Warum haben Sie sich als Leiter der Abteilung Zentrale IT Services beworben?
Die FH JOANNEUM zählt für mich zu den spannendsten Hochschulen des Landes – innovativ, praxisnah und mit einem klaren Verständnis dafür, welchen Beitrag Bildung für unsere Gesellschaft leistet. Nach vielen Jahren in der Privatwirtschaft hat mich die Möglichkeit gereizt, meine Erfahrung in der Skalierung von IT Services, der Prozessoptimierung und im Service Management in ein Umfeld einzubringen, das die digitale Zukunft von Lehre und Forschung aktiv mitgestaltet. Gleichzeitig bin ich der Region Graz eng verbunden. Umso mehr freue ich mich darauf, gemeinsam mit dem ZIT Team die digitale Infrastruktur für Studierende, Lehrende und Mitarbeitende an den drei Standorten der FH JOANNEUM nachhaltig weiterzuentwickeln.
Wie ist Ihr beruflicher Hintergrund?
Ich bin studierter Wirtschaftsinformatiker und seit über 20 Jahren im IT-Management- und IT-Service-Management-Umfeld tätig. In dieser Zeit durfte ich sehr unterschiedliche Organisationen begleiten – von internationalen Outsourcing Umgebungen bis hin zu kritischen IT Bereichen im Gesundheitswesen. Zuletzt war ich als COO für den operativen IT-Outsourcing-Betrieb verantwortlich und führte große, verteilte Service-Organisationen mit mehreren hundert Mitarbeitenden sowie eine internationale IT-Consulting Organisation. Mein fachlicher Schwerpunkt liegt auf IT-Service-Management, Prozessgestaltung, Organisationsentwicklung und Veränderungsmanagement – immer praxisnah und mit dem Ziel, IT für Menschen nutzbar und wirksam zu machen. Mein beruflicher roter Faden ist dabei stets das sogenannte „Kundenservice-Gen“: IT nicht nur als technische Disziplin zu verstehen, sondern als Service, der Menschen unterstützt, Abläufe vereinfacht und Organisationen leistungsfähiger macht.
Wofür ist die ZIT zuständig und was macht die Abteilung an der FH?
Die Zentrale IT (ZIT) ist für mich das digitale Rückgrat der FH JOANNEUM. Wir sorgen dafür, dass rund 5.000 Studierende und ca. 800 Mitarbeitende an allen Standorten reibungslos arbeiten können. Unser Aufgabenspektrum reicht dabei vom Betrieb der gesamten IT- und Netzwerkinfrastruktur über zentrale Applikationen wie das Campus-Management-System JOANNEUM|online bis hin zum IT-Einkauf und zur IT-Sicherheit. Ein Herzstück ist dabei der IT-Helpdesk, der als erste Anlaufstelle für technische Anliegen fungiert und dafür sorgt, dass IT das Lehr- und Forschungsbetrieb bei allen IT-Fragen aktiv unterstützt. Darüber hinaus verstehe ich die ZIT als Service- und Lösungspartnerin der Hochschule, die aktiv zur Digitalisierung von Prozessen und zur Weiterentwicklung digitaler Services beiträgt.
Welche Herausforderungen sehen Sie für die Abteilung ZIT in den kommenden Jahren?
Eine der aktuell größten Herausforderungen ist die Balance zwischen stabilem Betrieb und Weiterentwicklung. Die Anforderungen an IT-Services steigen laufend, gleichzeitig müssen bestehende Systeme zuverlässig, sicher und effizient betrieben werden. Neben der Intensivierung der Digitalisierung von Prozessen und der Ausbau des „Digital Workplace“ wird uns auch der Umgang mit neuen Technologien wie Künstlicher Intelligenz stark beschäftigen – ein Thema, das mich schon lange intensiv begleitet hat. Wir werden KI nicht nur vermehrt in der Lehre sehen, sondern müssen sie auch intern nutzen, – etwa zur Unterstützung von Serviceprozessen oder administrativen Tätigkeiten (zb.um den Support zu entlasten). KI bietet großes Potenzial stellt aber auch Anforderungen an Datenschutz, Governance und Mitbestimmung. Nicht zuletzt sehe ich die Weiterentwicklung der Organisation und der Mitarbeitenden als entscheidenden Erfolgsfaktor: klare Rollen, gute Zusammenarbeit über Standorte hinweg und attraktive Rahmenbedingungen, um qualifizierte IT-Fachkräfte langfristig zu halten. Mein Team und ich werden laufend am Ziel arbeiten, die ZIT so weiterzuentwickeln, dass sie auch in Zukunft ein verlässlicher, innovativer und geschätzter Partner auf Augenhöhe für die gesamte FH JOANNEUM ist.