{"id":10000769,"date":"2024-03-19T16:28:26","date_gmt":"2024-03-19T14:28:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/informationsdesign\/bachelor\/?page_id=769"},"modified":"2024-03-19T16:28:59","modified_gmt":"2024-03-19T14:28:59","slug":"dr-david-wilfinger-ba","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/informationsdesign\/bachelor\/nach-dem-studium\/absolventinnen-absolventen\/dr-david-wilfinger-ba\/","title":{"rendered":"Dr. David Wilfinger, BA"},"content":{"rendered":"<div id=\"\" class=\"wp-block-text-content margin-bottom-normal\">\n    <div class=\"container-lg\">\n        <div class=\"row\">\n            <div class=\"col\">\n                <h4>Eckdaten<\/h4>\n<p><strong>Jobbezeichnung:<\/strong> Abteilungsleiter Digital Product Design   <br>\n<strong>Unternehmen:<\/strong>Mercedes-Benz AG     <\/p>\n<h4>Lieber David, wie ging es dir so w&auml;hrend deines Informationsdesign Studiums?<\/h4>\n<p>&bdquo;Ich glaube, ich hatte zu Beginn des Studiums die Idee, Web-Designer zu werden, aber das hat sich w&auml;hrend des Studiums komplett ge&auml;ndert. Das ganze User Interface Thema habe ich erst in meinem Studium kennengelernt. Ich kam von einem humanistischen Gymnasium, und habe ehrlich gesagt im Designbereich nicht so viel mitgebracht, deswegen war das ja auch sehr interessant und neu f&uuml;r mich. Ich muss sagen, ich habe die Breite des Studiums als sehr angenehm empfunden, ich habe, verglichen mit meinen Kolleg:innen von der Uni, immer wieder sehr von der Praxis profitiert, die ich durch die FH mitgebracht habe.&ldquo;<\/p>\n<h4>Wie ging es weiter, als du fertig warst?<\/h4>\n<p>&bdquo;Ich habe nach dem Studium gemerkt, dass ich gerne inhaltlich noch mehr in die Tiefe gehen m&ouml;chte und mich dieses ganze Thema Mensch-Maschine Interaktion sehr interessiert. Deswegen bin ich an die Universit&auml;t in Salzburg, um dort das Doktorat machen &ndash; zum Gl&uuml;ck gab es damals einen Professor, der genau zu diesem Thema geforscht hat und eine Forschungsgruppe zum Thema Human Interaction Design aufgebaut hat. Ich war dann in dieser Gruppe, ein Mix aus Psychologen, Informatikern, Soziologen und eben ich als Designer &ndash; das war eine echt coole Truppe aus verschiedensten Disziplinen, die aber alle am gleichen Thema gearbeitet haben, das war eine echte Bereicherung.&ldquo;<\/p>\n<h4>Wolltest du nach deinem Doktorat an der Universit&auml;t bleiben?<\/h4>\n<p>&bdquo;Nein, ich habe mich dann entschieden, dass ich eigentlich in die Industrie wechseln m&ouml;chte und bin in Salzburg zu Porsche Informatik gewechselt. Zum Thema User Interface im Auto hatten wir schon auf der Uni ein gro&szlig;es Projekt, und ich habe f&uuml;nf Jahre zu dem Thema geforscht und auch publiziert. Bei der Porsche Informatik ging es dann um User Interfaces f&uuml;r den Autohandel, was ein relativ komplexer Prozess ist, weil von dem Moment an, wo du ein Auto kaufst, alles sehr von Software begleitet ist.&ldquo;<\/p>\n<h4>Und du bist beruflich dem Thema treu geblieben?<\/h4>\n<p>&bdquo;Ja, nach ein paar Jahren habe ich dann eine Stelle als Teamleiter hier in Sindelfingen im Mercedes-Benz Design angetreten, und ich muss sagen, dass Mercedes als Arbeitgeber schon sehr attraktiv ist, vor allem hier im Designbereich. Wir gestalten die Autos der Zukunft, und das ist einfach ein cooles Produkt. Autos wecken ja viele Emotionen, wo man sich als Designer ordentlich abarbeiten kann. (lacht) Dazu kommt: In vielen Firmen bist du halt als User Interface Designer oft alleine in einem Team, und jetzt bin ich Teil in einer Designfamilie von unglaublich kreativen Kolleg:innen, die t&auml;glich am Look &amp; Feel unserer Produkte arbeiten. Das ist schon eine coole Stimmung am Arbeitsplatz. Vor allem auch, weil das ja nicht alles User Interface Designer sind, viele kommen aus anderen Disziplinen, wie z.B. Exterior und Interior Design. Nach einigen Jahren als Teamleiter wurde mir dann Anfang 2022 die Leitung einer Abteilung im Digitalen Design &uuml;bertragen.&ldquo; <\/p>\n<h4>Wie kann man sich deine T&auml;tigkeit als Abteilungsleiter bei Mercedes vorstellen?