Weiterbildung

Soziale Arbeit in der Behindertenhilfe

Modulare Weiterbildung

 
Modulare Weiterbildung: Soziale Arbeit in der Behindertenhilfe

„Durch die Umsetzung der UN-Konvention für Menschen mit Behinderung werden zusätzlich zur Grundausbildung erweiterte Kenntnisse in der Behindertenarbeit gefordert. Die modulare Weiterbildung Soziale Arbeit in der Behindertenhilfe setzt hier an und vermittelt aktuelle Kompetenzen in Hinblick auf Beratung, sozialarbeitsorientierter Methodik und Intervention."

DSA Daniela Sprenger, Hochschullektorin (FH)

Inklusion, Teilhabe und Selbstbestimmung verändern die Angebote und Möglichkeiten für Menschen mit Behinderung in den Einrichtungen, erweitern aber auch die Aufgaben und Anforderungen an das Berufsfeld.

Ausbildungsziele

Die berufsbegleitende Weiterbildung umfasst drei Semester und ermöglicht Personen, die mit Menschen mit Behinderung arbeiten, eine Erweiterung ihres Arbeitsspektrums um sozialarbeitsorientierte Perspektiven und Methoden mit zeitgemäßen Zugängen in der Behindertenhilfe. Ziel ist der Erwerb von Beratungs- und Diagnosekompetenz für eine professionelle und partizipative Arbeit mit Menschen mit Behinderung und ihrem Umfeld.

Im Fokus der modularen Weiterbildung stehen drei Module:

  • Fallverständnis: Im Modul 1 werden Themen wie Beratung, Umgang mit Lebenswelten und Konfliktmanagement behandelt.
  • Rechte und Selbstbestimmung: Modul 2 dient zur Reflexion von praktischen Erfahrungen sowie dem Erwerb rechtlicher Grundlagen und einer ethischen Grundhaltung.
  • Interventionen und Handlungen: Sozialarbeitsorientierte Diagnoseverfahren und deren Nutzung in interdisziplinären Kooperationen kennzeichnen Modul 3.

Die Teilnehmenden erwerben grundlegendes Wissen zu Methodik, den „neuen“ rechtlichen Rahmenbedingungen und eigener Reflexionsarbeit. Unter anderem werden folgende Kompetenzen geschult:

  • Kommunikations- und Beratungskompetenz mit Menschen mit Behinderung und ihrem Umfeld
  • Kompetenz zur Nutzung von sozialarbeitsorientierten Diagnoseverfahren beispielsweise in interdisziplinären Kooperationen
  • Kenntnisse der rechtlichen Situation für Menschen mit Behinderung auf europäischer und österreichischer Ebene
  • Reflexionskompetenz und Aufbau einer ethischen Grundhaltung

Fakten zur Weiterbildung

Abschluss: Abschlussarbeit und Zertifikat

Anzahl der Semester / Anzahl der ECTS:
3 Semester / 15 ECTS

Organisation: Berufsbegleitend

Unterrichtssprache: Deutsch

Anzahl der Plätze pro Jahr und Ablauf: 24 Plätze pro Durchgang

Lehrgangsgebühren: insgesamt Euro 2.550,--

Standort: FH JOANNEUM Graz

Bewerbungsfrist: 31. August 2021

Start der Weiterbildung: Herbst 2021

„Lebensweltbezogene Behindertenarbeit ist ein Ansatz, der ausgehend von der Stimme eines behinderten Menschen an Konzepten und methodischen Instrumenten der Gemeinwesenarbeit sowie der Lebensweltorientierung in der Sozialen Arbeit anknüpft, um Leitprinzipien der Inklusion und Partizipation einzulösen.“

Georg Theunissen

Zugangsvoraussetzungen

Die Weiterbildung richtet sich an im Bereich der Behindertenhilfe tätige Personen, die laut derzeitiger Leistungsverordnung qualifiziert sind, aber keine Ausbildung in Sozialarbeit haben.

Voraussetzungen für die Teilnahme sind:

  • eine facheinschlägige Ausbildung im Fachbereich Behinderung

und

  • ein Nachweis über praktische Erfahrung von mindestens 150 Stunden in der Behindertenhilfe in Form von Dienstverträgen oder Praktika.

Bewerbung

Für die Bewerbung ist abzugeben:

  • ein unterzeichneter Lebenslauf
  • ein unterzeichnetes Motivationsschreiben
  • ein Nachweis über die Zugangsberechtigung
  • eine Kopie des Staatsbürgerschaftsnachweises oder Reisepasses

Bewerben können Sie sich:

oder

  • per Post an FH JOANNEUM Gesellschaft mbH, Institut Soziale Arbeit, Frau Evelin Lanz, Eggenberger Allee 11, 8020 Graz

Module

Organisation

Die Präsenztage nehmen auf die besonderen zeitlichen Anforderungen aus dem Praxisfeld Rücksicht und finden in der Regel am Mittwochnachmittag statt. Ein Selbststudienanteil und betreutes E-Learning ergänzen die Präsenzphasen. Der Anteil der Präsenzzeit der Kontaktstunden ist mindestens 75 Prozent und wird im Syllabus der jeweiligen Lehrveranstaltungen festgelegt.

Die modulare Weiterbildung „Soziale Arbeit in der Behindertenhilfe“ schließt nach Erstellung einer Abschlussarbeit mit einem Zertifikat ab.

Qualifikation und Berufsbild

Die Weiterbildung ermöglicht eine berufliche Höherqualifizierung für Fachkräfte in der Behindertenhilfe mit folgenden Lernergebnissen:

  • eine Erweiterung von Perspektiven und Handlungsoptionen hinsichtlich Methoden für das Praxisfeld der Behindertenhilfe;
  • einen praxisbezogenen Transfer sozialarbeitsorientierter Zugänge und Methoden im Handlungsfeld der Behindertenhilfe;
  • verbesserte Jobchancen durch die Auseinandersetzung mit zeitgemäßen Zugängen in der Behindertenhilfe (Inklusionsparadigma).