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Neue Studie von Josef Obergantschnig: Warum hinkt Harvard Yale hinterher?

Wöchentlicher Börsenbrief von Josef Obergantschnig 1

(c) FH JOANNEUM / Marion Luttenberger

In seiner Reihe „30 Investmentstrategien aus 30 Jahren“ ist die vierte Studie fertig:

das Harvard Endowment, 56,9 Mrd. USD per 30. Juni 2025.

LinkedIn | Dr. Josef Obergantschnig

 

Die Leitfrage lautet: Warum hinkt Harvard Yale hinterher? Hier die wichtigsten Ergebnisse:
  • Harvard ist ein sehr starker Investor. Über 25 Jahre liegt das Endowment mit 8,2 % pro Jahr um 1,6 Prozentpunkte über dem Durchschnitt der US-Hochschul-Endowments.
  • Gemessen an Yale bleibt Harvard aber deutlich zurück: 9,05 % gegen 11,19 % pro Jahr in den Geschäftsjahren 2000 bis 2025. Aus einem Dollar wurden 9,51 gegen 15,77 Dollar.
  • Die vielen Chefwechsel erklären das nicht allein. Zwischen 2005 und 2016 standen sieben Personen an der Spitze der Harvard Management Company, drei davon interim. Der Rückstand bestand aber schon 2000 bis 2005, unter durchgehender Führung, mit 3,24 Prozentpunkten pro Jahr.
  • Seit dem Umbau 2017 auf externe Manager und ein Generalisten-Modell ist der Abstand kleiner geworden, seit 2022 liegt Harvard vorn. Ob das am neuen Modell liegt oder an der Neubewertung der Private Markets nach 2021, lässt sich nach vier Jahren noch nicht sagen.
Für die Lehre ist der Fall besonders ergiebig: Er zeigt, wie Ausschüttungsregel, Risikobudget, Kontinuität der Führung und Liquidität zusammenspielen, und wo öffentliche Daten an ihre Grenzen kommen.

 

Kurzvideo zur Studie: https://vimeo.com/1236231388