Diese Arbeit befasst sich damit, wie poetische Texte mit Schrift gestaltet werden können, welche Wirkung das auf Leser:innen hat und wie dadurch Poesie wichtiger gemacht werden kann. Dafür wurde die analoge und digitale Poesie miteinander verglichen. Außerdem wurden historische Entwicklungen und Werke erforscht, um den nötigen Kontext für eine Analyse zeitgenössischer Strömungen zu schaffen.
Um aktuelle Gestaltungstrends zu berücksichtigen, gab es Gespräche mit sechs Gestalter:innen, und digitale Trends wurden in einer Umfrage untersucht. Es zeigten sich Möglichkeiten, Poesie und Sprache zu visualisieren und ihr zusätzliche Bedeutung zu geben. Im Analogen bieten die Haptik und die körperliche Präsenz neue Möglichkeiten für Gestalter:innen – im Digitalen entstehen vor allem durch Technik neue Chancen. In der Schnittstelle von Analog und Digital, von Typografie und Sprache, wird die Poesie der Zukunft Platz finden, um zu wachsen.