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Abenteuer Sri Lanka: Wenn Physiotherapie auf Herzlichkeit trifft

Ein unvergessliches Auslandspraktikum im National Hospital Kandy für zwei Physiotherapiestudierende Mira Gamerith und Anja Pöll, 24. August 2026

(c) Pöll

Ayubowan aus Sri Lanka! Wenn Physiotherapie auf Herzlichkeit trifft: Mira Gamerith und Anja Pöll, zwei engagierte Studierende der Physiotherapie an der FH JOANNEUM, haben ihr letztes Praktikum im National Hospital Kandy, Sri Lanka, absolviert. Begleitet von Neugier und dem Wunsch, ein außereuropäisches Gesundheitssystem kennenzulernen, machten sie sich auf den Weg, mit offenem Herzen und ohne feste Erwartungen. Organisiert wurde der Aufenthalt dank der Unterstützung von Sabine Eichler und Monica Christova sowie in Zusammenarbeit mit der University of Peradeniya und dem Postgraduate Center. Die Organisation von Flug, Unterkunft und Visum übernahmen die beiden selbst, was eine spannende, wenn auch zeitintensive Herausforderung war.

Ein Praktikum, das mehr als nur Fachwissen vermittelt

Sri Lanka bot Mira und Anja nicht nur eine neue Perspektive auf die Physiotherapie, sondern auch eine tiefgehende kulturelle Erfahrung. „Kommunikation ist so viel mehr als nur zu reden“, dieser Satz von Mira fasst eine der wichtigsten Lektionen zusammen. Die Sprachbarriere zwang sie, geduldig zu sein, auf nonverbale Signale zu achten und Vertrauen in ihre Wahrnehmung zu entwickeln. Die Arbeit im Krankenhaus zeigte ihnen, dass Menschlichkeit und Respekt die Grundlage einer erfolgreichen Therapie sind, Werte, die sie in dieser Form in Österreich so noch nicht erlebt hatten.

Anja betont, wie sehr sie die Herzlichkeit und Offenheit der Menschen beeindruckt hat: „Ein Lächeln war selten nur eine Höflichkeitsfloskel, sondern eine echte Einladung, sich willkommen zu fühlen.“ Besonders im Gesundheitswesen, wo oft wenig Zeit bleibt, war diese Wertschätzung für sie ein prägendes Erlebnis. Beide Studierende kehrten mit der Überzeugung zurück, dass gute Therapie nicht von der Ausstattung, sondern von den Menschen abhängt, die sie gestalten.

Fachlich gesehen, erlebten Mira und Anja, wie Physiotherapie unter völlig anderen strukturellen und kulturellen Rahmenbedingungen funktioniert. Sie beobachteten, wie Ressourcenknappheit durch Kreativität und Improvisation ausgeglichen wird, eine Erfahrung, die ihnen zeigte, dass Probleme im österreichischen Gesundheitssystem oft „First World Problems“ sind.

Persönlich nahmen sie mit, dass Struktur und Planung nicht immer nötig sind, um das Beste aus einer Situation zu machen. Die beiden Monate in Sri Lanka waren geprägt von Dankbarkeit, neuen Perspektiven und der Erkenntnis, dass jeder Ort zur Heimat werden kann, wenn man die richtigen Menschen um sich hat. Anja fasst es so zusammen: „Ich bin mit der Hoffnung geflogen, etwas für meinen Beruf mitzunehmen. Zurückgekommen bin ich mit einem Koffer voller Erinnerungen und der Gewissheit, dass das nicht meine letzte Reise nach Sri Lanka war.“

Neben der Arbeit im Krankenhaus hatten Mira und Anja die Möglichkeit, das lebendige Sri Lanka zu erkunden: von den grünen Reisfeldern und wilden Elefantenherden bis hin zu den sonnigen Stränden und farbenfrohen Märkten. Diese Eindrücke veranschaulichen, wie sehr sie in die Kultur eingetaucht sind und wie sehr sie diese Zeit genossen haben.

Ihre Reise war mehr als nur ein Praktikum: Es war eine Reise zu sich selbst, eine Erfahrung, die sie sowohl beruflich als auch persönlich wachsen ließ. Und wer weiß, vielleicht war dies erst der Anfang ihrer Verbindung zu diesem faszinierenden Land.

(c) Pöll

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