{"id":10001455,"date":"2025-03-03T07:35:34","date_gmt":"2025-03-03T06:35:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/gesundheitsinformatik\/bachelor\/?page_id=10001455"},"modified":"2025-03-03T07:35:36","modified_gmt":"2025-03-03T06:35:36","slug":"katarina-pavlovskaya-bsc","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/gesundheitsinformatik\/bachelor\/nach-dem-studium\/absolventinnen-absolventen\/katarina-pavlovskaya-bsc\/","title":{"rendered":"Katarina Pavlovskaya, BSc"},"content":{"rendered":"<div id=\"\" class=\"wp-block-text-content margin-bottom-normal\">\n    <div class=\"container-lg\">\n        <div class=\"row\">\n            <div class=\"col\">\n                <h4>Eckdaten<\/h4>\n<p><strong>Jobbezeichnung:<\/strong> FHIR Consultant<br>\n<strong>Unternehmen:<\/strong> <a href=\"https:\/\/blacktusk.eu\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Black Tusk GmbH<\/a><br>\n<strong>Ich arbeite in:<\/strong> Graz, &Ouml;sterreich<br>\n<strong>Ich arbeite hier seit:<\/strong> 01.03.2022<\/p>\n<p><strong>Sie haben Gesundheitsinformatik bzw. eHealth im Bachelor studiert, in welchem Jahrgang waren Sie?<\/strong><\/p>\n<p>Ich war im Jahrgang 2020 des Bachelorstudiums &bdquo;Gesundheitsinformatik \/ eHealth&ldquo;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sie haben einen internationalen Hintergrund und sprechen mehrere Sprachen, k&ouml;nnen Sie dies n&auml;her beschreiben?<\/strong><\/p>\n<p>Seit meiner Kindheit ist meine Familie aus beruflichen Gr&uuml;nden der Eltern immer wieder umgezogen. Jedes Mal war es ein Neuanfang, eine neue Sprache, neue Freund:innen und neue Erfahrungen. So habe ich neben meiner Muttersprache Russisch auch Englisch, Spanisch, Bulgarisch und Deutsch gelernt. In Deutsch habe ich innerhalb von zwei Jahren die Studienberechtigung erlangt. Mein Gro&szlig;vater hat mir einmal gesagt: &ldquo;Wenn du eine neue Sprache lernst, wirst du wieder ein neuer Mensch&ldquo;. Ich habe nicht sofort verstanden, was er damit meinte, aber mit der Zeit habe ich es herausgefunden. Wenn man eine Sprache lernt, lernt man nicht nur Grammatik und Vokabeln, sondern auch die Geschichte, die Mentalit&auml;t, die Kultur der Menschen, die diese Sprache sprechen, kennen. Mit der Zeit f&auml;llt es einem schwer, ein Land als Heimat zu bezeichnen, aber irgendwann nimmt man den Begriff &ldquo;Weltb&uuml;rger&rdquo; an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie sind Sie auf Gesundheitsinformatik an der FH JOANNEUM gekommen?<\/strong><\/p>\n<p>Zum Studium der Gesundheitsinformatik an der FH JOANNEUM bin ich durch eine Studienkollegin im Deutschkurs gekommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>War es von Anfang an klar, dass Sie etwas in diese Richtung studieren werden? Wof&uuml;r haben Sie sich als Jugendliche interessiert?<\/strong><\/p>\n<p>Als Jugendliche habe ich mich sehr f&uuml;r Medizin und Naturwissenschaften interessiert. Mir war immer klar, dass ich etwas in dieser Richtung machen will, aber ich konnte mir lange Zeit nicht vorstellen, was das genau sein k&ouml;nnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie hat Ihnen das Studium an der FH JOANNEUM gefallen? Was hat Ihnen besonders gefallen?<\/strong><\/p>\n<p>Am Anfang war ich ziemlich &uuml;berfordert, aber auch &uuml;berrascht von der <strong>Vielfalt des Studienprogramms<\/strong>. Sp&auml;ter, wenn man die Zusammenh&auml;nge zwischen den einzelnen F&auml;chern verstanden hat, wird es klarer und interessanter. Genau aus diesem Grund ist das Studium besonders geeignet f&uuml;r Leute, die bisher wenig oder keine Erfahrung mit dem Gesundheitswesen oder seinen technischen Komponenten haben, wie es bei mir der Fall war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Worum geht es in Ihrem aktuellen Job? Was kann man sich genau darunter vorstellen? Wie schaut ein typischer Arbeitsalltag f&uuml;r Sie aus? An welchen Projekten arbeiten Sie zurzeit?