{"id":10000770,"date":"2020-03-26T14:21:42","date_gmt":"2020-03-26T14:21:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/energie-mobilitaets-und-umweltmanagement\/bachelor\/?page_id=770"},"modified":"2020-03-26T15:21:55","modified_gmt":"2020-03-26T15:21:55","slug":"juergen-sorger","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/energie-mobilitaets-und-umweltmanagement\/bachelor\/nach-dem-studium\/absolventinnen-absolventen\/juergen-sorger\/","title":{"rendered":"J\u00fcrgen Sorger, BSc MSc"},"content":{"rendered":"<div id=\"\" class=\"wp-block-text-content margin-bottom-normal\">\n    <div class=\"container-lg\">\n        <div class=\"row\">\n            <div class=\"col\">\n                <h4>Eckdaten<\/h4>\n<p><strong>Jobbezeichnung:<\/strong> Verkehrsplaner und Doktorand <\/p>\n<p><strong>Unternehmen:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.verkehrplus.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Verkehrplus<\/a><\/p>\n<p>Foto: Verkehrplus<\/p>\n\n            <\/div>\n        <\/div>\n            <\/div>\n<\/div>\n\n<div id=\"\" class=\"wp-block-text-content margin-bottom-none\">\n    <div class=\"container-lg\">\n        <div class=\"row\">\n            <div class=\"col\">\n                <div class=\"module-migration-headline\">\n<h4>Interview<\/h4>\n<\/div>\n\n            <\/div>\n        <\/div>\n            <\/div>\n<\/div>\n\n<div id=\"\" class=\"wp-block-text-content margin-bottom-normal\">\n    <div class=\"container-lg\">\n        <div class=\"row\">\n            <div class=\"col\">\n                <p><strong>Sie haben Energie, Mobilit&auml;t und Umweltmanagement studiert, in welchem Jahrgang waren Sie?<\/strong><\/p>\n<p>Ich war im Jahrgang 2012 des Bachelorstudiums &bdquo;Energie-, Mobilit&auml;t- und Umweltmanagement&ldquo; und im Jahrgang 2015 des &bdquo;Masterstudiums&ldquo; Energy and Transport Management.<\/p>\n<p><strong>Wie hat Ihnen das Studium an der FH JOANNEUM gefallen? Was hat Ihnen besonders gefallen?<\/strong><\/p>\n<p>Die Atmosph&auml;re war angenehm kollegial, sowohl zwischen den Studierenden aller Jahrg&auml;nge als auch mit den Lehrenden und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Institut. Die umstrittene fachliche Breite des Curriculums habe ich pers&ouml;nlich als positiv empfunden &ndash; beispielsweise hat sich w&auml;hrend des Studiums mein fachlicher Interessenschwerpunkt durch diese Breite ge&auml;ndert. Besonders gut gefallen haben mir offene Diskussionsrunden, die Einbindung externer Expertinnen und Experten in die Lehre sowie das Sportangebot des Vereins FH Sport. <\/p>\n<p><strong>Wie w&uuml;rden Sie das Studium in einem Satz beschreiben?<\/strong><\/p>\n<p>Das Studium zeichnet durch inhaltliche Vielfalt, Praxisn&auml;he und kollegialem Umgang aus.<\/p>\n<p><strong>War es von Anfang an klar, dass Sie etwas in diese Richtung studieren werden? Wof&uuml;r haben Sie sich als Jugendlicher interessiert?<\/strong><\/p>\n<p>Meine Vision als Jugendlicher war es, in einem Job zu arbeiten, bei dem ich wirklich etwas Positives zur Gesellschaft beitragen kann. Daher kristallisierte sich fr&uuml;h der Umwelt- oder Sozialbereich heraus. Nach der Schule interessierten mich die Themen erneuerbare Energien und Energieeffizienz, da sie einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz leisten. <\/p>\n<p>Ich startete erst sechs Jahre nach der Matura mit dem Studium &ndash; wobei mein inhaltlicher Fokus eben der Energiebereich war. Mein Interesse f&uuml;r Verkehrsplanung und Mobilit&auml;t beziehungsweise Mobilit&auml;tsforschung entwickelte sich dann ebenfalls im Zuge des Bachelorstudiums aus dem Umweltschutzgedanken heraus. <\/p>\n<p><strong>Wie hat Sie das Studium auf Ihren Beruf vorbereitet? Welche F&auml;higkeiten und welches Know-how k&ouml;nnen Sie aus dem Studium mitnehmen?<\/strong><\/p>\n<p>Vor allem die Lehrveranstaltung und Gruppen&uuml;bungen rund um Raumplanung sowie die Erfahrungsberichte externer Expertinnen und Experten weckten mein Interesse, die Zusammenh&auml;nge zwischen Raum und Verkehr, aber auch Entscheidungsprozesse verstehen zu wollen. Das Auslandssemester in den Niederlanden vertiefte mein Verst&auml;ndnis zum Thema Radfahren als Mobilit&auml;tswerkzeug im Alltag.<\/p>\n<p><strong>Worum geht es in Ihrem aktuellen Job? Was kann man sich genau darunter vorstellen?