{"id":10000774,"date":"2024-03-20T13:06:01","date_gmt":"2024-03-20T11:06:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/informationsdesign\/bachelor\/?page_id=774"},"modified":"2024-03-20T13:10:14","modified_gmt":"2024-03-20T11:10:14","slug":"daniel-perraudin-ba","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/informationsdesign\/bachelor\/nach-dem-studium\/absolventinnen-absolventen\/daniel-perraudin-ba\/","title":{"rendered":"Daniel Perraudin, BA"},"content":{"rendered":"<div id=\"\" class=\"wp-block-text-content margin-bottom-normal\">\n    <div class=\"container-lg\">\n        <div class=\"row\">\n            <div class=\"col\">\n                <p><strong>Jobbezeichnung:<\/strong> Type &amp; Graphic Designer<br>\n<strong>Unternehmen:<\/strong> <a href=\"https:\/\/capitale.berlin\/portfolio\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Capitale Design Studio<\/a>  <\/p>\n<h5>Du hast 2003 mit dem Studium begonnen &ndash; hattest du von Beginn an eine Leidenschaft f&uuml;r Typografie?<\/h5>\n<p>&bdquo;Ich erinnere mich gut, dass ich relativ bald im Studium damit begonnen habe, w&auml;hrend des Unterrichts Buchstaben zu zeichnen, da hatte ich noch gar keine Ahnung, wie das eigentlich funktioniert. Diese Skizzen sind wirklich grottenschlecht. Aber ich zeige sie den Studierenden gerne am Anfang meiner Typografie Vorlesungen, damit sie sehen, dass wir alle einmal kein anfangen. Ich habe allerdings damals schon bemerkt, dass mir das richtig Freude macht, und habe versucht, eine eigene Formensprache daraus zu entwickeln. Gem&uuml;ndet haben diese Bem&uuml;hungen dann in meiner Diplomarbeit, wof&uuml;r ich eine eigene Schrift entwickelt habe. Die Parka ist heute Hausschrift der FH, und da schlie&szlig;t sich f&uuml;r mich sozusagen der Kreis.&ldquo;<\/p>\n<h5>Wie ging es nach dem Diplom f&uuml;r dich weiter?<\/h5>\n<p>&bdquo;Ich wusste zu diesem Zeitpunkt schon, dass ich f&uuml;r das Thema Typografie brenne, und habe erstmal meine eigene Schrift weiter entwickelt &ndash; zu dem Zeitpunkt lag sie ja nur im Regular Schnitt vor, und ich wusste, wenn ich damit etwas anfangen will, dann muss sie noch viele weitere Zeichen und vor allem Schnitte bekommen. Gleichzeitig musste ich auch erstmal Geld verdienen, also suchte ich mir eine Festanstellung bei KMS in M&uuml;nchen im Bereich Corporate Design\/Typografie. Die Schriftentwicklung war aber permanent in meinem Kopf, und nach 2,5 Jahren habe ich mich dann in Den Haag f&uuml;r den Type and Media Master beworben.&ldquo;<\/p>\n<h5>War es einfach dort aufgenommen zu werden?<\/h5>\n<p>&bdquo;Naja, die Bewerbung war eine ziemliche Hals &uuml;ber Kopf Aktion. Ich bemerkte bei der Recherche zu diesem Master, dass ich nur mehr zwei Wochen Zeit hatte, um mich zu bewerben, und die ganzen Unterlagen, Zertifikate, Portfolio etc. dann neben der eigentlichen Arbeit zusammenzutragen, war dann kurz extrem stressig. Aber ich dachte, ich bewerbe mich einfach, wird schon werden. Das war im Nachhinein gesehen total vermessen meinerseits,  denn ich wusste zu diesem Zeitpunkt nicht, dass sie nur 12 Studienpl&auml;tze bei &uuml;ber 200 Bewerber:innen anbieten. Welcher Gl&uuml;cksfall es war, dort aufgenommen zu werden, wurde mir also erst im Nachhinein klar.<br>\nDer Master war dann in jeder Hinsicht extrem, ich glaube ich habe in meinem Leben noch nie so viel gearbeitet wie dort. Wir waren alle in diesem Kokon, wir haben uns gegenseitig gepusht, jeder hat sich angetrieben gef&uuml;hlt durch das Kollektiv &ndash; es gab eigentlich ausschlie&szlig;lich die Akademie in dieser Zeit. Ich habe 24h pro Tag nur &uuml;ber Schrift geredet, es war wie ein einj&auml;hriges Bootcamp mit super hohem Nerdpotential!&ldquo;<\/p>\n<h5>Wie ging es danach f&uuml;r dich weiter?