Unsere Herausforderungen auf der Internetwelle 6
Wir hatten bereits vor 14 Jahren die Herausforderungen, die manche erst im Corona-Jahr 2020 begegneten. (c) Canva

Unsere Herausforderungen auf der Internetwelle

Johannes Feiner & Manfred Pamsl,

20 Jahre IT-Kapfenberg ein Rückblick auf die vergangenen Jahre und die damit verbundenen Veränderungen und Herausforderungen an der FH JOANNEUM in Kapfenberg. Manfred Pamsl und Johannes Feiner sind seit der Geburtsstunde der IT-Studiengänge am Institut und erzählen in ihrem Beitrag mehr darüber.

Im letzten Beitrag „Unser Erfolg auf der Internetwelle“ erzählten Johannes Feiner und Manfred Pamsl über die Anfänge des Insitutes Internet-Technologien & -Anwendungen. Heute erfahren wir mehr über die Herausforderungen in der Online-Lehre seit 2006 sowie über die Veränderungen am Studiengang selbst.

Wir hatten schon vor 14 Jahren dieselben Herausforderungen wie im Corona-Jahr 2020

Wir haben früh gelernt, die Technik vor der Online-Lehre doppelt und dreifach zu überprüfen, um Vorträge mit deaktivierten Mikrophonen und hängenden Bildübertragungen zu vermeiden. Lange monotone Monologe trugen wenig dazu bei, die Aufmerksamkeit der Studierenden zu gewinnen, Interaktionen und Diskussionen mit den Studendierenden haben sich schnell als wesentlich fruchtbarer erwiesen. Allerdings manchmal auch mit unerwarteten Antworten wie: „Ich kann jetzt leider nichts dazu sagen, ich muss mal schnell was vom Herd nehmen.“ Man lernt dabei auch solche Situationen mit Humor zu nehmen ...

Geändert hat sich aber nicht nur das organisatorische Umfeld...

... sondern auch, und eigentlich noch viel stärker, die Technik. Das Internet, das in den Anfängen nur für spezielle Einsatzgebiete nutzbringend war, ist größer, stärker und schneller geworden. Es beeinflusst inzwischen unser Leben auf vielen Ebenen, beruflich und privat. Die mühsame Recherche in den Bibliotheken wird durch schnelles „Googeln“ ersetzt, mit den zu Smartphones mutierten Mobiltelefonen haben wir unsere Terminkalender, Notizen, Emails, eigentlich den Zugang zum ganzen Internet, immer in unserer Tasche. Aber natürlich hat sich nicht unbedingt alles zum Guten gewendet, so ersetzen soziale Medien leider auch oft die persönlichen Kontakte, und die permanente Erreichbarkeit erschwert die notwendigen Auszeiten, die jeder Mensch von Zeit zu Zeit braucht. Aber wie man auch immer dazu steht, wir mussten unsere Lehrinhalten an die aktuellen und kommenden Technologien anpassen. Statt C und Perl unterrichten wir jetzt Kotlin und Python, statt Access Datenbanken lehren wir Cloud-Computing. Privacy und Security war vor 20 Jahren auch noch kein Thema, heute beschäftigt sich bei uns ein eigenes Masterstudium damit.

Der Zusammenhalt blieb immer gleich stark

Was sich aber über die Jahre nicht geändert hat ist die familiäre Beziehung zu unseren Studierenden. Trotz Fernlehre, sich ändernden Technologien und Studienrichtungen versuchen wir den engen Kontakt mit Studierenden sowie Absolventinnen und Absolventen aufrecht zu erhalten. Wir freuen uns, wenn Absolventinnen und Absolventen mit dem Wissen aus ihrer beruflichen Praxis zu uns zurückkommen und ihr aktuelles Know-how an unsere Studierenden weitergeben. So hat es beispielsweise Nicolas Friedland-Meriaux nach seinem Studium in die Schweiz als Storage Spezialist bei einer großen Bank verschlagen, aber er kehrt trotzdem Jahr für Jahr für einen Gastvortrag am Studiengang „Internettechnik“ zurück. Warum? Weil er zu seiner Zeit im Studium zu wenig über Storage Technologien gehört hat und weil er sein Wissen und seine Begeisterung an die aktuellen Studierenden weiter geben möchte. Wir sind ihm dankbar dafür, freuen uns ihn zu treffen und profitieren auch selbst als Lerhende von seinen Erfahrungen.

Tipp:

Die nächste Bewerbungsfrist für unsere Informatikstudiengänge endet am 21. März 2022.

Auf der Institutsseite Internet-Technologien & -Anwendungen erfahren Sie mehr über unser gesamtes Studienangebot.