Ergotherapie

Kulturelle Umwelt

Integrierte Lehrveranstaltung, 1.00 ECTS

 

Lehrinhalte

Die Studierenden
• lernen Kultur als besonderes Merkmal der sozialen Umwelt kennen, die sowohl als Gemeinsamkeit als auch Unterschied im Leben der Menschen gesehen werden kann, und erfassen Ausmaß und Zusammenspiel von individuellen, kulturellen und globalen Werten im Individuum.
• werden mit Basismodellen der Beschreibung und des Vergleichs von kulturellen Werten und Verhaltensmustern vertraut.
• werden in der Bewusstseinsbildung bezüglich der eigenen Kultur unterstützt und zur Würdigung der Kultur anderer geführt.
• werden sensibilisiert für potenzielle interkulturelle Missverständnisse in der Begegnung zwischen Mitteleuropäern/-innen und anderen in Österreich lebenden Menschen, analysieren „cultural incidents“ und wenden das erworbene Wissen auf den ergotherapeutischen Berufsalltag an.
• Erfahren und üben diese Inhalte an Hand theoretischer Inputs, praktischer Beispiele wie auch in Selbsterfahrung.

Lernergebnisse der LV

In diesem Modul erwerben die Studierenden grundlegende fachlich-methodische Kompetenzen, die zu dazu befähigen, die Zusammenhänge zwischen menschlichem Handeln einerseits und sozialen und kulturellen Einflussfaktoren andererseits zu erkennen und zu interpretieren, sowie deren förderliche oder hinderliche Einflüsse auf die Handlungskompetenz zu analysieren und gegebenenfalls im ergotherapeutischen Prozess zu berücksichtigen. Sie lernen die Wirkung gruppendynamischer Prozesse in Selbsterfahrung kennen und für den therapeutischen Alltag zu nutzen.

Kognitive Ebene:
Die Studierenden
• kennen die Einflussfaktoren von sozialen sowie kulturellen Umweltfaktoren auf das menschliche Handeln.
• können förderliche sowie hinderliche Einflüsse der unterschiedlichen Umwelten auf die Handlungsfähigkeit der Klienten/innen in allen Lebensbereichen analysieren, in Beziehung zu den Zielen der Klienten/innen setzen sowie im ergotherapeutischen Prozess berücksichtigen.
• verstehen sich und die Klienten/innen als sozial handelnde Individuen, die in komplexe Beziehungsnetzwerke und gesellschaftlich-kulturelle Umwelten eingebettet sind und sind mit soziologischer Denkweise vertraut. Kultur wird dabei als besonderes Merkmal der sozialen Umwelt erkannt, welches in jeder menschlichen Interaktion zum Tragen kommt.
• lernen Charakteristika verschiedener sozialer, religiöser und ethnischer Gruppen zu verstehen und dabei das eigene Verhalten zu reflektieren.
• kennen wichtige Faktoren und Charakteristika von Gruppenprozessen, insbesondere in therapeutischen Gruppensettings.
Erkennen die eigene Lernentwicklung und setzen sich mit dieser im Rahmen der Portfolio und der TutorInnengespräche auseinander

Psychomotorische Ebene:
Die Studierenden
• analysieren Gruppensituationen sowohl aus der Perspektive von Teilhabenden als auch aus der von Beobachtenden.
• Prüfen und analysieren institutionelle Bedingungen, persönliche Begegnungen und kommunikative Situationen, wie sie im Gesundheitswesen typisch sind, in Hinblick auf mögliche interkulturelle Problemfelder.
Die Studierenden visualisieren die Auseinandersetzung mit ihrer Lernentwicklung und d-fortschritt im Lernportfolio.
Die Studierenden führen mit ihren Tutorinnen ein Reflexionsgespräch und reflektieren hier ihre gemachten Erfahrungen und setzten sich weitere Ziele bzw. erarbeiten gemeinsam mit der Tutorin die Möglichkeiten für eine Zielerreichung.

Affektive Ebene:
Die Studierenden
• lernen soziale und kulturelle Vielfalt in Gruppen zuzulassen.
• erfahren sich selbst als kulturell geprägte Individuen
• erfahren und reflektieren die Wirkweise kultureller und sozialer Einflüsse auf die Betätigung und auf Werthaltungen.
erleben sich reflektierend in Bezug auf Lernentwicklung und können ihre persönlichen Stärken und Schwächen mit ihren Tutorinnen reflektieren
• erleben sich selbst als Teil einer sozialen Gruppe und analysieren sowie reflektieren ihre eingenommene Gruppenrolle
Beitrag zum Kompetenzerwerb gemäß FH-MTD-AV Anlage 5, 8, und 9: FMK1-3, FMK6-7, FMK 14, SKS1-SKS5

Empfohlene oder verpflichtende Fachliteratur und andere Lernressourcen bzw. –instrumente


Fachbücher, Fachzeitschriften und einschlägige Primärliteratur werden zu Beginn der Lehrveranstaltung von den Lehrenden mitgeteilt bzw. sind im jeweiligen Syllabus enthalten.

Art der Vermittlung

ILV

Voraussetzungen und Begleitbedingungen

Module 1, 3-5, 9-10, 12-13, 15

Prüfungsmethode und Beurteilungskriterien

Immanenter Prüfungscharakter/Lernportfolio