Porträt

DI Patrick Hollensteiner, BSc

DI Patrick Hollensteiner, BSc arbeitet seit 2016 bei TDC-ZT GmbH und ist dort im Bereich der Örtlichen Bauaufsicht tätig.

 

Eckdaten

Unternehmen: TDC-ZT GmbH
Jobbezeichnung: Örtliche Bauaufsicht
Ich arbeite: zurzeit in Mödling - vormals in Wien und St. Pölten
Ich arbeite hier seit: 2016
Mein Kontakt

Was ich mache:

  • Örtliche Vertretung der Interessen der Auftraggeber einschließlich Ausübung des Hausrechtes auf der Baustelle

  • Kontrolle von Qualität, Terminen und Kosten

  • Ansprechpartner für Auftraggeber:innen, Generalplaner:innen, Nutzer:innen sowie für sämtliche Gewerke vor Ort und weitere am Projekt beteiligte Dritte

Zurzeit bin ich in Mödling tätig. Hier wird ein BG/BRG für 1000 Schüler:innen und mehr als 100 Lehrer:innen in mehreren Bauphasen (während Aufrechterhaltung des Schulbetriebes) saniert und erweitert. Meine Tätigkeit umfasst die Örtliche Bauaufsicht. Ich vertrete den Bauherren vor Ort. Neben Qualitätskontrollen gehören auch die Kosten- & Terminverfolgung, Gewerkeabnahmen, Beweissicherungen von Mängeln und Schäden sowie Rechnungsprüfungen zum Tagesgeschäft.

Um die Projektziele zu wahren, ist oftmals ein dementsprechendes gezieltes Eingreifen erforderlich. Eine Vielzahl an Besprechungen wird durch mich einberufen, geleitet und auch protokolliert. Ich bin Ansprechpartner für mehr als 20 Gewerke auf der Baustelle sowie für Auftraggeber:innen, Generalplaner:innen und Nutzer:innen. Ebenso bilde ich die Schnittstelle zu Anrainer:innenn, Konsulenten als auch externen Ansprechpartner:innen, welche für das Projekt erforderlich sind.

Das Unternehmen, in welchem ich beschäftigt bin, wickelt zum Großteil öffentliche Aufträge ab. Bildungsbauten (z.B. Universitäten, Schulen), Sonderbauten (z.B. Labore, Schießanlagen für die Cobra, Einsatztrainingszentren für die Polizei, etc.) - als auch Geschäftslokale und Bürobauten beinhaltet das Repertoire.

Somit ist mit jedem neuen Projekt große Abwechslung geboten. Es bleiben zwar die Grundaufgaben meines Tätigkeitsbereiches dieselben, dennoch muss man stets individuell auf die neuen Herausforderungen eingehen.

Warum ich meinen Job liebe:

  • Mein Berufsfeld ist sehr vielschichtig und vor allem mit einer sehr abwechslungsreichen Tätigkeit verbunden.

  • Jedes Projekt bringt neue Herausforderungen und seine Tücken mit sich, welche sorgfältig abgewogen gehören und die jeweilige Strategie für den Umgang damit erarbeitet werden muss. Keine Projektabwicklung gleicht der anderen - das macht meine Arbeit äußerst spannend.

  • Am letzten Tag vor der Übergabe an die Auftraggeber ist das Durchschreiten des fertiggestellten Objektes außergewöhnlich – man weiß, dass man etwas (bleibendes) mit viel Einsatz und Anstrengung geschaffen hat – die Zufriedenheit, welche sich in diesem Moment einstellt, ist etwas ganz Besonderes.

Was ich an meinem Job nicht so mag:

  • Zu spät getroffene oder gar fehlende Entscheidungen, welche in weiterer Folge zu Problemen in der Projektabwicklung führen

  • Besprechungen / Abstimmungen ohne jegliche nennenswerte Ergebnisse

Wichtige Fähigkeiten in meinem Job:

  • Ausgeglichenheit

  • Durchsetzungskraft

  • Menschenkenntniss und Weitblick sowie das damit verbundene Zusammenführen unterschiedlicher Interessen, sodass das gemeinsame Ziel gewahrt bleibt

Mein bisher tollstes Erlebnis:

Errichtung zweier Hangars am VIE - Vienna International Airport! Zum einen war das aus der Nähe zu sehende Umfeld (Start- & Landebahn mit dem allg. Flugverkehr, Sicherheitschecks, etc.) äußerst beeindruckend, und zum anderen waren die Dimensionen am Areal überwältigend. Jeder der zu errichtenden Hangars hatte die Außenabmessungen von 55x65m zzgl. dem umgebenden Vorfeld für den Flugverkehr.

