Hebammen

Außerklinische Geburtshilfe

Integrierte Lehrveranstaltung, 1.00 ECTS

 

Lehrinhalte

Die Lehrveranstaltung erklärt die hebammengeleitete Geburt im klinischen und außerklinischen Setting mithilfe internationaler Statistiken. Ein Kriterienkatalog für die Schwangerschaft bis zur Postplazentarperiode bietet Entscheidungshilfe zur möglichen Überweisung. Der organisatorische Ablauf sowie der gesetzliche Hintergrund werden behandelt.
Die Studierenden erlernen dabei die Vorbereitungen auf und die Durchführung von hebammengeleiteten Geburten. Sie können in den verschiedenen Phasen der Geburt autonome Entscheidungen über der Weiterführung bzw. die Überweisung der Geburt treffen. Die Studierenden kennen die organisatorischen Rahmenbedingungen für hebammengeleitete Geburten.

Lernergebnisse der LV

I. Die Studierenden können das gesamte Tätigkeitsfeld der Hebamme im eigenverantwortlichen Bereich ausüben. Sie kennen Auswahl- bzw. Ausschlusskriterien für eine hebammengeleitete Betreuung und können diese anwenden. Sie sind fachlich und methodisch in der Lage gesunde Schwangere, Gebärende und Wöchnerinnen fachlich und methodisch kompetent zu betreuen und zu überwachen. Sie kennen Ihre berufliche Rolle und können diese in ihre persönliche Lebenssituation einordnen.

II. Vgl. Kompetenzen gemäß Heb-AK (Anlage 1), die Studierenden können:
- den regelrechten Schwangerschaftsverlauf betreuen, die Schwangerschaft diagnostizieren, äußere und innere Untersuchungen zur Sicherung der Diagnose vornehmen
- berufsspezifische Konzepte der Gesundheitsförderung und Prävention gezielt umsetzen
- die berufliche Tätigkeit insbesondere bei freiberuflicher Berufsausübung mittels organisatorischer und betriebswirtschaftlicher Prinzipien entwickeln, gestalten und umsetzen (FMK)
- zur Weiterentwicklung des Hebammenberufs beitragen
- den Anforderungen des lebenslangen Lernens und der
Fortbildungsverpflichtung unter dem Aspekt einer kontinuierlichen
Anpassung an medizinisch-wissenschaftliche Erkenntnisse
gerecht werden, um die Qualität der Berufsausübung zu gewährleisten
- eigene Entscheidungen verantwortungsbewusst nach außen vertreten
- die Grenzen der eigenverantwortlichen Berufsausübung erkennen
und bei Verdacht oder Auftreten von für Frau und Kind regelwidrigen
oder gefahrdrohenden Zuständen während der Schwangerschaft, der
Geburt und des Wochenbetts nach ärztlicher Anordnung die
erforderlichen Maßnahmen in Zusammenarbeit mit der ÄrztIn durchführen
- aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse im nationalen und
internationalen Bereich recherchieren
- nach berufsrechtlichen, ökonomischen und ökologischen
Grundsätzen arbeiten
- die Betreuung, Beratung und Pflege der Schwangeren, Gebärenden und
Wöchnerin sowie des Neugeborenen und Säuglings eigenverantwortlich
und prozessorientiert durchführen
- kulturelle und religiöse Bedürfnisse, Lebensweisheiten und
Werthaltungen berücksichtigen
- den Beratungs- und Betreuungsverlauf dokumentieren sowie
die Ergebnisse analysieren und auswerten
- psychosoziale Veränderungs- und Entwicklungsprozesse
erkennen und entsprechende Maßnahmen setzen und veranlassen.

Empfohlene oder verpflichtende Fachliteratur und andere Lernressourcen bzw. –instrumente

* Burisch, Matthias (2010): Das Burnout-Syndrom. Theorie der inneren Erschöpfung (4., überarbeitete Auflage). Berlin: Springer.
* Cassens, M. (2003): Work-Life-Balance. München: dtv.
* Fengler, Jörg (2001): Helfen macht müde. Zur Analyse und Bewältigung von Burnout und beruflicher Deformation (6. Auflage). Stuttgart: Pfeiffer bei Klett Kotta.
* Kypta, Gabriele (2006): Burnout erkennen - überwinden - vermeiden. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme-Verlag.
* Litzcke, Sven (2010) : Stress, Mobbing und Burn-out am Arbeitsplatz (5., aktualisierte Auflage). Berlin u.a.: Springer.
* Münchhausen, Marco von (2004): Wo die Seele auftankt. Die besten Möglichkeiten, Ihre Ressourcen zu aktivieren. Frankfurt: Campus-Verlag.
* Schreyögg, Astrid (2004): Supervision. Ein integratives Modell. Lehrbuch zu Theorie und Praxis (4. überarbeitete und erweiterte Auflage). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
* Gimenez, Julio (2007). Writing for Nursing and Midwifery Students. Basingstoke: Palgrave Macmillan.
* Bund Deutscher Hebammen (2005): Schwangerenvorsorge durch Hebammen. Stuttgart, Hippokratesverlag.
* Schneider, Husslein, Schneider (Hrsg.) (2006): Die Geburtshilfe
(3. Aufl.). Heidelberg: Springer.
* Geist, Harder, Stiefel (2007): Hebammenkunde. Lehrbuch für
Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Beruf. Stuttgart,
Hippokratesverlag.
* Johnson, Ruth. (2000): Lehrbuch Hebammenfertigkeiten. Stuttgart,
Hans Huber.
* Groß, Mechthild. (2001): Gebären als Prozess. Empirische Befunde
für eine wissenschaftliche Neuorientierung. Stuttgart, Hans Huber.
* Rockenschaub, Alfred. (2005): Gebären ohne Aberglauben. Fibel
und Plädoyer für die Hebammenkunst. Wien, Facultas.
* Harder, U. (2005). Wochenbettbetreuung in der Klinik und zu Hause.
Stuttgart: Hippokrates.

Art der Vermittlung

Integrierte Lehrveranstaltung

Voraussetzungen und Begleitbedingungen

Modul 3 Frauenheilkunde
Modul 4 Schwangerschaft und Geburt
Modul 5 Regelwidrigkeiten in der Geburtshilfe

Prüfungsmethode und Beurteilungskriterien

LV-abschließende mündliche/schriftliche Prüfung