In einer zunehmend globalisierten Welt wird interkulturelles Verständnis immer bedeutsamer. Diese Arbeit untersucht, wie analoge Fotografie und Storytelling genutzt werden können, um die oft verborgenen Schichten von Kulturen sichtbar zu machen. Im Mittelpunkt steht die interaktive Ausstellung „Beauty in Differences“, die kulturelle Unterschiede zwischen Österreich und Michigan (USA) thematisiert. Die Ausstellung vereint taktile Elemente, persönliche Voiceovers und analoge Fotografie, um Themen wie Privatsphäre, Esskultur und Nachhaltigkeit zu beleuchten. Dabei orientiert sie sich am Eisbergmodell von Hall, das verdeutlicht, wie tiefere Normen und Werte hinter sichtbaren Unterschieden verborgen liegen.
Die analoge Fotografie mit ihrer greifbaren, unperfekten Ästhetik symbolisiert die unverfälschte Natur kultureller Kontraste. Interaktive Elemente wie ein Seilzugsystem und reflektierende Bilderrahmen ermöglichen den Besucher:innen, aktiv in die Ausstellung einzutauchen. Eine versteckte Botschaft, die sich erst durch genaues Erkunden offenbart, spiegelt den schrittweisen Prozess wider, tiefere kulturelle Bedeutungen zu entschlüsseln.
Die Besucherbefragung bestätigt den Erfolg der Ausstellung: Über 88% der Teilnehmer:innen erkannten authentische, tiefere kulturelle Unterschiede, und 79% empfanden Nostalgie, was die emotionale Wirkung der analogen Fotografie verdeutlicht. Gleichzeitig identifizierten nur 35% das Medium als analog, was Potenzial zur Optimierung der Vermittlung bietet. Die Ergebnisse belegen, dass ein multisensorisches Design Reflexion, Lernen und emotionale Resonanz fördert.
Diese Arbeit trägt zur interkulturellen Kommunikation und zum Design bei, indem sie darstellt, wie analoge Medien und Storytelling abstrakte kulturelle Unterschiede greifbar machen können. Sie betont die Bedeutung von Entschleunigung, intensiver Auseinandersetzung und der Wertschätzung kultureller Vielfalt, um Empathie und zwischenmenschliche Verbindungen zu stärken.