<\/strong><\/p>\n<p>Kurz gesagt dreht sich in meinem Arbeitsalltag alles um <strong>FHIR<\/strong> (internationaler Standard f&uuml;r den Datenaustausch zwischen Softwaresystemen im Gesundheitswesen). Meine Schwerpunkte sind <strong>Datentransformation<\/strong> und <strong>Datenmodellierung<\/strong> im FHIR-Standard. Man kann sich das so vorstellen: Auf meinem Schreibtisch &bdquo;landen&ldquo; Gesundheitsdaten in ganz unterschiedlichen Formaten, das kann eine Excel-Tabelle sein, eine Struktur in einem bereits existierenden Gesundheitsstandard oder auch Rohentw&uuml;rfe von Projekten, die sich noch in der fr&uuml;hen Planungsphase befinden. Meine erste Aufgabe ist es, mich in den medizinischen Bereich einzuarbeiten, eines meiner letzten Forschungsgebiete waren <strong>Medikationsdaten<\/strong>. In den n&auml;chsten Schritten f&uuml;hre ich eine <strong>mehrstufige Datenanalyse<\/strong> durch und stelle dann das <strong>Mapping<\/strong> der Daten in eine <strong>interoperable FHIR-Struktur<\/strong> dar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was gef&auml;llt Ihnen am besten an Ihrem Job? Was ist besonders interessant? Was sind die Herausforderungen in Ihrem Job?<\/strong><\/p>\n<p>Eine meiner Aufgaben ist die <strong>Beratung zu FHIR-Themen<\/strong>, dabei komme ich mit verschiedenen Leuten in Kontakt. Das k&ouml;nnen Softwareentwickler:innen, medizinisches Personal, Manager:innen oder Verwaltungsmitarbeiter:innen oder auch Patient:innen sein. Das ist einer der interessantesten, aber auch herausforderndsten Momente in meinem Job. Man muss sich anpassen und die richtige &ldquo;Sprache&rdquo; sprechen, egal ob es sich um eine sehr technische Frage rund um FHIR oder um eine Frage aus dem medizinischen Bereich handelt.<\/p>\n<p>Meine Lieblingsaufgabe in diesem Job ist die Datenmodellierung im FHIR-Standard. Der Datenaustausch wird mit Hilfe von <strong>Ressourcen<\/strong> wie &ldquo;Patient&rdquo;, &ldquo;Observation&rdquo; oder &ldquo;Medication&rdquo; realisiert. Meine Aufgabe ist es, ein Datenmodell mit den entsprechenden Ressourcen, Verkn&uuml;pfungen, korrekten Codes und vielem mehr zu erstellen. Man kann es mit einem Puzzle vergleichen, bei dem das richtige Teil an die richtige Stelle geh&ouml;rt. Nun, es gibt verschiedene Arten von Daten, die im Gesundheitswesen ausgetauscht werden und die verlustfrei in FHIR abgebildet werden m&uuml;ssen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Welche F&auml;higkeiten braucht man in diesem Beruf? Was muss man k&ouml;nnen, um in Ihrem Berufsfeld arbeiten zu k&ouml;nnen?<\/strong><\/p>\n<p>In diesem Beruf muss man immer auf dem neuesten Stand sein. Es gibt st&auml;ndig neue L&ouml;sungen, Werkzeuge, Konzepte, Methoden, Arbeitsgruppen usw. Als eine sehr wichtige F&auml;higkeit w&uuml;rde ich die <strong>Kommunikationsf&auml;higkeit<\/strong> bezeichnen, immer die richtigen Fragen stellen zu k&ouml;nnen. FHIR hat eine sehr gro&szlig;e Community und die Leute unterst&uuml;tzen sich gegenseitig. Dadurch wird der Standard weiterentwickelt und vorangetrieben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Welche Tipps w&uuml;rden Sie Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern mitgeben?<\/strong><\/p>\n<p>Mein Tipp ist, sich am Anfang Zeit zu nehmen und offen f&uuml;r Neues zu sein. Das Gesundheitswesen ist ein komplexes &Ouml;kosystem mit vielen Komponenten und Aspekten. Es wird einfacher, wenn man ein Gebiet gefunden hat, das einen interessiert. Das kann sich mit der Zeit &auml;ndern, aber bereichs&uuml;bergreifendes Wissen ist immer willkommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Warum w&uuml;rden Sie jungen Menschen empfehlen, eHealth an der FH JOANNEUM zu studieren?<\/strong><\/p>\n<p>Der Bachelorstudiengang eHealth an der FH JOANNEUM vermittelt einen sehr guten &Uuml;berblick &uuml;ber den Aufbau und die Grundlagen des Gesundheitswesens in seinen verschiedenen Aspekten. Durch das interaktive Programm kann man schon w&auml;hrend des Studiums arbeitsplatz&auml;hnliche Situationen und Herausforderungen erleben. Gerade wenn man noch nicht genau wei&szlig;, was man machen m&ouml;chte, sich aber f&uuml;r die Entwicklungen im Gesundheitswesen interessiert, ist das Studium ein sehr guter Einstieg.<\/p>\n\n            <\/div>\n        <\/div>\n            <\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Katarina Pavlovskaya ist in Graz als FHIR Consultant bei der Black Tusk GmbH t\u00e4tig. 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