Smart Production Lab

Strategische Ausrichtung Digitalisierung

Das zugrundeliegende Konzept des Smart Production Lab

 
Strategische Ausrichtung Digitalisierung

Das Institut Industrial Management der FH JOANNEUM Kapfenberg entwickelte in Kooperation mit einem international renommierten Industrieunternehmen eine Roadmap zur Einführung von Industrie 4.0 für Unternehmen.

Unter Industrie 4.0 wird der flächendeckende Einzug von Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) sowie deren Vernetzung zu einem Internet der Dinge, das eine Echtzeitfähigkeit der Produktion ermöglicht, verstanden. Autonome Objekte wie Werkstücke, Lager- und Fördersysteme, Roboter, Maschinen und Betriebsmittel, mobile Kommunikation und Echtzeitsensorik ermöglichen eine dezentrale Steuerung der Fertigung.

Während in großen Unternehmen wie beispielweise in der Fahrzeugbranche Industrie 4.0 bereits in vielfältiger Weise Einzug gehalten hat, ist die steigende Digitalisierung in den meisten KMU noch nicht angekommen. Um kleine und mittlere Unternehmen bei der Einführung in die Industrie 4.0 systematisch zu unterstützen, entwickelte das Institut Industrial Management in Kooperation mit einem international renommierten Industrieunternehmen eine Roadmap zur Integration von Industrie 4.0 für Unternehmen.

Roadmap Industrie 4.0

Die Roadmap Industrie 4.0 besteht aus den drei Phasen Analyse, Ziele und Umsetzung und ist in sechs Schritte unterteilt. Die jeweiligen Schritte werden sequenziell durchlaufen, um das systematische Identifizieren der aktuellen „Industrie 4.0“-Reife im Unternehmen, bei den vorhandenen Kompetenzen und der Definition von Soll-Zuständen zu gewährleisten.

Den Kern der Roadmap bilden die fünf Reifegradmodelle. Diese decken die Handlungsfelder Einkauf, Produktion, Intralogistik, Vertrieb und Mensch ab. Die Handlungsfelder Einkauf, Produktion, Intralogistik und Vertrieb sind aus dem Ansatz der Wertstromanalyse abgeleitet, da diese alle wesentlichen Unternehmensbereiche berücksichtigt. In den Handlungsfeldern selbst wurde der Fokus auf die interne vertikale IT-Integration und die unternehmensübergreifende horizontale IT-Integration gelegt. Das ergänzende Reifegradmodell Mensch ist handlungsfeldübergreifend und deckt die notwendigen Kompetenzen und organisatorischen Anforderungen ab. Dieses wurde separat dargestellt, um die Position und Relevanz des Menschen als zentraler Bestandteil von Industrie 4.0 zu unterstreichen. Die fünf Reifegradmodelle dienen in der Roadmap der Bestimmung des aktuellen Status der „Industrie 4.0“-Reife im jeweiligen Handlungsfeld.

Auf Basis des Ist-Zustandes werden in weiterer Folge je Handlungsfeld ein Soll-Zustand definiert und erforderliche Maßnahmen zur Umsetzung abgeleitet. Diese gilt es dann zu bewerten, um Schwerpunkte zu setzen und die Maßnahmen zu filtern.

In der letzten Phase werden die bewerteten Maßnahmen ausgewählt und in eine Balanced Scorecard aufgenommen. Schließlich wird die individuelle Roadmap für das Unternehmen definiert sowie die zeitliche Reihenfolge der geplanten Maßnahmen in Form von konkreten Projekten vorgenommen.