Ergotherapie

Ergotherapeutischer Prozess bei Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates

Integrierte Lehrveranstaltung, 4.00 ECTS

 

Lehrinhalte

Die Studierenden
• erlernen die Durchführung des ergotherapeutischen Prozesses (Befundung, Zieldefinition, Planung und Intervention) anhand ausgewählter Störungsbilder des Stütz- und Bewegungsapparates unter besonderer Berücksichtigung betätigungsrelevanter Komponenten in unterschiedlichen Therapiesettings.
• erlenen die Hauptprobleme sowie die Ressourcen der KlientInnen in Bezug auf deren Handlungsfähigkeit im Alltag in den Lebensbereichen Selbsterhaltung, Produktivität, Freizeit unter Berücksichtigung der Umweltfaktoren hinsichtlich der physischen, institutionellen, kulturellen und sozialen Gegebenheiten zu erfassen, zu analysieren, entsprechende Schlüsse daraus zu ziehen und gemeinsam mit den KlientInnen betätigungsorientierte Ziele zu formulieren.
• lernen dafür relevante Befunderhebungsinstrumente und –methoden kennen und können diese in den wesentlichen Grundzügen durchführen, auswerten und interpretieren.
• lernen für die Störungsbilder relevante Maßnahmen und Methoden, kennen, verstehen deren Wirkweise und können diese mit notwendigen Betätigungen aus dem Alltag der KlientInnen in Beziehung setzen und im ergotherapeutischen Prozess adäquat einsetzen.
• lernen bei Störungen des Stütz- und Bewegungsapparates zum Einsatz kommende funktionellen Spiele, Alltagsbetätigungen sowie Handwerkliche Tätigkeiten auf ihre entsprechende Einsatzmöglichkeit zu analysieren und entsprechend einzusetzen, sowie diesen Einsatz im Rahmen des Clinical Reasoningprozesses kritisch zu reflektieren.

Methode: Anhand von realen KlientInnenbeispielen erlernen die Studierenden die für das Fach relevante Befundaufnahme, Assessments, Zielformulierungen sowie Behandlungsmethoden deren Einsatz. Es wird der Gesamtprozess pro KlientInnenbeispiel sowohl aus ärztlicher als auch ergotherapeutischer Sicht beleuchtet. Dabei wird neben dem Geben von relevanten Informationen auf selbstgesteuerte Lernprozesse ebenso wertgelegt, wie das praktische Erproben. Der Unterricht hat verschränkt mit der LV – Klinische Orthopädie zu erfolgen.

