{"id":10001414,"date":"2025-01-10T12:44:17","date_gmt":"2025-01-10T11:44:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/gesundheitsinformatik\/bachelor\/?page_id=10001414"},"modified":"2025-07-25T15:08:11","modified_gmt":"2025-07-25T13:08:11","slug":"sonja-gradwohl-msc-bsc","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/gesundheitsinformatik\/bachelor\/nach-dem-studium\/absolventinnen-absolventen\/sonja-gradwohl-msc-bsc\/","title":{"rendered":"Sonja Gradwohl, MSc BSc"},"content":{"rendered":"<div id=\"\" class=\"wp-block-text-content margin-bottom-normal\">\n    <div class=\"container-lg\">\n        <div class=\"row\">\n            <div class=\"col\">\n                <h4>Eckdaten<\/h4>\n<p><strong>Jobbezeichnung:<\/strong> Standards Engineer<br>\n<strong>Unternehmen:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.elga.gv.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ELGA GmbH<\/a><br>\n<strong>Ich arbeite in:<\/strong> Wien &Ouml;sterreich, Hybrid<br>\n<strong>Ich arbeite hier seit:<\/strong> 1.10.2024<\/p>\n<p><a href=\"mailto:sonja.gradwohl@elga.gv.at\">Mein Kontakt<\/a><\/p>\n<p><strong>Sie haben Gesundheitsinformatik bzw. eHealth im Bachelor und Master studiert, in welchem Jahrgang waren Sie?<\/strong><\/p>\n<p>Ich war im Jahrgang 2018 des Bachelorstudiums &bdquo;Gesundheitsinformatik \/ eHealth&ldquo; und im Jahrgang 2021 und 2022 des Masterstudiums &bdquo;eHealth&ldquo;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie w&uuml;rden Sie das Studium in einem Satz beschreiben?<\/strong><\/p>\n<p>Das Studium war eine bereichernde und praxisorientierte Erfahrung, die durch enge Betreuung, pers&ouml;nliche Atmosph&auml;re und die M&ouml;glichkeit zum Austausch in kleinen Gruppen &uuml;berzeugte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sie haben die Ausbildung zur diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerin abgeschlossen. Was hat Sie dazu bewogen, diesen Beruf zu verlassen und einen neuen Weg einzuschlagen?<\/strong><\/p>\n<p>Nach 13 Jahren in der Pflege versp&uuml;rte ich den Wunsch, mich beruflich weiterzuentwickeln und einen neuen Schwerpunkt zu setzen. Um diesen &Uuml;bergang zu erleichtern, habe ich zuerst die Berufsreifepr&uuml;fung berufsbegleitend nachgeholt. W&auml;hrend meiner Zeit in der Pflege entwickelte ich ein besonderes Interesse an der Vernetzung von Gesundheitsdaten und engagierte mich in der <strong>Pflegedokumentationsarbeitsgruppe<\/strong> unseres <strong>Krankenhausinformationssystems (KIS)<\/strong>. Diese T&auml;tigkeit er&ouml;ffnete mir die faszinierende Welt der digitalen Transformation im Gesundheitswesen und weckte den Wunsch, aktiv an der Gestaltung dieser Prozesse mitzuwirken &ndash; &uuml;ber die Mauern eines Krankenhauses hinaus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Hat der Studiengang gleich Ihre Erwartungen erf&uuml;llt? Was war die gr&ouml;&szlig;te Herausforderung?<\/strong><\/p>\n<p>Der Studiengang hat meine Erwartungen insgesamt erf&uuml;llt, da er mir fundierte Kenntnisse in meinem Interessensgebiet vermittelt hat. Am Anfang wusste ich nicht, wohin mich die Reise f&uuml;hrt, aber ich f&uuml;hlte mich von den F&auml;chern <strong>&bdquo;Standards in der Gesundheitsinformatik&ldquo;<\/strong> oder <strong>&bdquo;Informationssysteme im Gesundheits- und Sozialwesen&ldquo;<\/strong> sehr angesprochen und bin froh, hier nun auch t&auml;tig sein zu d&uuml;rfen. Als Quereinsteigerin ohne Programmierhintergrund war das Erlernen von Programmiersprachen und die Bew&auml;ltigung naturwissenschaftlicher F&auml;cher zun&auml;chst herausfordernd. Doch das Studium war gut strukturiert und bot ausreichend Unterst&uuml;tzung, sodass ich diese H&uuml;rden erfolgreich meistern konnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sie sind auch Mutter von drei Kindern. Wie haben Sie es geschafft, diese sehr herausfordernde Aufgabe mit dem Studium zu vereinbaren?