#studyonline: Einblick in ein Studium mit „Aha-Momenten“
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#studyonline: Einblick in ein Studium mit „Aha-Momenten“

Karin Kuchler,

Ohne Open House ist der Einblick ins Studium manchmal schwierig. Florian Dellekart, Studierender im vierten Semester des Bachelorstudiengangs „Energie-, Mobilitäts- und Umweltmanagement“, berichtet im Interview über seine Studienwahl und Erfahrungen in den vergangenen Semestern.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, „Energie-, Mobilitäts- und Umweltmanagement“ zu studieren? Wie sind Sie auf das Studium aufmerksam geworden?

Florian Dellekart: Ich war mir bereits sehr früh sicher, dass ich mich mit technischen Themen beschäftigen möchte. Daher absolvierte ich die HTL Eisenstadt im Fachbereich Flugtechnik. In der Ausbildung habe ich Einblicke in verschiedene Bereiche erhalten und da ich vom Bereich Luftfahrt nicht vollkommen überzeugt war, entstand auch die Entscheidung, etwas Neues kennenzulernen. Während meiner Recherchen bin ich auf die FH JOANNEUM und den Studiengang „Energie-, Mobilitäts- und Umweltmanagement“ gestoßen. Ich habe mich eigentlich nur aufgrund der Informationen auf der Website beworben. Beim Bewerbungsgespräch war ich das erste Mal am Institut und war nach dieser Erfahrung von meiner Studienwahl überzeugt.

Warum haben Sie sich für die FH JOANNEUM entschieden?

In meiner Endauswahl für das Studium befanden sich zwei Studiengänge an unterschiedlichen Hochschulen. Schlussendlich habe ich entschieden, dass ein gewisser Anteil an wirtschaftlichen Aspekten für mich sehr wichtig ist. Mit dem Ansatz eines Wirtschaftsingenieurstudiums, welches sich aus zirka wei Drittel technischen und einem Drittel wirtschaftlichen Fächern zusammensetzt, erfüllt mein Studiengang diese Anforderungen perfekt. Außerdem ist das Angebot an Lehrveranstaltungen für die Zukunft aktueller als je zuvor. Diese Aktualität war und ist mir sehr wichtig.

Was macht Ihnen am Studium am meisten Spaß? Welche Lehrinhalte interessieren Sie besonders?

Der Energiesektor fasziniert mich persönlich am meisten, vor allem im Hinblick auf den Ausbau der erneuerbaren Energien. Es wird viel über die Energiewende diskutiert und dabei ist es sehr hilfreich über eine gute Basis an Fachwissen zu verfügen. Die Herausforderungen vor denen wir in Zusammenhang mit Klimawandel und Energiewende stehen, sind nicht einfach. Jedoch sind sie nicht unmöglich zu bewältigen. Es motiviert wahnsinnig sich vom Tatendrang von anderen Studierenden und Dozentinnen und Dozenten mitreißen zu lassen. Man erhält während des Studiums durchgehend „Aha-Momenten“ zu diesen Themen und kann sich ein gutes Bild über die aktuelle Lage und Handlungsmöglichkeiten machen.
Besonders spannend sind für mich die Vorlesungen „Erneuerbare Energietechnologien“, „Thermische Energietechnik“ oder „Energiewirtschaft“. Die ersten Lehrveranstaltungen vermitteln eine gute Grundlage über die Erzeugung von Energie. Letztere baut die Brücke zum wirtschaftlichen Bereich und vermittelt Wissen über die Verteilung der produzierten Energie am Markt. Die Lehrveranstaltungen ergänzen sich hier optimal und gerade das macht es so interessant.

Hatten Sie durch ihr technisches Vorwissen aus der HTL anfangs einen Vorteil? Wenn ja, in welchen Bereichen?

Im technischen Bereich ist mein Vorwissen auf jeden Fall sehr hilfreich. In fünf Jahren HTL hat man Zeit, seine eigene Herangehensweise an technische Berechnungen und ähnliche Probleme zu entwickeln. Damit beginnen die Kolleginnen und Kollegen aus anderen Schulen erst am Anfang des Studiums. Nichtsdestotrotz verfügen andere Studierende über Vorwissen in wirtschaftlichen Fächern und können hier leichter dem Lernstoff folgen. Dadurch können wir uns sehr gut gegenseitig unterstützen. Persönlich kann ich jedem empfehlen die Zeit, welche man durch Vorwissen zu Beginn womöglich weniger aufwenden muss, trotzdem sinnvoll zu Nutzen. Es bieten sich hier einzigartige Möglichkeiten, um seine Kenntnisse zu vertiefen und nicht nur zu können, sondern auch zu verstehen.

Welche Tipps können Sie HTL-Absolventinnen und HT-Absolventen mit Interesse an Ihrem Studium, geben?

Meiner Meinung nach sollte man sich als technikaffine Maturantin oder Maturant nicht von den wirtschaftlichen Inhalten abschrecken lassen. Es wird während des Studiums die Möglichkeit geboten sich, trotz des breiten Themengebiets, auf seine Interessen zu konzentrieren. Die Inhalte zu Wirtschaft und Management stellen hier eine willkommene Abwechslung dar und verhindern eine Blindheit für die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Bereichen. Wie zuvor schon erwähnt, sollte man die einführenden Lehrveranstaltungen zu Studienbeginn nutzen, um Vorwissen zu vertiefen. Ich habe mir während der ersten Semester zum Beispiel die Grundlagen einer Programmiersprache angeeignet. Dies stellte sich früher als gedacht als sehr nützlich für Studium und Bachelorarbeit heraus.

Welche Pläne haben Sie nach dem Bachelorstudium? Wie sieht Ihre berufliche Zukunft aus?

Naheliegend wäre das anknüpfende Masterstudium „Energy and Transport Management“. Ich kenne viele der Masterstudierenden sehr gut und habe bisher nur positives Feedback zum Masterstudium gehört. Mit der Unterrichtssprache Englisch im Master hätte ich kein Problem. Im Studentenwohnheim und am Campus wird aufgrund der vielen Austauschstudierenden ohnehin sehr viel Englisch gesprochen. Weil das Masterstudium berufsermöglichend aufgebaut ist, hätte ich auch die Möglichkeit bereits ins Berufsleben einzusteigen. Für diese Pläne habe ich aber noch etwas Zeit und will mich noch nicht festlegen.

Wie beurteilen Sie den Kontakt zu Unternehmen, in denen Sie später arbeiten oder ein Praktikum absolvieren können?

Viele unserer Vortragenden kommen direkt aus Unternehmen. Daher bekommen Studierende einen sehr guten Überblick, welche Jobchancen es am Markt gibt. Direkt im Haus gibt es jährlich Karrieremessen mit tollen Unternehmen und Aushänge mit Jobangeboten. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man sich nicht scheuen sollte online Jobbörsen und andere Plattformen zu durchforsten und interessante Unternehmen einfach mit einer spontanen Bewerbung anzuschreiben. Auch wenn man Stellenausschreibungen für Positionen mit einigen Jahren Berufserfahrung findet, laden die Unternehmen meist gerne zu einem Gespräch für ein Praktikum ein. Wenn man im Interview selbstbewusst auftritt und dem Unternehmen ehrlich sagt, was man kann, beziehungsweise noch lernen möchte, steht einer erfolgreichen Bachelorarbeit oder einem Praktikum sicher nichts im Wege.

Tipp:

Sie können sich noch bis 8. Juni 2020 für das Bachelorstudium „Energie-, Mobilitäts- und Umweltmanagement“ bewerben. Hier geht's zum Bewerbungsportal.