Lernergebnisse der LV

Die Studierenden besitzen Kenntnisse über Schädigungen von Körperstrukturen und – funktionen den Stütz- und Bewegungsapparat betreffend und deren Auswirkungen auf die Struktur-, Funktions-, Aktivitäts- und Partizipationsebene. Die Studierenden sind in der Lage die medizinischen Grundlagen mit ergotherapeutischen Modellen und Theorien zu verbinden. Sie erlernen Grundlagen der selbstständigen Durchführung des ergotherapeutischen Prozesses im Handlungsfeld Orthopädie (einschließlich Traumatologie, Chirurgie und Rheumatologie), wobei spezielles Augenmerk auf einen betätigungsorientierten, klientenzentrierten, kontextbezogenen und evidenzbasierten Behandlungsansatz unter Berücksichtigung notwendiger vorbereitender Maßnahmen gelegt wird. Besonderes Augenmerk wird auf Clinical-Reasoning-Prozesse und der jeweiligen Umwelt gelegt.
Kognitive Ebene:
Die Studierenden
• verstehen die Ursache, Klinik, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation ausgewählter Störungsbilder des Stütz- und Bewegungsapparates und leiten sich dadurch ergebende Einschränkungen der Handlungsfähigkeit im Alltag bezogen auf Selbsterhaltung, Produktivität und Freizeit ihrer KlientInnen ab
• kennen die gängigen Befundinstrumente und deren Anwendungsmöglichkeiten im ergotherapeutischen Prozess.
• können die physischen, kognitiven, affektiven Komponenten der Handlungsfähigkeit sowie externe Faktoren des Performanzkontexts erfassen.
• verfügen über Wissen zu ergotherapeutischen Behandlungsansätzen und deren Verknüpfung mit dem Alltag und den Umwelten Ihrer KlientInnen.
• können den therapeutischen Prozess mit evidenzbasierten Argumenten untermauern.
• lernen Prozesse des Clinical Reasoning in der Ergotherapie kennen und sind in der Lage diese exemplarisch an Fallbeispielen anzuwenden und zu reflektieren.
• können ihr bereits erworbenes Wissen bezüglich des ergotherapeutischen Handeln im ergotherapeutischen Prozess mit den Anforderungen im Berufsfeld Orthopädie verknüpfen und auf diese übertragen.
Psychomotorische Ebene:
Die Studierenden
• können ergotherapeutische Prozessmodelle in der Arbeit mit fachspezifischen Fallbeispielen anwenden.
• können den ergotherapeutischen Prozess an ausgewählten Störungsbildern des Stütz- und Bewegungsapparates durchführen: dieser umfasst die Arbeitsschritte Problemidentifizierung, Planung, Umsetzung sowie Qualitätssicherung, Evaluation, Dokumentation und Reflexion.
• üben sich in der Beobachtung, Analyse und Instruktion von KlientInnen mit Störungsbildern des Stütz- und Bewegungsapparates.
• üben die evidenzbasierte Praxis anhand ausgewählter orthopädischer Fragestellungen.
• können die Informations-und Aufklärungsgespräche professionell führen und eine Vertrauensbasis zu KlientInnen aufbauen.
• können für die jeweiligen KlientInnen/Fallbeispiele notwendige Hilfsmittel, Gelenkschutzmaßnahmen und Adaptierungen auswählen und die KlientInnen im Umgang mit diesen beraten.
• entwickeln Trainings- und Lernstrategien für fachlich-praktische Fertigkeiten
Affektive Ebene:
Die Studierenden
• können ergotherapeutische Prozessmodelle in der Arbeit mit fachspezifischen Fallbeispielen anwenden.
• können den ergotherapeutischen Prozess an ausgewählten Störungsbildern des Stütz- und Bewegungsapparates durchführen: dieser umfasst die Arbeitsschritte Problemidentifizierung, Planung, Umsetzung sowie Qualitätssicherung, Evaluation, Dokumentation und Reflexion.
• üben sich in der Beobachtung, Analyse und Instruktion von KlientInnen mit Störungsbildern des Stütz- und Bewegungsapparates.
• üben die evidenzbasierte Praxis anhand ausgewählter orthopädischer Fragestellungen.
• können die Informations-und Aufklärungsgespräche professionell führen und eine Vertrauensbasis zu KlientInnen aufbauen.
• können für die jeweiligen KlientInnen/Fallbeispiele notwendige Hilfsmittel, Gelenkschutzmaßnahmen und Adaptierungen auswählen und die KlientInnen im Umgang mit diesen beraten.
• entwickeln Trainings- und Lernstrategien für fachlich-praktische Fertigkeiten.

Beitrag zu Kompetenzerwerb gemäß FH-MTD-AV Anlage 5, 8 und 9: FMK 1-11, FMK 14, SKS 3-5

Empfohlene oder verpflichtende Fachliteratur und andere Lernressourcen bzw. –instrumente


Fachbücher, Fachzeitschriften und einschlägige Primärliteratur werden zu Beginn der Lehrveranstaltung von den Lehrenden mitgeteilt bzw. sind im jeweiligen Syllabus enthalten.

Art der Vermittlung

ILV

Voraussetzungen und Begleitbedingungen

Module 1-11

Prüfungsmethode und Beurteilungskriterien

Modulprüfung mündlich oder schriftlich: