Hebammen

Psychosomatik in der Frauenheilkunde

Integrierte Lehrveranstaltung, 1.00 ECTS

 

Lehrinhalte

Anhand der derzeitigen Fachliteratur gibt die Lehrveranstaltung einen Überblick über psychosomatische Krankheitsbilder. Dabei wird der Schwerpunkt auf die gynäkologische Psychosomatik in Bezug zu Aspekten der Schwangerschaft und der Zeit post partum gelegt. In weiterer Folge stehen die Themen Sexualität und Stillen im Mittelpunkt. Den Abschluss bildet das Prinzip der Achtsamkeit. Anhand des erworbenen Wissens sollen einerseits das Erkennen psychosomatischer Beschwerden und der Krankheitsbilder im Zuge der Hebammenarbeit ermöglicht werden, andererseits soll das erworbene psychologische Wissen über Persönlichkeitstheorien, Emotionen und Stress, ermöglichen, die KlientInnen in der täglichen Arbeit achtsam und kreativ zu begleiten.

Lernergebnisse der LV

I. Die Studierenden kennen die wichtigsten Beratungstechniken inklusive didaktischer Herangehensweisen zur Aufbereitung von Beratungsinhalten, können diese situationsangepasst anwenden und Beratungssettings gestalten. Sie verfügen dabei über die notwendige fachliche Kompetenz in den wichtigsten Beratungsfeldern "Ernährungsberatung", "Beratung in Krisensituationen" und "Beratung bei Schwangerschafts- und Wochenbettbeschwerden" im Sinne von Prophylaxe und Prävention.

II. Vgl. Kompetenzen gemäß Heb-AK (Anlage 1), die Studierenden können:
- eigene Entscheidungen verantwortungsbewußt nach außen vertreten
- die Grenzen der eigenverantwortlichen Berufsausübung erkennen und bei Verdacht oder Auftreten von für Frau und Kind regelwidrigen oder gefahrdrohenden Zuständen während der Schwangerschaft, der Geburt und des Wochenbetts nach ärztlicher Anordnung die erforderlichen Maßnahmen in Zusammenarbeit mit der ÄrztIn durchführen
- aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse im nationalen und
internationalen Bereich recherchieren
- nach berufsrechtlichen, ökonomischen und ökologischen
Grundsätzen arbeiten
- die Zuständigkeit anderer Berufe erkennen und durch
situationsadäquate multiprofessionelle Zusammenarbeit die
erforderlichen Maßnahmen setzen.

Empfohlene oder verpflichtende Fachliteratur und andere Lernressourcen bzw. –instrumente

* Körner, U.; Rösch, R.(edition hebamme) (2008): Ernährungsberatung in Schwangerschaft und Stillzeit. Hippokrates.
* Biesalski, H.K. & Grimm, P. (2007): Taschenatlas Ernährung. Stuttgart: Thieme Verlag.
* Hanreich, I. (2007): Essen und Trinken im Säuglingsalter. Verlag I. Hanreich.
* Rützler H. (2007). Kinder lernen Essen – Strategien gegen das Zuviel. Verlag Hubert Krenn.
* Elmadfa, I. & Leitzmann, C. (2004): Ernährung des Menschen. Stuttgart: UTB.
* Deutsche Gesellschft für Ernährung (2008). Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Frankfurt am Main: Umschau/Braus.
* Leitzmann C. (2009). Ernährung in Prävention und Therapie. Stuttgart: Hippokrates.
* Schauder, P.; Ollenschläger, Günter (Hrsg.): Ernährungsmedizin, Prävention und Therapie. Elsevier.
* Anderssen-Reuster, Ulrike (Hrsg.) (2007): Achtsamkeit in Psychotherapie und Psychosomatik; Verlag Schattauer.
* Beutel, Manfred (2002): Der frühe Verlust eines Kindes. dgvt-verlag.
* Braun, Carsten, Dmoch, Walter (Hrsg) (2006): Psychosomatik-ein Mythos? Mabuse Verlag.
* Fritzsche, Kurt (Hrsg.) (2006): Psychosomatische Medizin und
Psychotherapie. Springer Lehrbuch.
* Hänel, J.; Enders, A. & Davis, S. (2008): Psychosomatik und
Psychotherapie. Urban und Fischer.
* Wassermann, Anke, Rohde, Anke (2008): Pränataldiagnostik
und psychosoziale Beratung in der Schwangerschaft. Verlag Schattauer.
* Böhnisch, L. (2001): Sozialpädagogik der Lebensalter. Juventa Verlag.

Art der Vermittlung

Integrierte Lehrveranstaltung

Voraussetzungen und Begleitbedingungen

Modul 1 Medizinische Grundlagen
Modul 4 Schwangerschaft und Geburt
Modul 8 Wochenbett von Mutter und Kind

Prüfungsmethode und Beurteilungskriterien

LV-immanente Prüfungsleistung