Ergotherapie

Ergotherapeutischer Prozess im Handlungsfeld Erwachsenenpsychiatrie

Integrierte Lehrveranstaltung, 3.00 ECTS

 

Lehrinhalte

Die Studierenden
• erlernen die Planung, Durchführung und Evaluation des ergotherapeutischen Prozesses anhand der wichtigsten Störungsbilder aus der Erwachsenenpsychiatrie in unterschiedlichen Therapiesettings und im interprofessionellen Team.
• lernen die Hauptprobleme sowie die Ressourcen der Klienten/Klientinnen in Bezug auf deren Handlungsfähigkeit im Alltag in den Lebensbereichen Selbsterhaltung, Produktivität, Freizeit sowie unter Berücksichtigung der Umweltfaktoren hinsichtlich der physischen, institutionellen, kulturellen und sozialen Gegebenheiten zu erfassen, zu analysieren, entsprechende Schlüsse daraus ziehen und gemeinsam mit den Klienten/Klientinnen betätigungsorientierte Ziele zu formulieren.
• Sie lernen die wichtigsten Befundinstrumente des Fachbereiches kennen und einzusetzen.
• erlernen evidenzbasierte Maßnahmen und Methoden bezogen auf ausgewählte Störungsbilder und Therapiesettings unter dem Blickwinkel der Betätigungs- und Ressourcenorientierung in Bezug auf die Lebensbereiche der Selbsterhaltung, Produktivität und Freizeit.
• lernen im Rahmen ihrer Rolle als TherapeutInnen gezielt Möglichkeiten der Selbst- und Fremdreflexion kennen.
• erlernen für den Fachbereich typische Maßnahmen, Alltagshandlungen und handwerkliche Techniken beispielhaft kennen, anleiten, wenden diese an und reflektieren deren Einsatzmöglichkeiten im Fachbereich.

Lernergebnisse der LV

Die Studierenden vertiefen ihre Kenntnisse über psychiatrische Störungsbilder und damit verbundene Veränderungen von Körperstrukturen und -funktionen und wissen deren Auswirkungen auf die Aktivitäts- und Partizipationsebene. Die Studierenden sind in der Lage die medizinischen Grundlagen mit ergotherapeutischen Modellen und Theorien zu verbinden. Sie erlernen Grundlagen der selbstständigen Durchführung des ergotherapeutischen Prozesses im Handlungsfeld Kinder- und Jugendpsychiatrie und der Erwachsenenpsychiatrie, wobei spezielles Augenmerk auf einen betätigungsorientierten und klientenzentrierten Behandlungsansatz unter Einbezug von Grundlagen des Clinical Reasoning Prozesses gelegt wird.
Kognitive Ebene:
Die Studierenden
• verstehen die Ursache, Klinik, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation ausgewählter Diagnosen aus dem medizinischen Fachbereich Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie.
• kennen die Pathophysiologie ausgewählter Diagnosen und deren Auswirkungen auf den Menschen
• können aus den medizinischen Grundlagen sich ergebende Einschränkungen der Handlungsfähigkeit im Alltag bezogen auf Selbsterhaltung, Produktivität und Freizeit ihrer KlientInnen ableiten.
• kennen die gängigen Befundinstrumente und deren Anwendungsmöglichkeiten im ergotherapeutischen Prozess.
• Können die physischen, kognitiven, affektiven Komponenten sowie externe Faktoren des Performanzkontextes der Handlungsfähigkeit erfassen
• verfügen über Wissen zu ergotherapeutischen Behandlungsansätzen und deren Verknüpfung mit dem Alltag ihrer KlientInnen und deren Angehörigen
• lernen Prozesse des Clinical Reasoning in der Ergotherapie kennen und sind in der Lage diese exemplarisch an Fallbeispielen anzuwenden und zu reflektieren.
• können ihr bereits erworbenes Wissen bezüglich des ergotherapeutischen Handelns im ergotherapeutischen Prozess mit den Anforderungen im Berufsfeld Psychiatrie verknüpfen und auf diese übertragen.
Psychomotorische Ebene:
Die Studierenden:
• können ergotherapeutische Prozessmodelle anhand fachspezifischer Fallbeispiele anwenden.
• können den ergotherapeutischen Prozess an ausgewählten Störungsbildern bei psychiatrischen KlientInnen durchführen: dies umfasst die Arbeitsschritte Problemidentifizierung, Planung, Umsetzung sowie Qualitätssicherung, Evaluation, Dokumentation und Reflexion.
• sind vertraut mit der Beobachtung, Analyse und Instruktion von psychiatrischen KlientInnen.
• wenden die evidenzbasierte Praxis anhand ausgewählter psychiatrischer Fragestellungen an.
• können die Informations- und Aufklärungsgespräche professionell führen und eine Vertrauensbasis zu KlientInnen aufbauen.
• können für die jeweiligen KlientInnen/Fallbeispiele notwendige Hilfsmittel und Adaptierungen auswählen und die KlientInnen im Umgang mit diesen beraten und schulen.
• entwickeln Trainings- und Lernstrategien für fachlich-praktische Fertigkeiten.
Affektive Ebene:
Die Studierenden:
• erleben sich kommunikativ in unterschiedlichen Rollen als „Übende“, „Lernende“, „ProbandInnen“ und „Lehrende“.
• erfahren Grenzsituationen des eigenen Erlebens und Wahrnehmens in Therapiesituationen und sind in der Lage diese zu reflektieren sowie zu kommunizieren.
• Die Studierenden reflektieren ihre Selbstkompetenz in der Rolle als therapeutischer Entscheidungsträger und auf allen Ebenen der therapeutischen Intervention.
• Sie erkennen und nutzen die Vorteile des vernetzten Handelns.
Beitrag zu Kompetenzerwerb gemäß FH-MTD-AV Anlage 5, 8 und 9: FMK1-2, FMK4-7, FM9, FMK10-11, FMK14, SKS 3-5

Empfohlene oder verpflichtende Fachliteratur und andere Lernressourcen bzw. –instrumente


Fachbücher, Fachzeitschriften und einschlägige Primärliteratur werden zu Beginn der Lehrveranstaltung von den Lehrenden mitgeteilt bzw. sind im jeweiligen Syllabus enthalten.

Art der Vermittlung

ILV

Voraussetzungen und Begleitbedingungen

Module 1-16

Prüfungsmethode und Beurteilungskriterien

Immanente Prüfung und Modulprüfung schriftlich oder mündlich