Visuelle Kommunikation und Bildmanagement

Bilder und Öffentlichkeiten: Zur Ethik Visueller Kommunikation

Vorlesung, 2.00 ECTS

 

Beschreibung aus Antrag

Die Lehrveranstaltung beschäftigt sich mit ethischen Grundlagen der Bildverwendung:
Von welchen Kriterien hängen ethische Entscheidungen für oder gegen ein Bild in unterschiedlichen Branchen ab (z.B. Medienunternehmen, Bildredaktionen, Kommunikationsagenturen)?
Welche ethischen Standards gelten bei der Verwendung unterschiedlicher Bildtypen?
Welche Regeln und Konventionen markieren die Grenze zwischen akzeptabler Bildbearbeitung und manipulativer Verwendung?
Welche Chancen und Risiken ergeben sich durch die globale Verbreitung von Bildern in unterschiedlichen Öffentlichkeiten?

Kompetenzerwerb aus übergeordnetem Modul

Die Absolventin/der Absolvent besitzt detaillierte Kenntnisse und Übungserfahrung …
• in der Unterscheidung, wann Informationen am besten in Bild, wann in Text verarbeitet werden.
• in der Beurteilung, wie Entstehungsbedingungen und gestalterischen Faktoren von Bildern ihre Nutzung , Rezeption und Wirkung beeinflussen.
• welche intersubjektiven und interkulturellen Faktoren die Nutzung, Rezeption und Wirkung von Bildern beeinflussen.
• in der Umsetzung des integrierten Ansatzes von Storytelling aus Text und Visualisierung.
• in der Abstimmung/Planung integrierter multimedialer Berichterstattung.
• im „Mitziehen“ von Fokus-Änderungen im Zuge von sich entwickelnden Themen(schwerpunkten).
• im Selbstständige Arbeiten vor Ort, Erkennen und richtige visuelle Umsetzen einer gegebenen Situation
• im Verantwortungsbewusstsein für die ethischen Rahmenbedingungen der Arbeit als PressefotografIn bzw. BildredakteurIn.
• im flexiblen Einsatz von unterschiedlichen Selektionsniveaus je nach Angebotsmenge und –qualität sowie in Relation zum Faktor Zeit
• in sicherer qualitätsorientierter Selektion auch bei hohem Zeitdruck.
• in zielgenauer Abstimmung des Selektionsniveaus auf das Medienformat: Online/Social Media vs. Magazin.
• im Erkennen des „Besten Bildes“ aus einer hohen Bildanzahl unter Zeitdruck - erfordert Wissen zum Thema der angebotenen Bilder – das fotografisch beste Bild kann auch das „schlechteste“ zum Thema sein.

Literatur aus übergeordnetem Modul

Bücher:
Burda, Hubert: In medias res – Zehn Kapitel zum Iconic Turn. München, 2010.
Burke, Peter: Augenzeugenschaft. Bilder als historische Quellen. Berlin, 2003.
Doelker, C.: Ein Bild ist mehr als ein Bild. Visuelle Kompetenz in der Multimedia-Gesellschaft. Stuttgart, 2002.
Döveling, K.: Emotionen – Medien – Gesellschaft. Eine kommunikationssoziologische Analyse. Köln, 2005.
Groebner, Valentin: Ich-Plakate. Eine Geschichte des Gesichts als Aufmerksamkeitsmaschine. Frankfurt/Main: S. Fischer 2015.
Marquardt, E.: Visiotype und Stereotype. Köln, 2005.
Paul, Gerhard: Das visuelle Zeitalter. Punkt und Pixel. Göttingen: Wallstein 2016.
Pietraß, M.: Zur Überschneidung von Realität und Fiktion bei der Medienrezeption. Opladen, 2003.
Pörksen, Uwe: Weltmarkt der Bilder. Eine Philosophie der Visiothype. Stuttgart: Klett-Cotta 1997.
Sachs-Hombach, Klaus (Hg.): Bildtheorien. Anthropologische und kulturelle Grundlagen des Visualistic Turn. Frankfurt/Main: Suhrkamp 2009.
Schwender, C.: Medien und Emotionen. Wiesbaden, 2006.
Fachzeitschriften:
VISUELL (Dieter Franzen Verlag),
EIKON (Österreichisches Institut für Photographie und Medienkunst),
FOTOGESCHICHTE (Jonas Verlag für Kunst und Literatur GmbH)

Lernmethode

Vorlesung

Bewertung

Schriftliche Arbeit im Umfang von 8-10 Seiten