Hebammen

Geburtshilfliche Notfälle 2

Integrierte Lehrveranstaltung, 1.00 ECTS

 

Lehrinhalte

Teil 2 der LV "Geburtshilfliche Notfälle":
Schwerpunkt ist das Erarbeiten systematischer medizinischer Notfallprocedere im Umgang mit Hochrisikoschwangeren- und Gebärenden (z.B. Spezialfälle der CTG-Interpretation, Blutungsmanagement, frühe Frühgeburtlichkeit, lebensbedrohende Erkrankungen und Reanimation von Mutter und Kind). Fortgeschrittene Kenntnisse der Geburtspathologie werden weiter vertieft.

Lernergebnisse der LV

I. Die Studierenden wissen um haftungsrechtliche Zusammenhänge in der Geburtshilfe, kennen die Grenzen der Hebammentätigkeit und sind in der Lage Interventionen innerhalb des Tätigkeitsbereiches zu setzen, die dem Wohl von Mutter und Kind dienen. Sie sind sensibilisiert für die Bedürfnisse von Kindern und Familien, die Notfälle erleiden mußten und mit den Folgen von Notfallbehandlungen umgehen müssen (Behinderung des Kindes, Folgeschäden von Frühgeburtlichkeit, Geburtsschäden, etc.) und können beratend unterstützen.

II. Vgl. Kompetenzen gemäß Heb-AV (Anlage 1), die Studierenden können:
- nach berufsrechtlichen, ökonomischen und ökologischen Grundsätzen arbeiten
- aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse im nationalen und internationalen Bereich recherchieren
- Maßnahmen analysieren, reflektieren und situationsadäquat selbständig Lösungsansätze entwickeln
- den Beratungs- und Betreuungsverlauf dokumentieren sowie die Ergebnisse analysieren und auswerten
- die Grenzen der eigenverantwortlichen Berufsausübung erkennen und bei Verdacht oder Auftreten von für Frau und Kind regelwidrigen oder gefahrdrohenden Zuständen während der
Schwangerschaft, der Geburt und des Wochenbetts nach ärztlicher
Anordnung die erforderlichen Maßnahmen in Zusammenarbeit
mit der ÄrztIn durchführen.

Empfohlene oder verpflichtende Fachliteratur und andere Lernressourcen bzw. –instrumente

* Sladecek, Marzi, Schmiedbauer (2008): Recht für Gesundheitsberufe 4. LexisNexis, Wien.
* Krepler, Hackl, Marzi (2002): Recht im Krankenhausalltag. LexisNexis, Wien.
* Andreaus, Gottwald (2008): Rechtsgrundlagen für Gesundheitsberufe. Facultas. wuv, Wien.
* Koslowski (Hrsg) (1992): Maximen in der Medizin. Schattauer, Stuttgart.
* Christ-Steckhan, Claudia (2005): Elternberatung in der Neonatologie. Ernst Reinhard Verlag, München.
* Friedrich, Hantsche, Henze, Piechotta (Hrsg.) (1997): Betreuung von Eltern mit belastenden Geburtserfahrungen. Verlag Hans Huber, Bern.
* Garbe, Werner (2008): Das Frühchen Buch. 5. Auflage, Thieme, Stuttgart.
* Greiner, Daniela; Nelle, Mathias (2008): Leo – früh geboren. Verlag Hans Huber, Bern.
* Huter, Beate Marina (2004): Sanfte Frühgeborenenpflege: Auswirkungen auf die Bindung und emotionale Entwicklung des Kindes, Eine Nachuntersuchung der Frühgeborenen von Dr. Marina Marcovich. Bern: Verlag Hans Huber.
* Illing, Stephan (2003): Kinderheilkunde für Hebammen. 3. Auflage. Hippokrates, Stuttgart.
* Jorch, Gerhard (2006): Frühgeborene, Rat und Hilfe für betroffene Eltern.
Urania Verlag, Stuttgart.
* Marcovich, Marina; de Jong, Theresia (2008): Frühgeborene –
zu klein zum leben? Geborgenheit und Liebe von Anfang an. Kösel-Verlag,
München.
* Obladen, Michael; Maier, Rolf (Hrsg.) (2006): Frühgeburt und
Frühgeborenes. Eine interdisziplinäre Aufgabe. 7. Auflage. Springer-Verlag, Berlin.
* Strobel, Kornelia (2004): Frühgeborene brauchen Liebe: Was Eltern für ihr
'Frühchen' tun können. Kösel.
* Wüsthof, Achim; Böning, Verena (2005): Früh geboren, Leben
zwischen Hoffnung und Technik. Urban & Fischer/Elsevier, München.

Art der Vermittlung

Integrierte Lehrveranstaltung

Voraussetzungen und Begleitbedingungen

Modul 4 Schwangerschaft und Geburt
Modul 5 Regelwidrigkeiten in der Geburtshilfe
Modul 6 Geburtsmedizin

Prüfungsmethode und Beurteilungskriterien

LV-immanente Prüfungsleistung