Kurzmitteilung

Projektmeeting BB-Clean in Bled

Brandaktuelle Themen vor einer spektakulären Naturkulisse.

 
Projektmeeting BB-Clean in Bled

Die Tage werden langsam kürzer und kälter, die Winterzeit steht unmittelbar vor der Tür und somit auch die Heizperiode. Besonders im alpinen Raum wird das Thema Heizen in Zusammenhang mit Feinstaub- und Umweltbelastungen immer wichtiger.

Das Interreg-Alpine-Space-Projekt BB-Clean hat die nachhaltige Nutzung von Biomasseheizungen in Haushalten des alpinen Raums zum Ziel. Die Biomasseverbrennung führt zu konstanten Feinstaubemissionen, die der Bevölkerung und den lokalen Verwaltungen oft unbekannt sind. An diesem Punkt setzt das Projekt BB-Clean mit Feinstaubanalysen, Workshops, Informationsveranstaltungen und Feinstaub-Messkampagnen unter Einbezug der lokalen Bevölkerung an.

Bled: wunderschönes Ambiente für ein klimarelevantes Thema

Im Oktober 2019 traf sich das Projektteam bestehend aus Partnern aus Österreich, Italien, Slowenien und Frankreich im wunderschönen Bled in Slowenien, um die neuesten Projektergebnisse zu diskutieren, Erfahrungsberichte auszutauschen und weitere Maßnahmen zu diskutieren. Seitens des Instituts Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement engagieren sich Ulrike Zankel-Pichler, Jeannine Schieder, Christof Sumereder und Josef Bärnthaler für dieses klimarelevante Thema und präsentierten die aktuellsten Forschungsergebnisse der FH JOANNEUM.

Die Forscherinnen und Forscher des Instituts widmeten sich im vergangenen Jahr der Analyse der Feinstaubherkunft. Dank neuester Technologien können immer feinere Partikel analysiert werden und den Quellen Biomasse und Verkehr zugeordnet werden. Aktuell befindet sich ein Black Carbon Monitor in der Partnergemeinde Thörl und erfasst die Feinstaubkonzentration zum Start der Heizsaison. Im nächsten Schritt erhält das österreichische Projektteam 15 Airbeam Messgeräte für eine Messkampagne im Winter. Im Rahmen dieser Kampagne kann mithilfe dieser tragbaren Messgeräte der Feinstaubgehalt im Alltag eines Bürgers beziehungsweise einer Bürgerin gemessen werden. Außerdem werden die Forscherinnen Jeannine Schieder und Ulrike Zankel-Pichler Workshops mit Studierenden, regionalen Schulen und interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der Bevölkerung abhalten. Ziel der Workshops ist die Erfassung von Feinstaubdaten in unterschiedlichen Regionen und deren Auswertung beziehungsweise der Vergleich mit den Ergebnissen aus den anderen Projektländern.

Projektausblick 2020

Teil des Projektes ist der interkulturelle und wissenschaftliche Austausch unterschiedlicher Forschungseinrichtungen. Aus diesem Grund wird das österreichische Projektteam sich für die Gastfreundschaft in Bled revanchieren und das nächste Projektmeeting am Standort des Instituts „Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement“ an der FH JOANNEUM Kapfenberg abhalten. Natürlich hat das Projektteam einige beeindruckende Eindrücke von Bled, dem Bleder See und der Kulinarik mitgebracht.