<\/h4>\n<p>&bdquo;Es werden Themen an uns herangetragen, und wir gehen dann den klassischen Designprozess durch. Das hei&szlig;t, zu Beginn versuchen wir, das Problem zu verstehen, spielen verschiedene Varianten durch, versuchen von vielen Ideen wenige auszusieben. Danach beginnen wir Ideen im Detail auszuarbeiten, diese dann m&ouml;glichst realistisch im Prototypen umzusetzen. Danach beginnt die Testphase mit User:innen und final wird das Ergebnis schlie&szlig;lich im Auto implementiert. Die ganze Funktionalit&auml;t wird immer mehr, es wird immer komplexer einerseits, die Technik so zu gestalten, dass sie einfach benutzbar ist. Gleichzeitig m&uuml;ssen wir, Luxusmarke noch mehr als reine Usability machen. Das Design und die Technik sollen begeistern, und diesen Luxuseffekt m&uuml;ssen wir auch ins User Interface bringen, das ist eine spannende Aufgabe.&ldquo;<\/p>\n<h4>Wie viele Menschen arbeiten an deinem Standort in Sindelfingen?<\/h4>\n<p>&bdquo;Alleine im Bereich Forschung und Entwicklung sind es tausende, am Standort inklusive Produktion sind es so 35.000 Kolleg:innen, das ist eine richtige Stadt. Es ist immer wieder beeindruckend, wie aufw&auml;ndig es ist, ein Auto zu entwickeln und zu bauen.&ldquo;<\/p>\n<h4>F&auml;hrst du selbst auch einen Mercedes?<\/h4>\n<p>&bdquo;Ja, ich darf auch einen Mercedes fahren (lacht). Auf der einen Seite ist man als Designer von dem Produkt nat&uuml;rlich begeistert, man arbeitet auch mit viel Herzblut dran, auf der anderen Seite ist es ja so, wir machen das ja nicht f&uuml;r uns, sondern wir machen es f&uuml;r die Kund:innen, das hei&szlig;t, denen muss es gefallen, und nat&uuml;rlich gibt es immer etwas, was man besser machen kann. Das ist eine andauernde Challenge.&ldquo;<\/p>\n<h4>Darfst du uns verraten, in welche Richtung es geht? Ist das Selbstfahren bald vorbei?<\/h4>\n<p>&bdquo;Naja, die Kund:innengruppe ist unglaublich divers, und das Auto muss ja dann fast jede:r sch&ouml;n finden. Auch das User Interface muss jede:r bedienen k&ouml;nnen, von einer jungen Person, die mit Digitalisierung aufgewachsen ist bis hin zu &auml;lteren Personen, die nicht mit dem Handy in der Hand gro&szlig; geworden sind. Das gleiche gilt f&uuml;r unterschiedliche Antriebsarten, wir versuchen auch da, verschiedene Zielgruppen zu bedienen. Das Thema autonomes Fahren ist nat&uuml;rlich pr&auml;sent und auch ein gro&szlig;es User Interface Thema, das ist eine Herausforderung f&uuml;r uns als Designer.&ldquo;<\/p>\n<h4>Da hast du beruflich wirklich aufs richtige Pferd gesetzt!<\/h4>\n<p>&bdquo;Ja, also ich bin ja mittlerweile in einer Position, wo ich eine Abteilung leite, und ich finde nach wie vor total wichtig, was wir damals an der FH gelernt haben, das w&uuml;rde ich weiterhin suchen, was diese Ausbildung grunds&auml;tzlich an Breite und Know-How anbietet! Und ich kann nur sagen, der Markt f&uuml;r User Interface Designer ist stark im Wachsen, wir suchen die ganze Zeit gute Leute!&ldquo;<\/p>\n\n            <\/div>\n        <\/div>\n            <\/div>\n<\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser Absolvent des Bachelorstudiengangs Informationsdesign, David Wilfinger, ist heute als Abteilungsleiter von Digital Product Design bei Mercedes-Benz AG t\u00e4tig. Im Interview erz\u00e4hlt er uns mehr zu seinem Karriereweg.<\/p>\n","protected":false},"author":143,"featured_media":10000770,"parent":10000284,"menu_order":5,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"template-absolvent.blade.php","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"acf":[],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/informationsdesign\/bachelor\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/10000769"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/informationsdesign\/bachelor\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/informationsdesign\/bachelor\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/informationsdesign\/bachelor\/wp-json\/wp\/v2\/users\/143"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/informationsdesign\/bachelor\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10000769"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/informationsdesign\/bachelor\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/10000769\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/informationsdesign\/bachelor\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/10000284"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/informationsdesign\/bachelor\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10000770"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/informationsdesign\/bachelor\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10000769"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}