<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin Verkehrsplaner und Mobilit&auml;tsforscher.<\/p>\n<p>Als Verkehrsplaner unterst&uuml;tze ich Gebietsk&ouml;rperschaften wie Gemeinden oder aber auch Verkehrsunternehmen in der Entscheidung warum, wo, wann und f&uuml;r wen bestimmte Infrastrukturen oder Verkehrsdienstleistungen angeboten werden sollen. Ich pers&ouml;nlich arbeite haupts&auml;chlich im Team Multimodalit&auml;t und Radverkehr. Wir entwickeln Radverkehrsnetze zur F&ouml;rderung des Fahrrads als Alltagsverkehrsmittel, errechnen die optimale r&auml;umliche Lage f&uuml;r Bus- oder Bahnhaltestellen, die optimale Bedienungsh&auml;ufigkeit mit dem &ouml;ffentlichen Verkehr oder erarbeiten mit Raumplanerinnen und Raumplanern Vorgaben f&uuml;r die Erschlie&szlig;ung von Gebieten. Vor allem die Schnittstellen der einzelnen Verkehrsmittel im Sinne einer multimodalen Mobilit&auml;tsabwicklung ist ein wesentlicher Faktor.  <\/p>\n<p>Als Mobilit&auml;tsforscher besch&auml;ftige ich mich mit Verhaltensweisen von Menschen im Kontext der Mobilit&auml;t. Ich untersuche empirische Erhebungen oder historische Entwicklungen in Bezug auf Raum und Verkehr oder arbeite in Workshops mit unterschiedlichen Akteurinnen; Akteuren und Interessensvertretungen, um Herausforderungen und Stolpersteine f&uuml;r eine Transition der Mobilit&auml;t herauszufiltern. Idealerweise entwickle ich auch L&ouml;sungen oder zeige L&ouml;sungswege auf. Konkret arbeite ich an einer Dissertation zum Thema Radverkehr an der Schnittstelle der Disziplinen Verkehrsplanung und St&auml;dtebau zu Fragestellungen der Transition des &ouml;ffentlichen Raums in kleinen und mittelgro&szlig;en St&auml;dten und seine Wirkungen.<\/p>\n<p><strong>Wie schaut ein typischer Arbeitsalltag f&uuml;r Sie aus? An welchen Projekten arbeiten Sie zurzeit?<\/strong><\/p>\n<p>Ein typischer Arbeitsalltag besteht aus Planungsgespr&auml;chen im Team, E-Mails und Telefonaten mit Auftraggebern, Recherchen, inhaltlich-planerischen T&auml;tigkeiten, Verfassen von Projektberichten oder Vorbereitungen f&uuml;r Pr&auml;sentationen. Zurzeit arbeite ich an der Erstellung mehrerer Radverkehrskonzepte in der Steiermark, der Umsetzung von multimodalen Knoten f&uuml;r unterschiedliche Gemeinden, einem &Ouml;V-Konzept f&uuml;r einen Verkehrsverbund sowie einem Gesamtverkehrskonzept in einer Gemeinde in Salzburg. Zus&auml;tzlich arbeite ich laufend an meiner Dissertation. <\/p>\n<p><strong>Wie hat sich Ihre Karriere durch das Studium ver&auml;ndert?<\/strong><\/p>\n<p>Die Karriere als Verkehrsplaner wurde erst durch das Studium erm&ouml;glicht. Vor dem Studium habe ich im Sozialbereich und im Maschinen- und Anlagenbau gearbeitet. <\/p>\n<p><strong>Was gef&auml;llt Ihnen am besten an Ihrem Job? Was ist besonders interessant? Was sind die Herausforderungen in Ihrem Job?<\/strong><\/p>\n<p>Am besten gef&auml;llt mir an meinem Job, dass ich beobachten kann, wie wir es als Team schaffen, kleine Schritte in Richtung Mobilit&auml;tswende vorauszugehen und in den Gemeinden diese Transition auf den Boden zu bringen. Wenn multimodale Knoten oder Radwege und sogar Br&uuml;cken, die aus unserer Feder geplant, umgesetzt werden und die Menschen zum Denken anregen, dass es Alternativen zum eigenen Auto gibt, dann bewegt (!) das. <\/p>\n<p>Die Herausforderung liegt in der Natur der Individualit&auml;t des Menschen begraben. Nicht jeder Mensch sieht Bedarf darin, Verkehr und Mobilit&auml;t ver&auml;ndern zu m&uuml;ssen, um die Herausforderungen der Zukunft in puncto Lebensqualit&auml;t zu adressieren. Diese Menschen mitzunehmen ist die Herausforderung. <\/p>\n<p><strong>Welche F&auml;higkeiten braucht es in diesem Beruf? Was muss man k&ouml;nnen, um in Ihrem Berufsfeld arbeiten zu k&ouml;nnen?<\/strong><\/p>\n<p>Neben einer genauen, strukturierten und methodischen Arbeitsweise kommt es auch auf das eigene Management an. Wie viele Berufe ist es auch in der Verkehrsplanung so, dass man mit und f&uuml;r viele Menschen arbeitet. Abstimmungen, Prozesse und Zeitl&auml;ufe m&uuml;ssen im Auge behalten werden. Au&szlig;erdem ist es in beratenden Positionen sicherlich auch hilfreich, wenn man seiner Umgebung mit positiver Energie entgegentritt. All das funktioniert von selbst, wenn die gebotene Qualit&auml;t stimmt. Die Qualit&auml;t stimmt dann, wenn man selbst Interesse daran hat, dass das entwickelte Projekt auch f&uuml;r einen selbst einen Sinn hat. Und das geht wiederum nur, wenn man macht, wof&uuml;r man sich auch interessiert.