Vier Tage lang wurde die Kunsttankstelle zu einem experimentellen Labor voller Cocktailmaschinen, mechanischer Mischwesen und KI-inspirierter Installationen. Seit 1999 steht die Roboexotica – Festival für Cocktailrobotik für ein weltweit einzigartiges Zusammenspiel aus Technologie, Kunst und kulinarischem Experiment.
„Wir wollen Kunst und Technologie so zeigen, wie man sie sonst nie erlebt: schräge Maschinen, soziale Interaktion, kulinarischer Witz und echte Innovation – alles an einem Ort“, sagt Günther Friesinger, künstlerischer Leiter der Roboexotica. „Heuer freuen wir uns besonders über die neuen internationalen Kooperationen und die Vielfalt experimenteller Zugänge.“
Studierende aus dem 5. Semester des Studiengangs Informationsdesign präsentierten screenbasierte und AR-unterstützte Cocktail-Experimente – von spielerisch bis poetisch, von archivarisch bis partytauglich.
Eine Auswahl der Arbeiten:
Toastiology – Das lebendige Wunscharchiv
Jeder Toast wird hörbar: Gläser speichern aufgeschriebene Wünsche und geben beim Anstoßen Klänge ab. Ein Ritual des Teilens, Feierns und Verbindens.
A Drink With My Monsters
Eine intime Installation über Sorgen, Selbstzweifel und das Sich-Stellen der eigenen „Monster“ – bei einem Drink im Moment.
_messtalgia – Die digitale Hausparty-Collage
Ein chaotisch-schönes Interaktionsfeld aus Partyfragmenten, Bildern und Clips. Berührungen lösen mini-chaotische Ereignisse aus – ein digitales Fest der Unvorhersehbarkeit.
Cocktail Aquarium: Angeln für Drinks
Gummifische, Interface-Design und ein „Aquariumsaft“ – ein überraschend verspielter Cocktailgenerator.
Guess Your Cocktail
Ein Augmented-Reality-Barspiel, bei dem Gäste einander mit animierten Zutaten zum erratenen Cocktail führen – analoges Storytelling trifft digitale Magie.
Begleitet wurde das experimentelle Projekt von Designerin und FH Lektorin Anika Kronberger.