Kurzmitteilung

Eine Schatzkiste für die Seele

 
Eine Schatzkiste für die Seele

Eine besondere Schatzkiste, die Menschen in herausfordernden Situationen Kraft geben soll, haben Studierende im dritten Semester des Bachelorstudiums „Soziale Arbeit“ an der FH JOANNEUM entwickelt.

Studierende von „Soziale Arbeit“ werden schon im Studium darauf vorbereitet, Menschen in kritischen oder prekären Lebenslagen professionell unterstützen zu können. Praxisprojekte, die in enger Kooperation mit sozialen Einrichtungen geplant und umgesetzt werden, sind dabei eine Säule in der Ausbildung am Institut „Soziale Arbeit“ der FH JOANNEUM.

Ein solches Projekt ist die „Schatzkiste“. Aufgrund der COVID-19-Pandemie fühlen sich manche Menschen schneller gestresst und für manche waren es einsame und anstrengende Zeiten. In Kooperation mit der Lebenshilfen Soziale Dienste GmbH haben sich sechs Studierende des Jahrgangs 2019 im Rahmen der Lehrveranstaltung „Projektmanagement“ eine nachhaltige Unterstützung in Form einer Schatzkiste für betroffene Personen überlegt. Die Umsetzung des Projektes erfolgte im Wintersemester vom 1. Oktober 2020 bis zum 1. Februar 2021.

Selbstständige Bewältigung der Gefühle

Gemeinsam mit Kundinnen und Kunden der Lebenshilfen Soziale Dienste GmbH wurde ein Prototyp der Schatzkiste gestaltet, um zu garantieren, dass für jede und jeden etwas dabei ist. In der Kiste befinden sich zehn Gegenstände: von einem Zirben-Spray, Schokolade und Tee über ein Malbuch, Fotoalbum, Spruchbuch und Pinnwand bis hin zu einem Dinkelkissen, Stressball sowie einer CD. Mit diesen Gegenständen werden alle fünf Sinne angesprochen – Sehen, Hören, Schmecken, Riechen und Fühlen. Der Inhalt erfüllt einen Zweck: Er soll gegen Einsamkeit, Stress sowie Angst helfen und zu Entspannung führen.

Zu jeder richtigen Schatzkiste gehört auch eine Schatzkarte. Diese liegt der Kiste bei und beinhaltet Tipps, Erklärungen zu den einzelnen Gegenständen, Notfallnummern und Austauschmöglichkeiten der bereitgestellten Gegenstände. So kann die Anwenderin oder der Anwender beispielsweise die beigelegte Schokolade durch die Lieblingssüßigkeit, den Stressball gegen Kuschelsocken und das Zirben-Spray gegen Räucherstäbchen oder ein Parfum austauschen. Hierbei wird die Individualität der Kiste garantiert, damit sie den Bedürfnissen der nutzenden Person entspricht.

Für jeden Sinn gibt es eine Übung inklusive der genauen Anleitung, die zur Stressminderung führen soll. Beispiele dafür wären eine Wald-Traumreise und das Durchsehen eines Fotoalbums. Um ein möglichst breites Publikum ansprechen zu können, haben die Studierenden Vanessa Berger, Mariella Hummel, Kathrin Spielberger, Selina Braunstein, Patricia Brugger und Jasmin Konbal darauf geachtet, die Texte in möglichst einfacher und zielgruppengerechter Sprache zu verfassen.

Der Prototyp der Schatzkiste.
Foto: Privat
Der Prototyp der Schatzkiste.