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The Value-Skill Gap: Zwischen Schulbank und KI-Fabrik

(C) LSZ GmbH 2026

Wie kann künstliche Intelligenz sinnvoll in das Bildungssystem integriert werden, ohne kritisches Denken und selbstständiges Lernen zu schwächen? Welche Fähigkeiten benötigen junge Menschen, um in einer Arbeitswelt erfolgreich zu sein, die sich durch technologische Entwicklungen grundlegend verändert? Mit diesen Fragen beschäftigte sich eine hochkarätig besetzte Paneldiskussion beim CIO-Kongress 2026 in Loipersdorf, die von Michael Georg Grasser, assoziierter Professor für Management und Digitalisierung an der FH JOANNEUM am Institut Industrial Management, moderiert wurde.

Gemeinsam mit Bildungsminister Christoph Wiederkehr, ORF-CIO Astrid Zöchling, Lehrer und KI-Experte Bernhard Gmeiner sowie REWE-CIO Martin Fluch wurden zentrale Herausforderungen an der Schnittstelle von Bildung, Technologie und Wirtschaft diskutiert. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit künstlicher Intelligenz gefördert und gleichzeitig sichergestellt werden kann, dass Menschen ihre eigene Urteilsfähigkeit, Kreativität und Problemlösungskompetenz weiterentwickeln.

Kritisches Denken bleibt eine Schlüsselkompetenz

Künstliche Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten für individuelles Lernen, Wissensvermittlung und die Gestaltung von Bildungsprozessen. Gleichzeitig verändert sie die Anforderungen an Lernende, Lehrende und Bildungseinrichtungen. Die bloße Fähigkeit, KI-Anwendungen zu bedienen, wird dabei nicht ausreichen. Entscheidend ist vielmehr, ihre Ergebnisse kritisch einordnen, ihre Grenzen erkennen und ihre Möglichkeiten gezielt nutzen zu können.

„Die entscheidende Frage ist nicht allein, was künstliche Intelligenz leisten kann, sondern welche Kompetenzen wir als Menschen künftig benötigen“, betont Grasser. „Wir müssen Menschen dazu befähigen, die Potenziale neuer Technologien zu nutzen, ohne dabei das eigene Denken und die persönliche Urteilsfähigkeit auszulagern.“

Kritisches Denken, Problemlösungskompetenz und Eigenverantwortung gewinnen damit ebenso an Bedeutung wie die Fähigkeit, sich auf neue Situationen einzustellen und kontinuierlich weiter zulernen. Bildung muss junge Menschen nicht nur auf bestehende Berufsbilder vorbereiten, sondern sie dazu befähigen, auch mit zukünftigen technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen souverän umzugehen.

Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam weiterentwickeln

Die Integration künstlicher Intelligenz erfordert in die Bildung einen ganzheitlichen Ansatz. Technologische Entwicklungen müssen nicht nur verstanden, sondern auch didaktisch sinnvoll, verantwortungsvoll und zielgerichtet eingesetzt werden. Dafür braucht es einen kontinuierlichen Austausch zwischen Bildungseinrichtungen, Wissenschaft und Wirtschaft.

„Aus meiner Perspektive als assoziierter Professor für Management und Digitalisierung am Institut Industrial Management ist die Verbindung von Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft wesentlich. Wir müssen technologische Entwicklungen nicht nur verstehen, sondern Menschen befähigen, diese verantwortungsvoll und zielgerichtet einzusetzen“, erklärt Grasser.

Gerade die Zusammenarbeit dieser Bereiche kann dazu beitragen, Bildungsangebote weiterzuentwickeln, neue Kompetenzanforderungen frühzeitig zu erkennen und den Übergang zwischen Ausbildung und Arbeitswelt zukunftsorientiert zu gestalten. Dabei geht es nicht darum, technologische Möglichkeiten grundsätzlich in den Vordergrund zu stellen, sondern ihren Einsatz an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen und den Anforderungen einer sich wandelnden Gesellschaft auszurichten.

Zukunftsfähige Bildung stellt den Menschen in den Mittelpunkt

Die Diskussion beim CIO-Kongress 2026 verdeutlichte die strategische Bedeutung einer Bildung, die technologische Kompetenz mit menschlichen Fähigkeiten verbindet. Der souveräne Umgang mit künstlicher Intelligenz setzt voraus, dass Menschen nicht nur mit neuen Werkzeugen arbeiten können, sondern auch in der Lage sind, deren Ergebnisse zu hinterfragen, fundierte Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen.

Teilnehmer:innen Diskussion Panel-Talk des CIO Kongress 2026 (C) LSZ GmbH 2026

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