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Porträt

Nikolaus Pichler, BA

Absolvent von Journalismus und Public Relations (PR)

Nikolaus Pichler wollte immer schon in der Chronik arbeiten.

🎓Das habe ich studiert:

Mein Job: Chronikreporter bei APA – Austria Presse Agentur in Wien, Österreich.

📭 So kannst du mich erreichen: LinkedIn, Plattform X, Instagram

Das war das coolste Praktikum: Mein Pflichtpraktikum im sechsten Semester beim stern in Hamburg von Anfang März bis Ende Mai 2019

Hier habe ich mein Auslandspraktikum verbracht: in Hamburg

Hier habe ich die Zeit nach den LVs verbracht: Im Stadtpark, der Scherbe und der Auster in Eggenberg

Das beste Essen am Campus: natürlich das Mittagsmenü in der Mensa

Mein Lieblingsort am Campus: der Park vorm Audimax in der Eggenberger Allee

So habe ich meinen Studienabschluss gefeiert: keine Erinnerung mehr 😉

 

Das lernt man im Studium garantiert: Einiges – unter anderem das Schreiben von Longreads und Magazinstücken, die Bedeutung von Recherche vor Ort und was eine Geschichte aus- und besser macht.

Die beste Lehrveranstaltung war: Digitaler Magazinjournalismus samt Abschlussprojekt und zehntägiger Recherchereise auf den Westbalkan

Mit dieser Lehrveranstaltung hatte ich etwas zu kämpfen: Scripting und Coding

FunFact aus dem Studium? Unnötiges Wissen? Manche Lehrenden sollte man besser nicht verärgern.

Nicht jede Meinung von anderen auf die Goldwaage legen, aber gleichzeitig auch Rat von älteren bzw. erfahreneren Kolleginnen und Kollegen anzunehmen, wenn es drauf ankommt. Zudem sollte man wissen, was und welche Themen man will, sich ein Spezialgebiet zulegen, Eigeninitiative zeigen und auch seine Scheu vorm Boulevard ablegen, denn gerade dort sind die Eintrittsbarrieren für Einsteiger:innen oft geringer.

Über meinen Beruf

Ich bin auf Geschichten rund um Blaulicht, Kriminalität, Justiz und innere Sicherheit spezialisiert und berichte tagesaktuell über Themen, die so vielfältig sind wie das pralle Leben selbst: vom Hochwasser über einen Mordfall bis hin zu Klimaprotesten. Dafür recherchiere ich vor Ort, im Büro sowie auf Pressekonferenzen und in Hintergrundgesprächen, versuche, an Themen dranzubleiben und arbeite laufend an eigenen Geschichten. Bei Großereignissen tickern wir oft live vom Ort des Geschehens, fangen Eindrücke, Szenen etc. ein. Auch chronikalische Auslandsmeldungen von großen internationalen Partneragenturen wie AFP, dpa, Reuters oder AP be- und verarbeiten wir weiter und sorgen so dafür, dass die österreichischen Medien auch mit internationalen News versorgt sind.

Für meinen Job braucht man Schnelligkeit, Stressresistenz, tagesaktuelles Denken, Hands-on-Mentalität und Textkompetenzen, um Geschichten auf den Punkt zu bringen. Ohne Leidenschaft geht es auch nicht, einerseits berichtet man in der Chronik oft über die Schattenseiten des Lebens, andererseits ist man beispielsweise während eines Bereitschaftsdienstes am Wochenende 24 Stunden rund um die Uhr erreichbar. Ein Gespür für Medienrecht schadet auch nicht – Stichwort Opferschutz, Unschuldsvermutung etc. Und nicht zuletzt Bescheidenheit. Gerade bei einer Nachrichtenagentur steht nicht der/die Journalist:in, sondern die Geschichte im Vordergrund.

Das Mindset, dass Geschichten nicht im Büro sondern auf der Straße liegen, Textarbeit, Interviewtricks und den Umgang mit Recherche- sowie Social-Media-Tools habe ich bereits im Studium für den Job gelernt.

Ich absolvierte zwei Praktika im Chronikressort des KURIER während des Studiums an der FH JOANNEUM und begann noch während der Bachelorarbeit im August 2019 als Polizei- und Gerichtsreporter in der Lokalredaktion der Kronen Zeitung in meiner Heimat Salzburg zu arbeiten. Nach einer darauffolgenden Station bei heute.at in Wien hat sich dann der Job bei der APA ergeben, wo ich seit Februar 2023 arbeite. Ein damaliger Interviewpartner für meine Bachelorarbeit wurde so auch zu einem Kollegen.

Ich mag meinen Job per se und das Ressort ist abwechslungsreich. Hier finden die menschlichsten Geschichten, aber auch jene, die mich persönlich immer am meisten interessiert haben, statt. Mit der Reichweite einer Nachrichtenagentur kann außerdem vermutlich kein anderes Medium mithalten, gute Geschichten finden mitunter auch Anklang in internationalen Medien. Was ich an meinem Job nicht so mag, ist die Termingetriebenheit und die Unplanbarkeit mancher Arbeitstage samt Feierabend.

Mein bisher größter Erfolg war, als eine Exklusivgeschichte über das Aufenthaltsverbot für eine Klimaaktivistin in Österreich auch von AFP und dpa aufgegriffen wurde und sich so europaweit verbreitete.

Ich möchte künftig noch mehr Wissen erarbeiten, mich innerhalb meiner Nische etablieren und zeigen, dass Agenturjournalismus mehr kann, als man glaubt.

Unsere Absolvent:innen

Du möchtest weitere Absolvent:innen der FH JOANNEUM kennenlernen, mehr über ihr Studium und ihren Berufsweg erfahren? Hier findest du alle Porträts.

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