<\/strong><\/p>\n<p>Ich konnte auf ein starkes Netzwerk aus meiner Familie und meinem Lebensgef&auml;hrten zur&uuml;ckgreifen, die mich tatkr&auml;ftig unterst&uuml;tzt haben. Die Kinderbetreuung war durch meine vorherige T&auml;tigkeit in der Pflege und die damit verbundenen Dienstpl&auml;ne bereits gut organisiert, was mir den &Uuml;bergang zum Studium erleichtert hat. Vorlesungen und Pr&uuml;fungsvorbereitungen habe ich wie Arbeitszeiten behandelt und entsprechend geplant. Nat&uuml;rlich waren nicht alle Situationen perfekt planbar, und es gab oft N&auml;chte, in denen ich arbeiten musste, w&auml;hrend die Kinder schliefen. Besonders herausfordernd war das erste Semester im Masterstudium, als mein drittes Kind geboren wurde. Hier kam mir die <strong>Flexibilit&auml;t der FH JOANNEUM<\/strong> und die Unterst&uuml;tzung der Vortragenden zugute, die es mir erm&ouml;glichten, mein Baby zu Vorlesungen mitzubringen und trotzdem alle Semester erfolgreich abzuschlie&szlig;en.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie hat Sie das Studium auf Ihren jetzigen Beruf vorbereitet? Welche F&auml;higkeiten und welches Know-how konnten Sie aus dem Studium mitnehmen?<\/strong><\/p>\n<p>Das Studium hat mir nicht nur technisches Wissen vermittelt, sondern auch meine analytischen F&auml;higkeiten und mein Probleml&ouml;sungsdenken gesch&auml;rft. Besonders wertvoll waren die Inhalte zu Standards im Gesundheitswesen, Datenschutz, Datenbanken und Netzwerktechnik. Durch die praxisorientierte Gestaltung des Studiengangs konnte ich zudem F&auml;higkeiten wie interdisziplin&auml;re Zusammenarbeit, Prozessdenken und organisatorisches Geschick entwickeln. Diese Kompetenzen helfen mir, komplexe Abl&auml;ufe im Gesundheitswesen sichtbar zu machen und effizienter zu gestalten &ndash; ein zentraler Bestandteil meiner derzeitigen T&auml;tigkeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Worum geht es in Ihrem aktuellen Job? Was kann man sich genau darunter vorstellen?<\/strong><\/p>\n<p>In meiner Position bei der ELGA GmbH im Team Standards arbeite ich daran, die <strong>Interoperabilit&auml;t<\/strong> im Gesundheitswesen zu f&ouml;rdern. Mein Fokus liegt auf der Implementierung nationaler und internationaler Standards wie <strong>HL7 FHIR<\/strong> oder <strong>SNOMED CT<\/strong>, um sicherzustellen, dass IT-Systeme im Gesundheitswesen reibungslos miteinander kommunizieren k&ouml;nnen. Das umfasst die Analyse von Anforderungen, die Gestaltung von Prozessen und die Unterst&uuml;tzung bei der Umsetzung technischer Standards &ndash; etwa f&uuml;r Anwendungen wie den elektronischen Eltern-Kind-Pass.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie schaut ein typischer Arbeitsalltag f&uuml;r Sie aus? An welchen Projekten arbeiten Sie zurzeit?<\/strong><\/p>\n<p>Mein Arbeitsalltag besteht aus einer Mischung aus eigenst&auml;ndiger Arbeit und Zusammenarbeit mit verschiedenen Teams. Aktuell arbeite ich an der Umsetzung des <strong>elektronischen Eltern-Kind-Passes (eEKP)<\/strong>, indem ich Frageb&ouml;gen in <strong>FHIR-Questionnaires<\/strong> abbilde. Gleichzeitig bin ich in Projekte wie den <strong>SNOMED CT Codierservice<\/strong> und die Erstellung von Beispieldokumenten f&uuml;r die integrierte Versorgung bei chronischen Erkrankungen eingebunden. Die M&ouml;glichkeit, zwischen Home-Office und Pr&auml;senzarbeit in Wien zu wechseln, gibt meinem Arbeitsalltag zus&auml;tzliche Flexibilit&auml;t.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was gef&auml;llt Ihnen am besten an Ihrem Job? Was ist besonders interessant? Was sind die Herausforderungen in Ihrem Job?