Sieben Studiengänge, knapp 300 Studierende, eine Lehrveranstaltung. 1
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Sieben Studiengänge, knapp 300 Studierende, eine Lehrveranstaltung.

Claudia Graf,

Am 24. Februar 2020 ging an der FH JOANNEUM Graz eine interdisziplinäre Lehrveranstaltung mit sechs Gesundheitsstudiengängen und dem Studiengang „Soziale Arbeit“ über die Bühne.

Für Gesundheitsberufe und Soziale Arbeit stehen Klientinnen und Klienten beziehungsweise Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt. Beratung, Diagnostik und Therapie gelingen dann am besten, wenn die beteiligten Berufsgruppen zusammenarbeiten. Interdisziplinarität ist das Schlagwort. Unter diesem Motto luden sechs Gesundheitsstudiengänge sowie der Studiengang „Soziale Arbeit“ zur interdisziplinären Lehrveranstaltung ins Audimax der FH JOANNEUM in Graz ein.

Über den Tellerrand blicken, neue Sichtweisen kennenlernen

Sich auszutauschen und gemeinsam zu diskutieren, von den anderen zu lernen – das waren die Arbeitsaufträge an die knapp 300 teilnehmenden Studierenden der Studiengänge „Soziale Arbeit“, „Physiotherapie“, „Radiologietechnologie“, „Hebammenwesen“, „Logopädie“, „Biomedizinische Analytik“ sowie „Gesundheits- und Krankenpflege“. Einen ersten Einblick in die einzelnen Berufsgruppen gaben die Studiengangsleiterinnen und -leiter: in sieben Pitches zu je zwei Minuten stellten sie ihre Berufsgruppe dem Publikum vor. Im Anschluss widmeten sich unsere Studierenden verschiedenen Szenarien, von Eisenmangel in der Schwangerschaft über den Schlaganfall bis hin zu Trisomie 21.

Studierende im fachlichen Austausch

Studierende aller Berufsgruppen trugen ihr Wissen und ihre Sichtweise in Kleingruppen zusammen, um eine umfassende Betreuung der (fiktiven) Klientinnen und Klienten beziehungsweise Patientinnen und Patienten zu skizzieren und die Aufgabengebiete der anderen Berufe kennenzulernen. An den „Knowlegde Points“ aller Berufsgruppen konnten die Studierenden Fragen zu ihren Szenarien stellen, aber auch Tätigkeiten ausprobieren. So konnten sie einen Hüftultraschall bei einem Baby (natürlich haben wir dafür eine Puppe verwendet) durchführen oder sich anschauen, wie rote Blutkörperchen unter dem Mikroskop aussehen.

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Erlebnisausstellung „Psyche erleben“

Flankiert wurde die Veranstaltung von einer interessanten Erlebnisausstellung von pro mente. In „Psyche erleben“ wurden die Krankheitsbilder der Depression und Schizophrenie für die Besucherinnen und Besucher eindrucksvoll erlebbar gemacht.

Dank des Engagements der Studiengangsleiterinnen und Studiengangsleiter, der Lehrenden sowie aller teilnehmenden Studierenden, wurde die interdisziplinäre Lehrveranstaltung zum Erfolg. Die am Ende der Veranstaltung durchgeführte Onlineumfrage gibt uns recht: Es war eine Lehrveranstaltung, die nach einer Wiederholung verlangt.

Die Erlebnisausstellung von pro mente Steiermark. © FH JOANNEUM