionen, Meet & Greets sowie verschiedenste interkulturelle Abende unternommen und abgehalten.

Apropos Internationalisierung: Auch das „Content Strategy“-Studium ist stark international ausgerichtet: Ob Deutschland, Niederlande, England, Italien oder Syrien – Studierende aus allen Ecken der Welt finden ihren Weg nach Graz. „Ich liebe unsere Gruppe und den Zusammenhalt. Wir arbeiten gemeinsam an Projekten und helfen einander“, sagt Eiken. Auch die Lehrenden sind auf der ganzen Welt verstreut, sie setzen sich aus Expertinnen und Experten vor allem aus den USA und Großbritannien sowie lokalen Vordenkerinnen und Vordenkern zusammen. Was aber versteht man unter Content Strategy eigentlich?

Eiken bildet sich gerade zur Content Strategin aus.
Foto: FH JOANNEUM
Eiken bildet sich gerade zur Content Strategin aus.

Content ist Queen

Der Name des Masterstudiums verrät bereits, um was es sich grob handelt: Konkret geht es um die methodische und strategische Planung und Entwicklung von Web- und Onlineinhalten. Dabei werden Themen wie Content Analyse, Content Management, UX Design, Storytelling, Social Media und Marketing behandelt. „Ich bin eigentlich eine Programmiererin und hatte wenig mit Texten und anderen Content zu tun. Dennoch wusste ich immer, dass ich kreativ arbeiten will und da ich bereits Erfahrungen im Webdesign und Marketing hatte, passt das Studium perfekt“, sagt Eiken.

Sie ist seit über fünf Jahren als Freelancerin tätig und arbeitet gerade am Launch ihrer eignen kleinen Social-Media-Agentur. Deshalb war es ihr auch wichtig, dass sie Job und Studium miteinander vereinbaren kann. „Oft ist es stressig, wenn ich bis spät abends an Projekten arbeite, aber ich weiß, dass es das wert ist. Dieses Semester sind mir vor allem die Content Audits im Gedächtnis geblieben, die haben mich einige schlaflose Nächte gekostet“, sagt sie. Eiken ist sich sicher, dass harte Arbeit belohnt werden wird. Vor Kurzem hat sie einen neuen Job als Social-Media-Strategin angefangen. „Das Wissen aus dem Studium ist dabei sehr hilfreich, da die Beispiele meistens aus der Praxis sind und, da das jetzt mein erster richtiger Job in Österreich ist, bin ich froh darüber das Erlernte direkt umsetzen zu können“, sagt sie.

Zur Ablenkung malt oder puzzelt Eiken gerne.
Foto: FH JOANNEUM
Zur Ablenkung malt oder puzzelt Eiken gerne.

Auch privat dreht sich bei Eiken alles um den richtigen Content: Auf Instagram hat sie über 10.000 Follower und wurde beinahe über Nacht zur Influencerin. „Als die Pandemie ausbrach, war mir und einer Freundin langweilig. Wir fingen an, Fotos mit verschiedenen Outfits hier in Graz zu machen. Mein Instagram-Account wuchs jeden Tag und ich habe das ehrlich gesagt gar nicht erwartet. Ich sehe mich selbst nicht als Influencerin oder Bloggerin, verstehe aber wie Social-Media- und Marketing-Strategien funktionieren und setze dieses Wissen natürlich ein“, sagt sie. Wenn ihr der ganze Content aus dem Studium, Job und Privatleben zu viel wird, weiß sich Eiken auch zu helfen. „Ich gehe gern ins Fitnessstudio aber am besten entspannen kann ich mich beim Puzzeln. Ich genieße es, weil ich mich dabei ruhig fühle, an nichts denke und mich nur darauf konzentriere kann“, erzählt sie.

Ein Blick in die Zukunft

Eiken will auf jeden Fall in Österreich bleiben und hofft, dass sie entweder langfristig einen tollen Job findet und / oder sie mit ihrem eigenen Unternehmen durchstarten kann. Die FH JOANNEUM hat ihr dafür ihr Wissensfundament gegeben: „Ich werden die FH JOANNEUM immer als einen Ort in Erinnerung behalten, an dem ich privat und persönlich wachsen und zur Expertin für Content Strategy werden konnte“.

Tipp:

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