Hebammen

Gesundheitsförderung und Sozialmedizin

Integrierte Lehrveranstaltung, 1.00 ECTS

 

Lehrinhalte

Die Lehrveranstaltung gibt zunächst die Definitionen und Abgrenzungen von Gesundheitsförderung, Prävention und Sozialmedizin und zeigt dann den Managementzyklus (Analysieren, Planen, Umsetzen und Evaluieren) in der GFP auf. Es wird die Bedeutung von Zielen, Strategien und Umsetzungsplänen erklärt und versucht, Theorien der Gesundheitsförderung und Prävention an Hand von Beispielen gelungener Programme/Modellprojekte darzustellen. Der Genderaspekt und die Schnittstellen zur Hebammenarbeit werden in allen Phasen berücksichtigt und am Ende der Lehrveranstaltung soll das Gehörte auch für den eigenen Arbeitsstil anwendbar sein.

Lernergebnisse der LV

I. Die Studierenden können eine zukünftige freiberufliche Hebammentätigkeit unter Berücksichtigung rechtlicher, organisatorischer, ökonomischer und gesundheitsfördernder Kriterien planen. Sie kennen die wichtigsten Tools des Projekt- und Qualitätsmanagements und können v.a. zukünftige Tätigkeiten wie Kurse, Beratungen und sonstige Dienstleistungen aus dem Portfolio der Hebammentätigkeit damit strukturieren bzw. reflektieren. Weiters kennen Sie soziale Netzwerke, die zur Betreuung der Frauen herangezogen werden können, um die jeweils größtmögliche Betreuungsqualität zu erreichen.

II. Vgl. Kompetenzen gemäß Heb-AK (Anlage 1), die Studierenden können:
- berufsspezifische Konzepte der Gesundheitsförderung und Prävention gezielt umsetzen
- die berufliche Tätigkeit insbesondere bei freiberuflicher Berufsausübung mittels organisatorischer und betriebswirtschaftlicher Prinzipien entwickeln, gestalten und umsetzen (FMK)
- zur Weiterentwicklung des Hebammenberufs beitragen
- den Anforderungen des lebenslangen Lernens und der Fortbildungsverpflichtung unter dem Aspekt einer kontinuierlichen
Anpassung an medizinisch-wissenschaftliche Erkenntnisse gerecht
werden, um die Qualität der Berufsausübung zu gewährleisten
- eigene Entscheidungen verantwortungsbewusst nach außen vertreten
- die Grenzen der eigenverantwortlichen Berufsausübung erkennen
und bei Verdacht oder Auftreten von für Frau und Kind regelwidrigen
oder gefahrdrohenden Zuständen während der Schwangerschaft, der
Geburt und des Wochenbetts nach ärztlicher Anordnung die
erforderlichen Maßnahmen in Zusammenarbeit mit der ÄrztIn
durchführen
- aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse im nationalen und
internationalen Bereich recherchieren
- nach berufsrechtlichen, ökonomischen und ökologischen
Grundsätzen arbeiten
- die Zuständigkeit anderer Berufe erkennen und durch
situationsadäquate multiprofessionelle Zusammenarbeit
die erforderlichen Maßnahmen setzen
- die Betreuung, Beratung und Pflege der Schwangeren,
Gebärenden und Wöchnerin sowie des Neugeborenen und
Säuglings eigenverantwortlich und prozessorientiert durchführen
- kulturelle und religiöse Bedürfnisse, Lebensweisheiten und
Werthaltungen berücksichtigen
- den Beratungs- und Betreuungsverlauf dokumentieren sowie
die Ergebnisse analysieren und auswerten
- psychosoziale Veränderungs- und Entwicklungsprozesse
erkennen und entsprechende Maßnahmen setzen und veranlassen.

Empfohlene oder verpflichtende Fachliteratur und andere Lernressourcen bzw. –instrumente

* Schmidtbauer, W. & Scheidt, J. (2004). Handbuch der Rauschdrogen, Frankfurt: Fischer.
* Reichel, R. & Rabenstein, R. (2001). Kreativ beraten, Münster: Ökotopia.
* Cierpka, M. (1997). Handbuch der Familiendiagnostik, Berlin: Springer.
* Liedloff, J. (1996). Auf der Suche nach dem verlorenen Glück, München: Beck.
* Ochs, M. (2008). Familie geht auch anders, Heidelberg: Carl Auer – Lebenslust.
* Sacks, O. (2008). Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte, Reinbeck bei Hamburg: Rowolth.
* Schelle, H. (2007): Projekte zum Erfolg führen. Projektmanagement systematisch und kompakt. DTV-Beck.
* Schelle, H.; Ottmann, R. & Pfeiffer, A. (2005): Projektmanagement. GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V. (Hrsg): Nürnberg.
* Kahla-Witzsch, H.A. (2003). Zertifizierung im Krankenhaus nach DIN EN ISO 9001:2000. Ein Leitfaden. Stuttgart. Kohlhammer Verlag.
* Bohinc, Thomas (2006): Projektmanagement. Soft Skills für Projektleiter. Gabal Verlag.
* Lessel, Wolfgang (2002): Pocket Business: Projektmanagement. Projekte effizient planen und erfolgreich umsetzen. Cornelsen Verlag.
* Bowden, J; Manning, V.(2006): Health promotion in midwifery.
Principles and practice. 2nd edition. Edward Arnold (Publishers) Ltd. London.
* Dunkley, J. (2003): Gesundheitsförderung und Hebammenpraxis.
Hans Huber Verlag, Bern.
* Gutzwiller, F; Jeanneret, O. (1996): Sozial- und Präventivmedizin Public Health.
Hans Huber Verlag. Bern.
* Hurrelmann, K; Klotz, T; Haisch J. (2007): Lehrbuch der Prävention
und Gesundheitsförderung. 2. Auflage. Hans Huber Verlag, Bern.

Art der Vermittlung

Integrierte Lehrveranstaltung

Voraussetzungen und Begleitbedingungen

Modul 10 Orientierung im Berufsfeld
Modul 11 Standpunkte entwickeln
Modul 12 Beratung

Prüfungsmethode und Beurteilungskriterien

LV-immanente Prüfungsleistung