Hebammen

Integrativer Prozess 6

Seminar, 1.00 ECTS

 

Lehrinhalte

In den Lehrveranstaltungen des "Integrativen Prozesses" werden die von Studentin und lehrender Hebamme gemeinsam festgelegten Lernziele für das jeweilige Praktikum kontinuierlich evaluiert. Dies geschieht durch strukturiert angeleitetes und/oder supervidiertes Üben von zuvor erarbeiteten Handlungsabläufen und/oder Demonstration korrekter Vorgehensweisen und strukturiertem Feedback.
Im 6. Semester besteht der INP schwerpunktmäßig in einer Leistungsüberprüfung der Studierenden im Praxisfeld (Anamneseerhebung, Erstellung eines Behandlungsplanes, Geburtsbetreuung und Wochenbettvisite unter Prüfungsbedingungen).

Schwangerenambulanz
- Durchführen von Vorsorgeuntersuchungen
- differentialdiagnostische Maßnahmen zur Erkennung regelwidriger
Verläufe
- Durchführen und Reflektieren von Beratungssituationen
- Erstellen eines Behandlungsplanes

Kreißsaal-Begleitung und Leitung von Geburten
- CTG-Beurteilung
- Durchführen von Dammschutz
- Leitung der Plazentarperiode
- Erstversorgung des Neugeborenen
- Vorgehen bei Regelwidrigkeiten während der Geburt
- Einüben von Notfallmaßnahmen

Geburtshaus, Hausgeburtspraktikum
- Reflexion und Fallbesprechung

Wochenstation/Kinderzimmer, Geburtshaus
- Grund- und Behandlungspflege von Wöchnerinnen
- Planung und Durchführung von Wochenbettvisiten
- Stillanleitung und Brustpflege
- Neugeborenenpflege und –beobachtung
- Anleitung und Beratung der Eltern

Alle Einsatzorte
- Dokumentation

Lernergebnisse der LV

Sicherstellung der praktischen Ausbildung und Erwerb der für die Berufsausübung notwendige Handlungssicherheit.
Die Einsätze erfolgen vorrangig in den intramuralen Einrichtungen klinischer Geburtshilfeabteilungen und werden um Praktika in Hebammenpraxen, Geburtshäusern, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen ergänzt.

Der begleitende integrative Prozess dient der Wissensvertiefung und dem Theorie-Praxistransfer mit dem Ziel, als zukünftige Hebamme selbstständig und eigenverantwortlich tätig zu werden.

Zur Reflexion, Evaluation und Dokumentation des eigenen Ausbildungsstandes und als Nachweis der verlangten praktischen Übungen erstellt die Studentin eine Praktikumsdokumentation. Diese wird ergänzt durch schriftliche Praktikumsbeurteilungen seitens der Lehrhebammen und Praxisverantwortlichen vor Ort.

Empfohlene oder verpflichtende Fachliteratur und andere Lernressourcen bzw. –instrumente

Einschlägige Fachliteratur als Nachschlagewerke, z.B.:
- Mändle, Opitz-Kreuter, Wehling (Hrsg.): Das Hebammenbuch.
Schattauer (Stuttgart, 1997)
- Geist, Harder, Stiefel (Hrsg.): Die Hebammenkunde.
Hippokrates (Stuttgart, 2005)
- Harder (Hrsg.): Wochenbettbetreuung in der Klinik und zuhause.
Hippokrates (Stuttgart, 2005)
- Beckermann, Perl (Hrsg.): Frauen-Heilkunde und Geburts-Hilfe,
Integration von Evidence-Based Medicine in eine
frauenzentrierte Gynäkologie. Schwabe (Basel, 2004)

Art der Vermittlung

Theoretische Einführung und Reflexion im Plenum; Clinical Supervising in Gruppen- oder Einzelunterweisung: angeleitetes Üben von zuvor erarbeiteten Handlungsabläufen, Demonstration korrekter Vorgehensweisen, Reflexion der im konkreten Tätigkeitsbereich üblichen Vorgehensweisen, strukturiertes Feedback und zusammenfassende Beurteilung.

Voraussetzungen und Begleitbedingungen

Modul 17 - Modul 21

Prüfungsmethode und Beurteilungskriterien

LV-abschließende praktische/mündliche Prüfung