Auszeichnung

5 RED DOT AWARDS für das Institut Design und Kommunikation der FH JOANNEUM in Graz

 

Bei den diesjährigen Red Dot Awards haben Studierende der Studiengänge „Informationsdesign“ und „Ausstellungsdesign“ der FH JOANNEUM fünf Red Dot Awards in der Kategorie „Communication Design“ gewonnen.

Den Studierenden am Institut Design und Kommunikation, das kritische Gestalterinnen und Gestalter ausbildet, wurden in den letzten sieben Jahren insgesamt 17 Red Dot Awards verliehen. Die Studierenden lernen ökonomische, soziale, kulturelle und technologische Hintergründe zu verstehen, um effektives Design für die Gesellschaft zu erarbeiten.

„Diese außergewöhnliche Häufung der Auszeichnungen belegt, dass die Qualität der Abschlussarbeiten an unseren Design-Studiengängen international sehr gut wahrgenommen wird. Unserer Aufgabe als UNESCO City of Design werden wir damit mehr als gerecht“, freut sich Karl Stocker, Leiter der Studiengänge „Informationsdesign“ und „Ausstellungsdesign“.

Insgesamt gab es dieses Jahr 8000 Einreichungen aus 50 Ländern. Die Auszeichnung “Red Dot Award” hat sich international als eines der begehrtesten Qualitätssiegel für gute Gestaltung etabliert. Von Produkten über Kommunikationsprojekte und Verpackungen bis hin zu Designkonzepten und Prototypen dokumentiert der Red Dot Award die weltweit prägnantesten Trends.

Die Gewinnerinnen

Christina Hauszer:
„Schreiben und Gestalten in leichter Sprache“ (Bachelor-Arbeit, „Informationsdesign“)
Wie lässt sich barrierefreie Information konkret umsetzen? Diese Bachelorarbeit analysiert die Anwendbarkeit der Sprachvarietät “Leichte Sprache” im Bereich des Journalismus und beleuchtet jene Rahmenbedingungen, die als Grundlage für eine zielgruppenorientierte grafische Gestaltung notwendig erscheinen. Im 21. Jahrhundert leben auch in der westlichen Welt immer noch Menschen, die nicht ausreichend Lesen oder Schreiben können. Um ihnen einen (Wieder-) Einstieg in die verschriftlichte Welt zu ermöglichen, wurde in den vergangenen Jahren von verschiedenen Organisationen in Europa das Konzept “Leichte Sprache” entwickelt.

Sabrina Öttl:
„Ansichtssache“ (Bachelor-Arbeit, „Informationsdesign“)
Diese Bachelorarbeit untersucht jene Aspekte der Mikrotypografie, die die Lesbarkeit von gedruckten Texten beeinflussen. Schrift ist visualisierte Sprache. Tagtäglich begegnen wir einer Vielzahl zu Wörtern kombinierten Buchstaben in den verschiedensten Medien. Diese Arbeit verdeutlicht, dass nicht nur die Schriftwahl alleine für die optimale Rezeption eines Textes wichtig ist. Typografie ist Handwerk und erfordert Wissen, Können, Gefühl und Erfahrung beim Ausübenden. Diese Arbeit wurde außerdem mit dem European Design Award ausgezeichnet.

Verena Thaller:
„Risographie“ (Bachelor-Arbeit, „Informationsdesign“)
Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Risographie, einem Schablonendruckverfahren, das besonders für schnelle, kostengünstige Vervielfältigungen entwickelt wurde. Zusätzlich ist es eine sehr umweltschonende Art zu drucken, da die Farbe ohne Chemikalien und Hitze auf das Papier übertragen wird. Die Risographie ist jedoch kein hochwertiges und präzises Druckverfahren. Durch den manuellen Papiereinzug kommt es zu Passungenauigkeiten. Mit diesen meist gewollten, aber in ihren Ausprägungen unbeeinflussbaren Stilelementen wie Unregelmäßigkeiten, Rastereffekten, Siebdruck-Ästhetik, etc. arbeiten viele Grafiker, Designer und Künstler und verleihen ihren Druckprodukten somit eine eigene Ästhetik.

Janina Zumann:
„Molotovka“ (Bachelor-Arbeit, „Informationsdesign“)
Diese Bachelorarbeit beleuchtet den Designprozess von einer Idee bis hin zur fertigen Verpackung eines Vodkas und erklärt grundlegende Designentscheidungen. Molotovka verkörpert wilde Freiheit, wenn es sein muss, rücksichtslosen Egoismus und zugleich sozialen Halt und Kraft für eine neue Bewegung. Er erzählt eine Geschichte. Von Gestern für Heute. Wild sein, frei sein, man selbst sein. Der Ursprung des bekannten Molotow Cocktails findet sich im Jahr 1939, im Wunder des Winterkrieges. Die Thematik rund um die Volkswaffe wird in der Gestaltung spürbar und auf die heutige Gesellschaft adaptiert.

Janine Hugsam, Eva Stern, Patricia Wess:
„Nothing stops Detroit“ (Master-Arbeit, „Ausstellungsdesign“)
Wie kann Design zur Stadtentwicklung beitragen? Dieser Frage wurde im Rahmen einer Ausstellung des Designmonats 2016 nachgegangen. Die Ausstellung „Nothing Stops Detroit“ behandelte die Industriegeschichte der Stadt, die daraus resultierenden Probleme und die neueren Tendenzen in der Stadtentwicklung. In einem leerstehenden Gebäude im Herzen von Graz wurde Detroit als „Newcomer“ im UNESCO City of Design-Netzwerk vorgestellt und bot gleichzeitig einen Einblick in die Stadt und ihre prominente Geschichte. Die Basis dieser Masterarbeit und der Ausstellung „Nothing Stops Detroit“ bildete die im Studienplan integrierte Pflichtexkursion, welche im Herbst 2015 nach Detroit führte.