VIE Flughafen Wien Schwechat - Errichtung Hangar 8+9 für die VAH, 2018 (Foto: TDC-ZT GmbH, Patrick Hollensteiner)

Mein größter Erfolg:

„Mein“ bisher größter Erfolg ist schwer zu definieren. In dem Berufsfeld, in dem ich agiere, ist Teamwork Grundvoraussetzung. Eine positive Projektabwicklung wird durch eine Vielzahl von ineinandergreifenden kleinen und großen Zahnrädern bewerkstelligt. Aber für mich persönlich, als positiv zu betrachten, ist sicherlich die Akquisition des derzeitigen Projektes, bei welchem ich tätig bin.

Im öffentlichen Sektor ist es üblich mehrstufige Verfahren zur Vergabe der Örtlichen Bauaufsicht abzuhalten. Den Abschluss bildet stets ein Hearing vor einer Kommission. Bei diesem Hearing tritt man zwar als Team auf, jedoch muss sich jeder einzelne der Fragenbeantwortung stellen und durch seine Fachkompetenz und sein Auftreten punkten.

Wie ich diesen Job bekommen habe:

Ferialpraktikum! Im Zuge des verpflichtenden Praktikums während der Studienzeit im Bachlorstudiengang „Bauplanung und Bauwirtschaft“ absolvierte ich dieses in einem großen Bauunternehmen als Unterstützung der Bauleitung - konnte somit bereits viele Eindrücke / Erfahrungen auf der Baustelle sammeln und das Gelernte aus dem Studium in die Praxis umsetzen. Das Berufspraktikum endete, und ich wollte im Sommer meine Kenntnisse noch weiter vertiefen. Somit schrieb ich kurzer Hand mehrere Unternehmen an. Nach einem positiven Vorstellungsgespräch hatte ich die Arbeitsstelle. Den Job bekam ich aufgrund meiner Erfahrung vom Pflichtpraktikum heraus. Da es mir im Unternehmen so gut gefiel, arbeitete ich auch den Sommer darauf und auch in den Semesterferien. Da die Unternehmensführung wusste, dass ich mein Studium demnächst abschließen würde, wurde mir ein Jobangebot unterbreitet, das ich vor mittlerweile 6 Jahren annahm. Seitdem habe ich verschiedene, aber immer interessante und vor allem herausfordernde Projekte begleitet.

Was ich im Studium für den Job gelernt habe:

Interdisziplinäres Arbeiten! Die Tätigkeit der Örtlichen Bauaufsicht ist sehr vielschichtig. Sei es bei der Errichtung von Schulen / Laboren / Geschäftslokalen / Hangars / etc. - ein enges Zusammenarbeiten mit allen Fachplaner:innen, als auch Vertreter:innen der verschiedenen Gewerke ist das Um und Auf für eine positive und zielgerichtete Projektabwicklung.

Die Jobchancen in meinem Bereich:

Die Bauwirtschaft brummt! Unternehmen suchen händeringend nach qualifizierem Personal. Jemand der engagiert, selbstbewusst und vor allem bereit ist, Verantwortung übernehmen zu wollen, wird - aus meiner Sicht - immer einen adäquaten Job finden!

Ein guter Einstieg ist immer wieder ein (Ferial-) Praktikum. Man erhält selbst einen Einblick in die Berufswelt und kann seine Interessen abstecken, das Unternehmen wiederum kann junge Talente für sich gewinnen und in weiterer Folge fördern.

Ich bin:

  • Ein realistischer Optimist

  • Eloquent

  • Teamplayer

Jeder neue Tag ist voller neuer Herausforderungen und Aufgaben, welche es zu bewältigen gilt. Neue Aufgaben sind stets dazu da, um an Ihnen zu wachsen!

Patrick Hollensteiner