Wenn die eigene Verletzung zum Wendepunkt wird
Antonia war schon immer aktiv: Skifahren, Klettern, Bergsteigen – Bewegung gehört zu ihrem Leben. Als sie plötzlich mit dem Patellaspitzensyndrom, einer Überbelastung des Knies, zu kämpfen hatte, wurde ihr klar, welche Kraft in der Physiotherapie steckt. „Mein Physiotherapeut hat mir nicht nur geholfen, schmerzfrei zu werden – er hat mir meine Lebensqualität zurückgegeben”, erinnert sie sich. Dieser Moment war ausschlaggebend: Antonia wollte selbst Menschen dabei unterstützen, wieder in Bewegung zu kommen.
Die Entscheidung für die FH JOANNEUM in Graz fiel ihr leicht. Die Stadt verbindet urbanes Leben mit Nähe zur Natur – ideal für die passionierte Bergsteigerin. „Graz ist einfach eine wunderschöne Stadt – nicht zu groß, aber mit allem, was man braucht. Und die FH JOANNEUM hat einen ausgezeichneten Ruf.”
Vom Skileistungszentrum ins Physiotherapiestudium
Antonias Weg führte sie über die Skihauptschule zur Sport- und Handelsakademie in Schladming. Diese Ausbildung bereitete sie hervorragend auf die sportlichen Aspekte des Physiotherapiestudiums vor: „Ich habe ein gutes Körpergefühl mitgebracht und gelernt, wie man Menschen anleitet und motiviert”.
Was ihr jedoch fehlte, war die naturwissenschaftliche Grundlage. „Am Anfang habe ich mich oft mit anderen verglichen, die aus einem naturwissenschaftlichen Gymnasium kamen”, gibt Antonia zu. Doch diese Sorge war unbegründet: „Die Lehrenden haben uns von Anfang an auf Augenhöhe behandelt und unterstützt. Niemand wird hier allein gelassen.”
Zusammenhalt macht den Unterschied
Die ersten beiden Semester forderten Antonia heraus. Der Lernaufwand war groß, die Zeit an der Hochschule intensiv. Doch genau hier zeigte sich die Stärke des Studiengangs: der Zusammenhalt unter den Studierenden.
„Wir haben schnell Lerngruppen gebildet. Kolleg:innen, die Latein hatten, haben mir geholfen. Andere, die sportlicher waren, haben wiederum bei den Bewegungsfächern unterstützt”, beschreibt Antonia. Dieser gegenseitige Support machte den Unterschied.