Visuelle Kommunikation und Bildmanagement

Bildmanagement: Kriterien qualitativer und quantitativer Bildselektion und -Analyse

Integrierte Lehrveranstaltung, 4.00 ECTS

 

Beschreibung aus Antrag

Die LV beschäftigt sich - theoretische reflektiert - mit Bildselektion in der Praxis:
Was ist eine Text-Bild-Schere und wie vermeide ich sie?
Welche Bild ästhetischen Kriterien lege ich der Auswahl zugrunde?
Wie lassen sich technische und gestalterische Perfektion beurteilen? Wann sind diese Kriterien bei der Bildselektion wichtig, wann kann man darüber hinwegsehen?
In welchen Fällen bestimmen Zeitdruck und Themenrelevanz die Selektion?
Welche Rolle spielen Produktionszyklen?
Welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen FotografIn und DesmitarbeiterIn, AgenturberaterIn gibt es?

Kompetenzerwerb aus übergeordnetem Modul

Die Absolventin/der Absolvent besitzt detaillierte Kenntnisse und Übungserfahrung …
• in der Unterscheidung, wann Informationen am besten in Bild, wann in Text verarbeitet werden.
• in der Beurteilung, wie Entstehungsbedingungen und gestalterischen Faktoren von Bildern ihre Nutzung , Rezeption und Wirkung beeinflussen.
• welche intersubjektiven und interkulturellen Faktoren die Nutzung, Rezeption und Wirkung von Bildern beeinflussen.
• in der Umsetzung des integrierten Ansatzes von Storytelling aus Text und Visualisierung.
• in der Abstimmung/Planung integrierter multimedialer Berichterstattung.
• im „Mitziehen“ von Fokus-Änderungen im Zuge von sich entwickelnden Themen(schwerpunkten).
• im Selbstständige Arbeiten vor Ort, Erkennen und richtige visuelle Umsetzen einer gegebenen Situation
• im Verantwortungsbewusstsein für die ethischen Rahmenbedingungen der Arbeit als PressefotografIn bzw. BildredakteurIn.
• im flexiblen Einsatz von unterschiedlichen Selektionsniveaus je nach Angebotsmenge und –qualität sowie in Relation zum Faktor Zeit
• in sicherer qualitätsorientierter Selektion auch bei hohem Zeitdruck.
• in zielgenauer Abstimmung des Selektionsniveaus auf das Medienformat: Online/Social Media vs. Magazin.
• im Erkennen des „Besten Bildes“ aus einer hohen Bildanzahl unter Zeitdruck - erfordert Wissen zum Thema der angebotenen Bilder – das fotografisch beste Bild kann auch das „schlechteste“ zum Thema sein.

Literatur aus übergeordnetem Modul

Bücher:
Burda, Hubert: In medias res – Zehn Kapitel zum Iconic Turn. München, 2010.
Burke, Peter: Augenzeugenschaft. Bilder als historische Quellen. Berlin, 2003.
Doelker, C.: Ein Bild ist mehr als ein Bild. Visuelle Kompetenz in der Multimedia-Gesellschaft. Stuttgart, 2002.
Döveling, K.: Emotionen – Medien – Gesellschaft. Eine kommunikationssoziologische Analyse. Köln, 2005.
Groebner, Valentin: Ich-Plakate. Eine Geschichte des Gesichts als Aufmerksamkeitsmaschine. Frankfurt/Main: S. Fischer 2015.
Marquardt, E.: Visiotype und Stereotype. Köln, 2005.
Paul, Gerhard: Das visuelle Zeitalter. Punkt und Pixel. Göttingen: Wallstein 2016.
Pietraß, M.: Zur Überschneidung von Realität und Fiktion bei der Medienrezeption. Opladen, 2003.
Pörksen, Uwe: Weltmarkt der Bilder. Eine Philosophie der Visiothype. Stuttgart: Klett-Cotta 1997.
Sachs-Hombach, Klaus (Hg.): Bildtheorien. Anthropologische und kulturelle Grundlagen des Visualistic Turn. Frankfurt/Main: Suhrkamp 2009.
Schwender, C.: Medien und Emotionen. Wiesbaden, 2006.
Fachzeitschriften:
VISUELL (Dieter Franzen Verlag),
EIKON (Österreichisches Institut für Photographie und Medienkunst),
FOTOGESCHICHTE (Jonas Verlag für Kunst und Literatur GmbH)

Lernmethode

Integrierte Lehrveranstaltung

Bewertung

Permanente Beurteilung und Abschlussarbeit