In Kooperation mit dem Elevate Festival entwickelte der Design Thinking Workshop experimentelle Antworten auf diese Frage – und eröffnete damit neue Perspektiven auf Kommunikation, Infrastruktur und gesellschaftliche Organisation ohne digitale Netzwerke.
Ausgehend von zufällig kombinierten Szenarioelementen – darunter infrastrukturelle Veränderungen, soziale Kontexte, politische Stimmungen oder Zeitspannen seit dem Zusammenbruch – begaben sich elf Teams auf eine intensive Woche aus Recherche, Ideation und prototypischer Umsetzung. Der iterative Design-Thinking-Prozess führte zu vielfältigen Artefakten, die mögliche Alltagspraktiken in einer post-Internet Welt erforschen.
Die Ergebnisse wurden im Heimatsaal öffentlich präsentiert. Als externer Experte gab Designer und Designtheoretiker Harald Gründl den Studierenden Feedback zu ihren Projekten, Artefakten und Präsentationen. Die Bandbreite der Konzepte reichte von Bier-Tauschbörsen und analogen Dating-Formaten über Underground-Datennetzwerke bis hin zu gastronomischen Konzepten rund um Gerüchte, neuen Vernetzungsformen für Eltern sowie politischen Initiativen im Umgang mit Nahrungs- und Informationsknappheit.
Eine internationale Perspektive brachte erneut der Gastlehrende Chad Reichert von der College for Creative Studies (Detroit) ein. Gemeinsam mit Birgit Bachler und Andreas Förster begleitete er die Studierenden durch den Workshop. In der darauffolgenden Woche präsentierten die Teams ihre Arbeiten zusätzlich vor Elevate-Mitbegründer und Organisator Bernhard Steirer.
Der Workshop machte deutlich, dass Design nicht nur Lösungen produziert, sondern auch Fragen stellt. Für viele Studierende stand am Ende weniger eine fertige Antwort im Mittelpunkt als die Frage, wie Design kritischer und verantwortungsvoller eingesetzt werden kann.