Wissensbilanz 2004/05, 2005/06
Ein wichtiges Instrument im Management des Wissens ist die Wissensbilanz, die für die interne Steuerung der Leistungsprozesse von Hochschulen stärker an Bedeutung gewinnen wird und darüber hinaus ein wesentlicher Bestandteil einer aktiven Kommunikationspolitik gegenüber den Stakeholdern wie Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (bm:bwk), Fachhochschulrat (FHR), Medien, Öffentlichkeit, Industrie und Wirtschaft, MitarbeiterInnen, Studierenden und Kooperationspartner ist.
Die FH JOANNEUM hat mit der Veröffentlichung der zwei Wissensbilanzen 2003/2004 und 2004/2005 ein wichtiges und deutliches Signal in Richtung einer transparenten Kommunikation ihres Human-, Struktur- und Beziehungskapitals gesetzt. Im Mai 2007 erschien die dritte Wissensbilanz als PART III des Annual Report 2005/2006 der FH JOANNEUM.
Der Fachhochschulsektor sollte die Chance nicht verpassen, hier aktiv in den Bildungswettbewerb einzusteigen, in diesem Bereich Benchmarks zu setzen und sich damit entsprechend zu positionieren.
Qualität in einer Hochschule lässt sich nur zum Teil mit den Qualitätsbegriffen der Wirtschaft
abbilden. Wir unterscheiden deshalb zwischen Ergebnisqualität – im Sinne einer
hochwertigen Qualifikation unserer AbsolventInnen – und Prozessqualität, also der Güte,
mit der die Menschen an der FH JOANNEUM etwa ihre Lehrtätigkeit oder Forschungsarbeit
durchführen. Das Wissen der MitarbeiterInnen, deren Beziehungen zu externen
Partnern sowie die vorhandenen Strukturen an der FH JOANNEUM beeinflussen
maßgeblich die Prozessqualität und damit auch die Qualität der erzielten Ergebnisse.
Für ein wissensorientiertes Unternehmen, wie es die FH JOANNEUM als Hochschule darstellt,
heißt Strategieentwicklung essentiell auch Entwicklung einer Wissensstrategie.
Insofern baut auch der Prozess, der zur Erstellung der Wissensziele geführt hat, intrinsisch
auf die Vision und das Leitbild der FH JOANNEUM auf. Die formulierten Wissensziele
lassen sich direkt daraus ableiten.
Sowohl Qualität als auch Wissen sind Begriffe, die sich nur bedingt mit rein quantitativen
Größen messen lassen. Umso wichtiger ist es, diese qualitativen Ziele zu erfassen
und den Weg der Zielerreichung nachhaltig zu dokumentieren. Dadurch wird eine offene
und kritische Auseinandersetzung über Leistungen und Qualität der
FH JOANNEUM ermöglicht. Nur durch einen transparenten Diskurs ist es den MitarbeiterInnen
des Hauses möglich, ein gemeinsames Bild zu entwickeln und zusammen mit
Eigentümern und Fördergebern den Weg einer qualitätsvollen Weiterentwicklung fortzusetzen. (Textauszug aus der Wissenbilanz 2004/2005)