Oft gestalten Grafikdesigner:innen basierend auf ihrer eigenen Wahrnehmung und Intuition, wodurch unbewusst große Teile der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Inklusives Design bietet hierfür einen Lösungsansatz. Während es viele Ressourcen für das inklusive Design im digitalen Bereich gibt, fehlen konkrete Handlungsempfehlungen für Printmedien. Ziel dieser Arbeit war die Entwicklung eines solchen Leitfadens. Dafür wurden eine Literaturrecherche und eine qualitative Studie durchgeführt, die auf leitfadengestützten Interviews mit Expert:innen im Bereich inklusives Design und inklusiver Kommunikation basiert.
Die Literaturrecherche lieferte konkrete Gestaltungsempfehlungen für den inklusiven Einsatz von Schrift, Sprache, Farben, Bildern und Materialien. Die Ergebnisse der Expert:innen-Interviews betonten die Bedeutung einer inklusiven Arbeitsweise von Gestaltungsbeginn an. Sie verdeutlichten, dass die Sensibilisierung für Inklusion und menschliche Vielfalt einen zentralen Bestandteil des Leitfadens bilden sollte.
Der Leitfaden „Gedruckte Vielfalt“ bietet sowohl konkrete Gestaltungsempfehlungen als auch Prinzipien, die eine inklusive Arbeitsweise fördern. Er soll Grafikdesigner:innen dabei unterstützen, Printmedien zu gestalten, die die Vielfalt der Menschen berücksichtigen – sei es in Bezug auf Fähigkeiten, Sprache, Kultur, Geschlecht, Alter oder andere menschliche Unterschiede.