<\/strong><\/p>\n<p>Am besten gef&auml;llt mir an meinem Job die Vielseitigkeit und die M&ouml;glichkeit, an der Weiterentwicklung des Gesundheitswesens durch Standardisierung und Digitalisierung aktiv mitzuwirken. Eine gro&szlig;e Herausforderung sind die vielen Akteur:innen, mit ihren unterschiedlichen Interessen und Anforderungen, die es in Einklang zu bringen gilt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Welche F&auml;higkeiten brauchen Sie in diesem Beruf? Was muss man k&ouml;nnen, um in Ihrem Berufsfeld arbeiten zu k&ouml;nnen?<\/strong><\/p>\n<p>Analytisches Denken, technisches Verst&auml;ndnis und fundierte Kenntnisse &uuml;ber Standards wie FHIR oder SNOMED CT sind besonders wichtig. Kommunikationsst&auml;rke und Teamf&auml;higkeit sind essenziell, da man mit vielen unterschiedlichen Akteur:innen zusammenarbeitet. Au&szlig;erdem braucht man einen langen Atem, da Entscheidungen oft von anderen Beteiligten getroffen werden m&uuml;ssen, was gef&uuml;hlt ewig dauern kann. H&auml;ufig ist man gedanklich schon beim n&auml;chsten Projekt, w&auml;hrend man noch auf R&uuml;ckmeldungen wartet. Organisationstalent und Flexibilit&auml;t sind daher ebenso unverzichtbar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Haben Sie den Schritt, Ihren urspr&uuml;nglichen Beruf zu verlassen, jemals bereut?<\/strong><\/p>\n<p>Nein, ich habe diesen Schritt nie bereut. Er hat mir neue Perspektiven er&ouml;ffnet und mir die M&ouml;glichkeit gegeben, meinen beruflichen Horizont zu erweitern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Welche Tipps w&uuml;rden Sie Berufseinsteiger:innen mitgeben?<\/strong><\/p>\n<p>Mein Tipp, geduldig und offen f&uuml;r Neues zu sein. Es ist wichtig, sich intensiv in die Themen einzuarbeiten und keine Scheu davor zu haben, Fragen zu stellen. Zus&auml;tzlich sollte man flexibel bleiben, da sich Projekte und Priorit&auml;ten oft &auml;ndern, und den langen Atem mitbringen, der manchmal n&ouml;tig ist, wenn Entscheidungen von anderen Akteuren Zeit in Anspruch nehmen. Netzwerken und der Austausch mit Kolleg:innen sind ebenfalls wertvoll, um von deren Erfahrungen zu profitieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was w&uuml;nschen Sie sich f&uuml;r die Zukunft? Was m&ouml;chten Sie beruflich noch erreichen?<\/strong><\/p>\n<p>Ich w&uuml;nsche mir, weiterhin in einem dynamischen Umfeld zu arbeiten, in dem ich mich fachlich und pers&ouml;nlich weiterentwickeln kann. Beruflich m&ouml;chte ich meine Expertise in den Standards weiter vertiefen und aktiv zur <strong>Digitalisierung des Gesundheitswesens<\/strong> beitragen, vor allem im Bereich der Pflege.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Warum w&uuml;rden Sie jungen Maturant:innen oder ehemaligen Berufskolleg:innen empfehlen, &bdquo;eHealth&ldquo; an der FH JOANNEUM zu studieren?<\/strong><\/p>\n<p>Der Studiengang bietet einem die M&ouml;glichkeit, Technologie mit dem Gesundheitswesen zu verbinden und spannende Karrierem&ouml;glichkeiten zu erschlie&szlig;en. Die praxisorientierte Ausbildung an der FH JOANNEUM bereitet ideal auf die Herausforderungen in diesem Bereich vor und schafft eine sinnstiftende Perspektive f&uuml;r die Zukunft. Besonders f&uuml;r Berufskolleg:innen ist das Studium eine ideale Gelegenheit, ihre praktischen Kenntnisse mit modernsten Entwicklungen der Gesundheitsinformatik zu verkn&uuml;pfen und einen neuen beruflichen Weg einzuschlagen.<\/p>\n\n            <\/div>\n        <\/div>\n            <\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonja Gradwohl ist in Wien als Standards Engineer bei der ELGA GmbH t\u00e4tig. 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