<\/p>\n<p><strong>Welche Tipps w&uuml;rden Sie Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger mitgeben?<\/strong><\/p>\n<p>Zuallererst muss das Interesse da sein &ndash; wahres Interesse. Und dann empfehle, sich zu fragen: Passt der Job zu mir? Das bedeutet nicht, dass man herausfindet, ob der Job mir ein gutes Image verleiht oder Prestige bringt, oder ob man sich mit dem Job profilieren kann. So quasi nach dem Motto: Der Job passt gut zu mir, weil es was hermacht und weil ich mir den hart erarbeitet habe.<\/p>\n<p>Man sollte herausfinden, welche Anspr&uuml;che man selbst an einen Job hat &ndash; meistens weichen diese Anspr&uuml;che nicht stark von der eigenen Lebensphilosophie ab, denke ich. Vielleicht sp&uuml;rt man es eh schon ein bisschen beim Bewerbungsgespr&auml;ch. Geschlossene B&uuml;rot&uuml;ren, lange G&auml;nge und Fl&uuml;stertalk in der Gemeinschaftsk&uuml;che sind vielleicht f&uuml;r einen hibbeligen und kommunikativen Menschen nicht das Richtige &ndash; vielleicht.<\/p>\n<p><strong>Haben Sie noch Kontakt zu ihren Studienkolleginnen und Studienkollegen?<\/strong><\/p>\n<p>Ja. Ich wohne sogar noch mit einem Kollegen zusammen. Mit anderen treffe ich mich regelm&auml;&szlig;ig<\/p>\n<p><strong>Was w&uuml;nschen Sie sich f&uuml;r die Zukunft? Was m&ouml;chten Sie beruflich noch erreichen?<\/strong><\/p>\n<p>Ich w&uuml;nsche mir f&uuml;r die Zukunft mein Fahrrad, Vorstellungskraft und Mut. Dann l&auml;uft&rsquo;s. <\/p>\n<p><strong>Warum w&uuml;rden Sie einer jungen Maturantin oder einem Maturanten empfehlen, &bdquo;Energie-, Mobilit&auml;ts- und Umweltmanagement&ldquo; an der FH JOANNEUM zu studieren?<\/strong><\/p>\n<p>Aus meiner eigenen Erfahrung heraus, kann ich es empfehlen, wenn man sich ideell mit dem Curriculum beziehungsweise mit dem, was es im Endeffekt bezwecken soll, anfreunden kann. Der Rest ergibt und sch&auml;rft sich von selbst. <\/p>\n<p><em>Das Interview mit J&uuml;rgen Sorger f&uuml;hrte Karin Kuchler, Hochschullektorin am Institut Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement.<\/em><\/p>\n\n            <\/div>\n        <\/div>\n            <\/div>\n<\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>J\u00fcrgen Sorger gestaltet als Verkehrsplaner und Mobilit\u00e4tsforscher nachhaltige Lebenswelten und arbeitet auch an seiner Dissertation zum Thema Radverkehr. an der Schnittstelle von Verkehrsplanung und St\u00e4dtebau. Wie sein Arbeitsalltag aussieht erz\u00e4hlt er im Interview.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":10000771,"parent":10000153,"menu_order":14,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"template-absolvent.blade.php","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"acf":[],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/energie-mobilitaets-und-umweltmanagement\/bachelor\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/10000770"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/energie-mobilitaets-und-umweltmanagement\/bachelor\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/energie-mobilitaets-und-umweltmanagement\/bachelor\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/energie-mobilitaets-und-umweltmanagement\/bachelor\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/energie-mobilitaets-und-umweltmanagement\/bachelor\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10000770"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/energie-mobilitaets-und-umweltmanagement\/bachelor\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/10000770\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/energie-mobilitaets-und-umweltmanagement\/bachelor\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/10000153"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/energie-mobilitaets-und-umweltmanagement\/bachelor\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10000771"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/energie-mobilitaets-und-umweltmanagement\/bachelor\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10000770"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}