Ein neues Projekt in der Tasche
10 Studierende, 6 Lehrpersonen, zahlreiche Forschungsthemen, eine Destination: die Sermilik-Forschungsstation in Grönland. Das JOANNEUM Arctic Expedition Team (AET) ist das erste seiner Art an der FH JOANNEUM und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Arktisforschung mit einer interdisziplinären Lehrveranstaltung und Studierendenprojekten zu verbinden. Konkret bedeutete das eine einsemestrige Vorbereitung auf eine Expeditionsreise im August 2025, deren Fokus die Umsetzung verschiedener studentischer Use Cases war.
Der Startschuss für das AET fiel bereits im Jahr 2024 – denn ein Unterfangen dieser Größe bedarf einiges an Vorbereitung. So wurde zunächst an einer Kooperation mit der Universität Graz, der Betreiberin der ersten österreichischen Polarforschungsstation in Sermilik, sowie an einer Zusammenarbeit mit der Universität Kopenhagen im Rahmen des Erasmus+-Programms gearbeitet, bevor schließlich die Teammitglieder durch einen Bewerbungsprozess im Oktober 2024 ausgewählt wurden.
Mit dem Sommersemester 2025 wurde es dann so richtig ernst: Eingebettet in die Lehrveranstaltung „Arctic Technology“ wurden die Teammitglieder einerseits auf die Expedition vorbereitet und waren andererseits intensiv in den Planungs- und Organisationsprozess eingebunden. Und natürlich erarbeitete jede:r Studierende seinen:ihren fachspezifischen Use Case für die Umsetzung vor Ort. Nach Monaten der Vorbereitung ging es für das AET schließlich nach Grönland, wo rund um die Sermilik-Forschungsstation an der Implementierung der Use Cases gearbeitet wurde – ein KI-gestütztes Wildtiererkennungssystem wurde am Gelände installiert, ein Lidar-Sensor am Fuße des Gletschers für Vermessungsvorhaben platziert, mit einem Greifarm die Entnahme verschiedenster Bodenproben getestet, und über allem schwirrten regelmäßig unsere Drohnen als Unterstützung für die Forschungsprojekte aus der Luft. Die Expedition bedeutete für das AET besonders eines: tägliche Arbeit im Feld – sei es am Gletscher, am Strand, im Flussbett oder zwischen Felsbrocken. Das Team war von früh bis spät unterwegs und hatte ein paar besondere Begleiter mit dabei, die es der Zusammenarbeit mit dem Team von BAG TO LIFE zu verdanken hatte.