<\/h5>\n<p>&bdquo;Ich ging zuerst f&uuml;r zwei Jahre nach Leipzig, hab selbst&auml;ndig an eigenen Projekten und mit einem befreundeten B&uuml;ro im Bereich Leit- &amp; Orientierungssysteme gearbeitet. 2015 bin ich dann nach Berlin gezogen und habe in diesem Zeitraum einige Projekt mit meiner ehemaligen Studienkollegin Cora abgewickelt. Dieser Kontakt hat sich dann zunehmend vertieft, und 2016 haben wir gesagt: lass uns dem Baby doch einen Namen geben, und dann haben wir unser gemeinsames B&uuml;ro gegr&uuml;ndet.&ldquo;<\/p>\n<h5>Was ist euer inhaltlicher Kernfokus in eurem Unternehmen?<\/h5>\n<p>&bdquo;Unser Fokus liegt auf typografisch versierter Gestaltung, Schrift spielt also immer eine wichtige Rolle. Im Kern geht es um drei inhaltliche Schwerpunkte: Editorial Design, Branding (wir haben grad die Hochschule Karlsruhe neu gestaltet) und Leit- und Orientierungssysteme. Typedesign ist mein eigenes Steckenpferd neben der B&uuml;rot&auml;tigkeit. Ich habe bisher zwei Schriften ver&ouml;ffentlicht, zwei weitere folgen jetzt &ndash; ich denke diese Leidenschaft l&auml;sst mich nicht mehr los. Und hin und wieder denke ich noch dar&uuml;ber nach, ob ich nicht vollst&auml;ndig aufs Typedesign setzen sollte, aber mal sehen&hellip;&ldquo;<\/p>\n<h5>Was ist f&uuml;r dich das Reizvolle bei der Gestaltung eines Leitsystems?<\/h5>\n<p>&bdquo;Es kommt auf die Spielm&ouml;glichkeiten an: ich sch&auml;tze es, wenn ein Leitsystem sehr straight und sehr funktional ist. Das ist im Grunde auch das, was wir im Studiengang von Anfang an gelernt haben, n&auml;mlich viele Informationen auf die Essenz herunter zu brechen und die richtigen H&auml;ppchen zum richtigen Zeitpunkt anzubieten. Faszinierend ist au&szlig;erdem, dass bei einem Leitsystem so viele Disziplinen zusammentreffen: Typografie, Architektur, Raum, Wahrnehmungspsychologie&hellip; Man muss z.B. einerseits Pl&auml;ne lesen k&ouml;nnen, andererseits aber auch in der Lage sein, gestalterisch f&uuml;r unterschiedlichste Orte eine Sprache entwickeln zu k&ouml;nnen, die zu der jeweiligen Architektur und der Geschichte des Ortes passt.&ldquo;<\/p>\n\n            <\/div>\n        <\/div>\n            <\/div>\n<\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Daniel Perraudin ist Type &amp; Graphic Designer. Seine Leidenschaft f\u00fcr Typografie hat er bereits im Bachelorstudium entdeckt. Mehr \u00fcber seine Passion und seinen Werdegang verr\u00e4t er im Interview. <\/p>\n","protected":false},"author":143,"featured_media":10000775,"parent":10000284,"menu_order":6,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"template-absolvent.blade.php","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"acf":[],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/informationsdesign\/bachelor\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/10000774"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/informationsdesign\/bachelor\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/informationsdesign\/bachelor\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/informationsdesign\/bachelor\/wp-json\/wp\/v2\/users\/143"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/informationsdesign\/bachelor\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10000774"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/informationsdesign\/bachelor\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/10000774\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/informationsdesign\/bachelor\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/10000284"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/informationsdesign\/bachelor\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10000775"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fh-joanneum.at\/informationsdesign\/bachelor\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10000774"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}