Visuelle Kommunikation und Bildmanagement

Visual Culture: Von der Bildnutzung und Bildrezeption zur Bildsprache und Bildästhetik

Vorlesung, 6.00 ECTS

 

Beschreibung aus Antrag

Die LV beschäftigt sich mit Aspekten der Nutzung, Rezeption und Wirkung von Bildern sowie mit unterschiedlichen Aspekten der Bildgestaltung:
Welche Unterschiede gibt es bei der Verarbeitung von Informationen in Bild- und Textform?
Wie beeinflussen Entstehungsbedingungen und gestalterische Faktoren von Bildern ihre Nutzung, Rezeption und Wirkung?
Wie wirken Bilder in verschiedenen Gesellschaften und zu verschiedenen Zeiten?
Welche intersubjektiven und interkulturellen Faktoren prägen die Nutzung, Rezeption und Wirkung von Bildern?
Durch welche ästhetischen Kriterien lässt sich ein visueller Stil charakterisieren?
Wie wirken sich ästhetische Entscheidungen auf die Nutzung, Rezeption und Wirkung von Bildern aus?
Welche kulturgeschichtlichen Aspekte sind für das Verständnis einer bestimmten Bildsprache relevant?
Auf welche Weise können Bilder gesellschaftliche Vorstellungen (z.B. von Arbeitswelten, Berufsfeldern, Familien- und Geschlechterrollen) beeinflussen?
Wie spielen Sender- und Empfängerperspektive in der Bildwirkung zusammen?

Kompetenzerwerb aus übergeordnetem Modul

Die Absolventin/der Absolvent besitzt detaillierte Kenntnisse und Übungserfahrung …
• in der Unterscheidung, wann Informationen am besten in Bild, wann in Text verarbeitet werden.
• in der Beurteilung, wie Entstehungsbedingungen und gestalterischen Faktoren von Bildern ihre Nutzung , Rezeption und Wirkung beeinflussen.
• welche intersubjektiven und interkulturellen Faktoren die Nutzung, Rezeption und Wirkung von Bildern beeinflussen.
• in der Umsetzung des integrierten Ansatzes von Storytelling aus Text und Visualisierung.
• in der Abstimmung/Planung integrierter multimedialer Berichterstattung.
• im „Mitziehen“ von Fokus-Änderungen im Zuge von sich entwickelnden Themen(schwerpunkten).
• im Selbstständige Arbeiten vor Ort, Erkennen und richtige visuelle Umsetzen einer gegebenen Situation
• im Verantwortungsbewusstsein für die ethischen Rahmenbedingungen der Arbeit als PressefotografIn bzw. BildredakteurIn.
• im flexiblen Einsatz von unterschiedlichen Selektionsniveaus je nach Angebotsmenge und –qualität sowie in Relation zum Faktor Zeit
• in sicherer qualitätsorientierter Selektion auch bei hohem Zeitdruck.
• in zielgenauer Abstimmung des Selektionsniveaus auf das Medienformat: Online/Social Media vs. Magazin.
• im Erkennen des „Besten Bildes“ aus einer hohen Bildanzahl unter Zeitdruck - erfordert Wissen zum Thema der angebotenen Bilder – das fotografisch beste Bild kann auch das „schlechteste“ zum Thema sein.

Literatur aus übergeordnetem Modul

Bücher:
Burda, Hubert: In medias res – Zehn Kapitel zum Iconic Turn. München, 2010.
Burke, Peter: Augenzeugenschaft. Bilder als historische Quellen. Berlin, 2003.
Doelker, C.: Ein Bild ist mehr als ein Bild. Visuelle Kompetenz in der Multimedia-Gesellschaft. Stuttgart, 2002.
Döveling, K.: Emotionen – Medien – Gesellschaft. Eine kommunikationssoziologische Analyse. Köln, 2005.
Groebner, Valentin: Ich-Plakate. Eine Geschichte des Gesichts als Aufmerksamkeitsmaschine. Frankfurt/Main: S. Fischer 2015.
Marquardt, E.: Visiotype und Stereotype. Köln, 2005.
Paul, Gerhard: Das visuelle Zeitalter. Punkt und Pixel. Göttingen: Wallstein 2016.
Pietraß, M.: Zur Überschneidung von Realität und Fiktion bei der Medienrezeption. Opladen, 2003.
Pörksen, Uwe: Weltmarkt der Bilder. Eine Philosophie der Visiothype. Stuttgart: Klett-Cotta 1997.
Sachs-Hombach, Klaus (Hg.): Bildtheorien. Anthropologische und kulturelle Grundlagen des Visualistic Turn. Frankfurt/Main: Suhrkamp 2009.
Schwender, C.: Medien und Emotionen. Wiesbaden, 2006.
Fachzeitschriften:
VISUELL (Dieter Franzen Verlag),
EIKON (Österreichisches Institut für Photographie und Medienkunst),
FOTOGESCHICHTE (Jonas Verlag für Kunst und Literatur GmbH)

Lernmethode

Vorlesung

Bewertung

Schriftliche Arbeit im Umfang von 8-10 Seiten und Projektarbeit „Challenging Stereotypes“ (Kurzvideoproduktion)