Alexander Laibacher (Mitte) verbrachte das 5. Semester des Bachelorstudiums Wirtschaftsinformatik an der Windesheim University of Applied Sciences (Hogeschool Windesheim) in Zwolle in den Niederlanden und berichtet von seinen Erfahrungen.
Abenteuer Niederlande: Wie ein Semester Horizonte eröffnet
Alexander Laibacher, 23. Februar 2026
Alexander beim Spiel von Borussia Dortmund gegen FK Bodø/Glimt im Signal Iduna Park.
Ich verbrachte mein Erasmus+ gefördertes Auslandssemester an der Windesheim University of Applied Sciences (Hogeschool Windesheim) in Zwolle in den Niederlanden. Dort belegte ich die Spezialisierung „Data Driven Innovation“ und war Teil eines internationalen Studierendenteams. Gemeinsam arbeiteten wir an einem praxisnahen Projekt für ein Unternehmen. Einmal pro Woche besuchten wir unseren Auftraggeber vor Ort und standen in engem Austausch mit dem Product Owner. Diese direkte Zusammenarbeit mit der Praxis war besonders wertvoll, da wir theoretische Inhalte unmittelbar anwenden konnten.
Ergänzend dazu absolvierte ich einen Sprachkurs. Auch wenn viele Lehrveranstaltungen auf Englisch stattfanden, war es für mich bereichernd, erste Grundkenntnisse der niederländischen Sprache zu erwerben und dadurch noch tiefer in den dortigen Alltag einzutauchen.
Ein prägender Unterschied zwischen Österreich und den Niederlanden ist die ausgeprägte Direktheit. Niederländer:innen formulieren ihre Meinungen offen und klar. Anfangs war das für mich ungewohnt, doch rasch lernte ich diese Kommunikationskultur als ehrlich und konstruktiv zu schätzen. Ich habe die Menschen als sehr offen, hilfsbereit und unkompliziert erlebt.
Mein persönlicher „größter Niederlande-Moment“ war jedoch die Fahrradkultur. Das Fahrrad ist das zentrale Fortbewegungsmittel – mit eigener Infrastruktur, eigenen Kreisverkehren und perfekt ausgebauten Wegen. Die flache Landschaft macht das Radfahren besonders angenehm und prägt das Stadtbild nachhaltig. Diese gelebte Mobilitätskultur war für mich beeindruckend.
Neben Studium und Campusleben ergaben sich zahlreiche internationale Begegnungen. Als großer Fußballfan durfte ich ein besonderes Highlight erleben: Gemeinsam mit Studierenden aus Norwegen und Finnland reiste ich nach Dortmund, um ein Spiel von Borussia Dortmund gegen FK Bodø/Glimt im Signal Iduna Park zu besuchen. Im Gästesektor zu sitzen und die Begeisterung hautnah mitzuerleben, war ein unvergesslicher Moment.
Rückblickend kann ich ein Auslandssemester uneingeschränkt empfehlen. Vieles wirkt zu Beginn neu und ungewohnt, doch genau darin liegt der Mehrwert. Man entwickelt fachliche Kompetenzen weiter, stärkt Selbstständigkeit und interkulturelle Fähigkeiten und knüpft internationale Kontakte.
Mein Tipp
Frühzeitig informieren, den Austausch mit ehemaligen Erasmus-Studierenden suchen und offene Fragen aktiv klären. Das 5. Semester im Bachelorstudium Wirtschaftsinformatik bietet die ideale Gelegenheit, internationale Erfahrung zu sammeln – eine Chance, die ich jederzeit wieder nutzen würde.